Zimmerlautstärke
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Zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr sowie zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr sollten Bewohner eines Mehrfamilienhauses auf Zimmerlautstärke achten.

Rücksicht auf die Nachbarn

Ab wann muss Zimmerlautstärke eingehalten werden?

Laute Musik, voll aufgedrehter Fernseher, knallende Türen oder lautstarke Gespräche - in Mehrfamilienhäusern geht es oft lebhaft zu. Allerdings darf nicht jeder jederzeit so laut sein wie er will.

Berlin - Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, hat ein Recht auf Ruhe. Das heißt: Jedermann sollte in seiner Wohnung ungestört leben können. Lärm aus anderen Wohnungen muss niemand ertragen, heißt es in dem Ratgeber „Gut beraten im Nachbarschaftsrecht“ der Stiftung Warentest.

Insbesondere besteht ein Recht auf Nacht- und Mittagsruhe. Die Ruhezeiten sind oft in Hausordnungen festgeschrieben. Als allgemein üblich gelten Ruhezeiten zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr sowie zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen sind üblicherweise laute Arbeiten insgesamt nicht erlaubt.

Während dieser Ruhezeiten sind Geräusche nur in Zimmerlautstärke erlaubt. Als Zimmerlautstärke sind Geräusche, die außerhalb der geschlossenen Wohnung kaum oder nicht mehr von Nachbarn wahrgenommen werden kann. Die sind der herrschenden Rechtsprechung im Raum, wo der Lärm wahrgenommen werden kann 40 dB(A) tagsüber und 30 dB(A) nachts.

Allgemeine Geräusche wie das Leitungsgeräusch von laufendem Wasser, die Spülung des WC oder Geräusche durch Duschen oder Baden sind aber hinzunehmen - auch noch nach 22.00 Uhr. Laut Rechtsprechung kann zum Beispiel Schichtarbeitern nicht verboten werden, nach der Arbeit Schmutz abzuwaschen. Allerdings ist hier auch das Gebot der Rücksichtnahme zu beachten. dpa

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