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Auf dem Christkindlmarkt und in den Geschäften geht’s rund.

Was Münchner Händler sagen

Weihnachtsgeschäft: Nun geht's richtig los!

München - Das Weihnachtsgeschäft in München zieht langsam an. Am Samstag haben die Menschen fleißig eingekauft. Die tz hörte sich bei Händlern um.

Wolfgang Fischer freut sich: „Die Einkaufstütendichte war am dritten Adventswochenende am höchsten.“ Mit Tütendichte meint der Geschäftsführer der City­partner München: Am Samstag sind die Menschen nicht nur durch die Stadt gebummelt, sondern haben auch eingekauft – vor allem Geschenke fürs Fest.

„Die Leute merken jetzt, dass Weihnachten unmittelbar bevorsteht“, so Fischer. Und das spürt auch der Einzelhandel. Konkrete Zahlen kann Fischer nicht nennen, „so schnell ist die Statistik nicht“. Aber der Citypartner-Chef kennt das Phänomen schon: „Traditionell ist es so, dass am 3. und 4. Advent sehr viel eingekauft wird.“

Ein Fünftel seines Jahresumsatzes macht der bayerische Einzelhandel mit dem Geschäft in der Vorweihnachtszeit. Heuer rechnet er mit 13,6 Millionen Euro. Das sind 1,5 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Trotzdem: Richtige Weihnachtsstimmung kommt in den Fußgängerzonen noch nicht auf. „Damit die Menschen Geld für Textilien und Wintersportartikel ausgeben, muss es noch ein paar Grad kälter werden und Schnee fallen“, sagt Fischer.

Vergangenes Wochenende haben die Kunden vor allem „Geschenk-orientiert“ gekauft, wie Fischer das nennt. „Damit sind die Dinge gemeint, die in eine Schachtel gepackt und geschenkt werden können.“ Dabei waren Spielwaren der große Renner, aber auch Parfum, Schmuck und Unterhaltungselektronik.

Der Citypartner-Chef hofft nun auf den 23. ­Dezember: An diesem Montag haben viele schon frei und noch mal richtig viel Zeit zum Einkaufen. Sein ganz persönlicher Einkaufstipp: Am besten vormittags in die Stadt gehen. „Da ist am wenigsten los.“ Ansonsten rät er, einfach dann einzukaufen, wenn man Zeit hat. „So was lässt sich ja auch wunderbar mit einem gemütlichen Bummel über einen der Weihnachtsmärkte verbinden.“ Die tz fragte einige Einzelhändler, wie das Geschäft läuft:

P. Kempf/L. Worsch

Jetzt ist Jahreszeit für Tee

In Patrick Ploenes Laden läuft es sehr gut. Er ist Inhaber von Tea & More in der Hohenzollernstraße. Für ihn ist der Advent die Jahreszeit des Tees. „Es läuft heuer besser als vergangenes Jahr“, sagt er. „Denn wenn es den Menschen gut geht, kaufen sie Tee.“

Es läuft wie erwartet

Keine großen Überraschungen in der texxt-Buchhandlung (Sendlinger Straße). „Es läuft wie erwartet“, sagt Inhaber Wolfram König. Vor vier Jahren wäre es schon früher voller gewesen, da hätten die Leute schon am ersten Advent eingekauft. „Das liegt am Internet. Und: Die Leute sind überfordert.“

Hochzeit für Accessoires

Mode von jungen Designern und ausgefallene Wohnaccessoires gibt es im Geschäft Weißglut von Jessica Kiefer in der Schwabinger Hohenzollernstraße. Der sogenannte Conceptstore ist zum ersten Mal dabei im Weihnachts­geschäft. „In der Adventszeit werden deutlich mehr Accessoires gekauft als Kleidung“, sagt Kiefer. Und an den Wochenenden sei jetzt viel mehr los.

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Quelle: tz

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