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Wenn Senioren auf schneebedeckten Wegen unterwegs sind, sollten sie Schuhe mit starkem Profil oder Spikes tragen. Foto: Soeren Stache

Bloß keine Eile

Wie Senioren einem Sturz bei Glätte vorbeugen

Glatte Gehwege erhöhen für jeden das Unfallrisiko. Doch für ältere Menschen ist die Sturzgefahr oft noch größer. Was sie deshalb zu beachten haben, erklärt eine Expertin für Altersmedizin.

Potsdam (dpa/tmn) - Glatte Straßen sind für ältere Menschen, die nicht mehr so sicher auf den Beinen sind, ein Problem. Im Winter das Haus nicht mehr zu verlassen, ist natürlich keine Lösung, wie Christine Eichler, Chefärztin des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin in Potsdam, betont.

Ohne Bewegung baut man Muskelmasse ab, und die Angst vor Stürzen und das Risiko zu fallen steigen weiter. Was man tatsächlich vermeiden sollte: im Dunkeln rauszugehen, damit man nicht Gefahr läuft, matschiges Laub oder angefrorene Pfützen zu übersehen und darauf auszurutschen. Wichtig ist außerdem, Schuhe mit Profil zu tragen, so hat man bessere Bodenhaftung. Wenn Schnee liegt, seien auch Spikes empfehlenswert, sagt Eichler. Die gibt es zum Festschnallen am Schuh zum Beispiel im Sanitätshaus.

Wichtig ist, sich Zeit zu lassen und langsam zu gehen - das gibt mehr Sicherheit, wie Eichler sagt. Außerdem sollte man die Hände frei haben, damit man sich im Falle eines Sturzes abstützen kann. Im Winter sollten Senioren also besser mit einem Rucksack statt einer Handtasche unterwegs sein.

"Der beste Schutz ist immer noch Training und eine gute Muskulatur", sagt Eichler. Bei der Krankenkasse kann man sich nach Kursen zur Sturzprävention oder Gleichgewichtstraining erkundigen.

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