+
Unerfüllte Liebe macht traurig. Auch Teenager kann es mit voller Wucht teffen. Eltern sollten den Schmerz auf jeden Fall ernst nehmen. Foto: Inga Kjer

Erziehungs-Tipps

Was tun, wenn das Kind Liebeskummer hat?

Die erste Liebe, die ersten Tränen: Eltern von Teenagern fühlen sich häufig überfordert, die Gefühlswelt ihrer Kinder richtig einzuschätzen. Aber wie können Eltern sich richtig verhalten, wenn der Nachwuchs unter Liebeskummer leidet.

München (dpa/tmn) - Irgendwann ist er da: der Tag, an dem das Kind das erste Mal unglücklich verliebt ist. Vielleicht hat der erste Schwarm Schluss gemacht, ist vielleicht sogar in jemanden anderen verliebt. Wie gehen Eltern damit um?

"Den Liebeskummer des Kindes sollten Eltern nicht bagatellisieren, sondern ernst nehmen", rät Kira Liebmann, die als Pubertäts-Überlebenstrainerin Eltern coacht. "Andere Mütter haben auch schöne Töchter", "Bis du verheiratet bist, ist das vorbei", "Ach komm, das lief doch nur zwei Wochen": Das seien alles Sprüche, die man von den eigenen Eltern kennt. "Doch geholfen haben sie uns damals nicht und das tun sie auch heute nicht", sagt Liebmann.

Den Kindern ihre Gefühle abzusprechen, sei keine gute Idee. "Wer ihnen einredet, dass alles falsch ist, was sie gerade fühlen, nimmt das Kind nicht ernst", erklärt Liebmann. Dann leide das Kind nicht nur wegen dem Liebeskummer - sondern habe auch noch das Gefühl, dass seine Emotionen falsch sind.

Aber übertriebenes Mitleid sei auch kontraproduktiv. Denn wenn Eltern mit ihren Kindern mitleiden, verstärken sie die vorhandenen Gefühle noch. Aussagen wie "Oh, du Arme" oder "Du tust mir so leid" stechen in die Wunde, statt diese zu schließen. Eltern sollten die Gefühle beim Kind lassen und selber in ihrer Kraft bleiben. "Denn Kinder brauchen uns nun mit unserer vollen Elternenergie - als Berater, Zuhörer und Erfahrener", so Liebmann.

Sie empfiehlt, sich mit einer großen Packung Eis und zwei Löffeln zum Kind ins Bett zu setzen, von seinen eigenen Erfahrungen zu erzählen, alte Geschichten über verflossene Lieben auszupacken und da zu sein, wenn das Kind reden möchte. Das Signal sollte sein: Ich kenne das und hatte das auch schon. Wenn du magst, erzähle ich dir, wie ich damals aus diesem Tief herausgekommen bin. Und dann heißt es abzuwarten, ob das Kind das hören möchte oder nicht.

Kira Liebmann rät, sich nicht aufzudrängen, sondern Angebote zu machen oder das Kind abzulenken, über andere Dinge reden und Nähe anzubieten. "Eltern sollten aber auch nicht beleidigt sein, wenn das Kind all diese Angebote ablehnt", warnt die Expertin.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Auf Vorrat: Viele machen diesen gefährlichen Fehler, wenn sie Hackfleisch einfrieren - Sie auch?
Hackfleisch, das nicht sofort verbraucht wird, frieren viele Menschen ein. Dabei sollten Sie unbedingt eine Sache beachten, damit das Fleisch genießbar bleibt.
Auf Vorrat: Viele machen diesen gefährlichen Fehler, wenn sie Hackfleisch einfrieren - Sie auch?
Wenn Sie diese Zutat benutzen, wird jedes Fleisch butterzart
Ist Fleisch für Sie eine Herausforderung beim Kochen? Besonders gemein ist es, wenn das Fleisch nach dem Braten zäh ist. Mit einer Zutat erledigt sich dieses Problem.
Wenn Sie diese Zutat benutzen, wird jedes Fleisch butterzart
Aus diesem Grund wird Hackfleisch grau - und so testen Sie, ob es noch genießbar ist
Oft bekommt Hackfleisch schon kurz nach dem Kauf graue Flecken. Was steckt dahinter - und ist das Hackfleisch trotz der grauen Flecken noch essbar?
Aus diesem Grund wird Hackfleisch grau - und so testen Sie, ob es noch genießbar ist
Wenn Sie Fleisch "rückwärts" braten, bleibt es immer saftig und zart
Fleisch sollte ein besonderer Genuss sein und deshalb ist es wichtig, es richtig zuzubereiten. Besonders saftig und zart bleibt Fleisch, wenn Sie es so braten.
Wenn Sie Fleisch "rückwärts" braten, bleibt es immer saftig und zart

Kommentare