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Einblick in die Krippenprojektion mit lebensgroßen Krippenfiguren im Volkskunstmuseum.

Tickets zu gewinnen

Ausstellung in Tirol: Krippenkunst von damals bis heute

Weihnachten ohne Krippe ist in Tirol undenkbar: Figuren aus Holz, Wachs, Ton oder Papier holen das Weihnachtsgeschehen in die Stube. Das Tiroler Volkskunstmuseum zeigt die Geschichte und Entwicklung der Krippe in Tirol. Wir verlosen Tickets!

Beginn der Krippentradition im Jahr 1608 

In Tirol wurde 1608 in der Innsbrucker Jesuitenkirche die erste Krippe aufgestellt. Sie bildet den Beginn der bis in die Gegenwart andauernden Krippentradition.

Einblick in die Ausstellung „Kommt und schaut“

Bei den frühen Kirchenkrippen handelt es sich meist um einige wenige bewegliche Figuren mit Wachs- oder Holzköpfen und prächtigen Kleidern, die die Geburt Christi und die Anbetung der Hirten darstellen. In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts kamen Königsdarstellungen hinzu. Ihre ganze Pracht entwickelte die gekleidete Krippe im 18. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert fand die Krippe in den Häusern der ländlichen Bevölkerung immer mehr Aufnahme. So waren immer mehr Laien als Krippenkünstler tätig: Der eine griff zum Schnitzmesser, der andere zu Pinsel und Farben, kopierte die großen Vorbilder oder gab seiner eigenen Vorstellung vom Weihnachtsgeschehen Ausdruck. So entstanden landauf, landab kleinere und größere Krippenwerke, die zu Weihnachten den Herrgottswinkel, oft auch einen guten Teil der Stube ausfüllten.

Sammlung: Krippen aus drei Jahrhunderten

Die Krippensammlung des Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck gibt bis zum 2. Februar 2015 unter dem Motto "Kommt und schaut" einen einzigartigen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Krippe in Tirol. Über 30 Krippen  werden gezeigt und geben Einblicke in die Krippenkunst des 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Szene aus der Krippe von Stephan Plankensteiner.

Die „Gasser-Krippe“ aus Heiligkreuz bei Hall mit den paradierenden Engeln, den Königen und dem Königsgefolge ist ein hervorragendes Beispiel für die barocke, gekleidete Krippe mit Wachsköpfen und geschnitzten Händen und Füßen. Beeindruckend ist auch die orientalische Krippe vom Innsbrucker Max Gehri, die neben hervorragend geschnitzten Figuren auch durch den fließenden Übergang vom Krippenberg zum gemalten Krippenhintergrund beeindruckt. Seit 1900 findet die heimatliche oder Tiroler Krippe, die eine bäuerliche, alpine Umwelt wiedergibt, mehr Freunde. Sie wurde stark durch Josef Bachlechner aus Bruneck beeinflusst, der in Hall eine Werkstätte betrieb. Seinen Stil verkörpert die Krippe von Stephan Plankensteiner mit einem Südtiroler Krippenberg und einer Hintergrundmalerei, die den Talkessel von Bozen zeigt. Zu den jüngeren Krippen in der Ausstellung zählt die „Altstadtkrippe“ von 1985. Claudius Molling versetzt das Weihnachtsgeschehen in die winterliche Innsbrucker Altstadt zu mitternächtlicher Stunde.

Tipp: Die Geburt Christi von Joseph Anton Koch

Joseph Anton Koch: Landschaft mit Anbetung der Hl. Drei Könige, 1807, Öl auf Esche.

Wer sich in künstlerischer Atmosphäre auf Weihnachten einstimmen möchte, ist im Ferdinandeum in Innsbruck genau richtig: Die Ausstellung „Joseph Anton Koch. Der erste Nazarener?“ zeigt neben eindrucksvollen Landschaftsdarstellungen religiös motivierte Bilder rund um die Geburt Jesus Christus aus der Hand des Künstlers. Die Stiftung Museum Kunstpalast in Düsseldorf stellte Kochs detailreichen „Zug der Heiligen Drei Könige“ (1820) zur Verfügung. In Kochs Zyklus von 1822/23 finden sich wunderschöne Bleistiftzeichnungen mit Szenen wie die „Verkündigung“, die „Heimsuchung“ oder Josephs Traum von der „Flucht nach Ägypten“. Beeindruckend sind auch die Ölbilder mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige (1807) und der Ruhe auf der Flucht nach Ägypten (1820-1825).

Termine der Krippen-Ausstellung

  • Themenführungen in „Joseph Anton Koch“: 4. Dezember 18 Uhr, 7. & 21. Dezember 11 Uhr
  • Krippen-Führungen: So 14. Dezember, 11 Uhr
  • Familien-Rundgang „Reise nach Bethlehem“: 14. Dezember, 15 Uhr
  •  Kinder-Werkstatt „Weihnachtssterne aus Filz“: 17. Dezember 14 – 17 Uhr, für Kinder ab 5 Jahren (Anmeldung unter anmeldung@tiroler-landesmuseen.at, Telefon +43 512/594 89-111)
  • Familiennachmittag „Rundum Weihnacht“ im Museum im Zeughaus: 24. Dezember 14 – 17 Uhr
  • Am 24. Dezember Gratis-Eintritt in alle Häuser der Tiroler Landesmuseen!
  • "Joseph Anton Koch. Der erste Nazarener?", bis 11. Januar 2015, Ferdinandeum, Museumstr. 15, Innsbruck

Krippen-Ausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum

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