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Rot und Violett: Alte Gemüsesorten erkennt man oft an ihrer ungewöhnlichen Farbe. Der Anbau gelingt am besten in den Regionen, aus denen sie stammen. Foto: Carmen Jaspersen

Alte Gemüsesorten aus der eigenen Region wiederentdecken

Berlin (dpa/tmn) - Wer in seinem Garten alte Gemüsesorten pflanzt, erhält oft Früchte mit außergewöhnlicher Geschmacksnote. Pflanzen, die einst in der selben Region angebaut wurden, sind zudem robuster als herkömmliche Züchtungen.

Von roten Kartoffeln, blauen Bohnen und schwarzen Fleischtomaten keine Spur - im Handel wird meist nur eine begrenzte Bandbreite an Samen für Gemüse- und Blühpflanzen angeboten. Dabei gibt es viel mehr Auswahl an Pflanzen, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin. Experimentierfreundigen Hobbygärtnern rät der Verband bei spezialisierten Saatguthändlern, in Internetshops und auf Samenbörsen nach alten, oft fast vergessenen Pflanzensorten zu suchen. So bleibt die biologische Vielfalt erhalten und man bekommt neue Geschmackserlebnisse.

Allerdings betonen die Gartenexperten, dass die Aufzucht mit diesen Sorten nicht überall gelingt. Jeder Garten habe sein ganz eigenes Mikroklima, in dem einige Sorten besser wachsen als andere. Vorteile haben alte Sorten, die aus der eigenen Region stammen. Sie seien oft sogar robuster als Neuzüchtungen, da sie an die jeweiligen Bedingungen angepasst sind.

Der BDG rät außerdem, auf Samen in Bioqualität zu setzen. Zwar können die Früchte von Biopflanzen etwas kleiner ausfallen und sie sind weniger perfekt geformt, dafür müsse man sich nicht um Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sorgen.

Achten sollten Hobbygärtner außerdem darauf, ob sie Hybriden kaufen - eine Kreuzung verschiedener Arten oder Unterarten. Mit diesen erhalte man oft bessere Erträge, aber die Pflanzen lassen sich in der Regel nicht weiter vermehren. Der Hobbygärtner muss also im Folgejahr erneut Saatgut kaufen, und die Sortenvielfalt ist damit deutlich eingegrenzt.

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