Vermieter verschenkt ihr Hab und Gut

32-Jährige landet im Gefängnis - und traut dann ihren Augen kaum

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Für die US-Amerikanerin Faith Melley kommt ein Schicksalsschlag nach dem anderen: Tod der Mutter, Führerschein weg, Kinder weg, dann ins Gefängnis. Danach kam es noch mal schlimm.

Die alleinerziehende Mutter von vier Kindern war schockiert, als sie feststellte, was ihr Vermieter mit ihren Habseligkeiten gemacht hat. Seit Ende Juni sitzt Faith Melley wegen Verkehrsdelikten im Gefängnis. Ihr gesamtes Hab und Gut hat ihr Vermieter in der Zwischenzeit auf der Kleinanzeigen-Plattform Craigslist inseriert, und zwar kostenlos.

Seiner Meinung nach sei dies immer noch besser als sie wegzuwerfen, wie die Nachrichtenseite Daily Mail berichtet. Die 32-jährige aus Florida sei während der Probezeit mit einem ungültigen Führerschein gefahren, nun trägt sie die rechtlichen Konsequenzen.

Das Craigslist-Inserat auf deutsch:

"Komplettes Haus. Mieter kam ins Gefängnis und ließ alles in Vier-Zimmer-Wohnung zurück. Die Sachen können ab 10 Uhr abgeholt werden."

Es dauerte nicht lange, bis ihr Haus nach und nach ausgeräumt wurde: Mobiliar, Baby-Kleidung, Küchenutensilien. Einige Leute aus der Umgebung kamen mit Pick-up-Trucks und luden so viel auf, wie auf die Ladefläche passte. Sogar der weiße Holzzaun wurde abmontiert.

Faith Melley mit ihren Kindern:

Für die Mutter war dies nur einer von vielen Schicksalsschlägen, die sie in diesem Jahr erleben musste. Nachdem ihre Mutter im Januar verstarb, die sich um die Kinder gekümmert hat, hatte sie Schwierigkeiten mit der Polizei. Dann wurde ihr das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen.

"Ich weiß wirklich nicht, wie ich das alles schaffen soll", sagte sie der Tampa Bay Times. "Es ist einfach nur widerwärtig, was mein Vermieter da getan hat."

Melley arbeitete zuvor als Reinigungskraft. Sie konnte die Mieten für die letzten beiden Monate nicht bezahlen, da sie nach dem Tod ihrer Mutter Anfang des Jahres nicht mehr arbeiten konnte. Wenn sie aus dem Gefängnis entlassen wird, hat Sie weder ihre Kinder, noch ihr Haus.

Ein schwacher Trost: Immerhin in den sozialen Netzwerken bekommt sie Unterstützung.

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook / Faith Melley

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