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Um einen Apfelbaum zu pflanzen, müssen Sie Standort, Abstand und Pflanzzeit beachten.

Abstand, Standort & Co.

Aufgepasst: So pflanzen Sie einen Apfelbaum richtig an

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Was gibt es Schöneres als einen saftigen Apfelbaum im Garten? Damit er auch gut heranwächst, muss er richtig einpflanzt werden. Das gilt es zu beachten.

Der Apfelbaum gehört wohl zu einem der beliebtesten Obstbäumen der Deutschen. Nicht nur der süßen Früchte wegen, sondern weil er auch mitunter am leichtesten anzupflanzen ist. Obendrein bietet ein Apfelbaum viele Vorteile: So müssen Sie sich das Obst nicht mehr im Supermarkt kaufen, sondern haben es gleich vor der Haustür. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihn richtig anpflanzen.

Frühjahr oder Herbst? Der richtige Zeitpunkt, um einen Apfelbaum zu pflanzen

Generell können wurzelnackte Apfelbäume - das heißt, Bäume ohne Erdballen - zwischen Ende Oktober und Anfang März angepflanzt werden. Experten raten allerdings meist zu den Herbstmonaten, da der Baum so länger Zeit hat, Wurzeln zu bilden. Im Frühjahr dürfen sich Hobbygärtner dann meist schon über einen guten Zuwachs der Pflanze freuen.

Lesen Sie hier, auf welche Apfelbaumsorten Hobbygärtner setzen sollten.

Apfelbaum pflanzen: Was ist ein guter Standort und Abstand?

Apfelbäume fühlen besonders dort wohl, wo sie viel Sonne und nur mäßig Schatten abgekommen und gleichzeitig nicht direkt kaltem Wind ausgesetzt sind. Deshalb ist ein Standort in südlicher Ausrichtung und in einem angemessenen Abstand zu Hecken und Mauern, die Schutz bieten, ideal. Wie groß dieser Abstand sein muss, hängt von der Art und Wuchsform des Baumes ab. Handelt es sich um einen Spalier-Apfelbaum reichen in der Regel zwei Meter zum nächsten Hindernis aus. Bei einem Hochstamm mit großer Baumkrone sind es schon bis zu zehn Meter.

Zudem sollten Apfelbäume auf einem erhöhten Areal gepflanzt werden und nicht etwa in einer Senke, wo sich bei Regen schnell Wasser oder kalter Wind sammelt.

Beachten Sie zudem, dass der Baum in Zukunft viel Schatten werfen wird - pflanzen Sie also keine kleineren Sträucher oder Blumen in der Nähe, die hinterher keine Sonne mehr abbekommen könnten.

Auch die Beschaffenheit des Bodens - im Gartenbau Substrat genannt - spielt eine Rolle bei der Auswahl des Standorts. Für Apfelbäume eignen sich am besten Böden mit mäßigem Nährstoffgehalt, zum Beispiel eine Mischung aus reifem Kompost und Gartenerde. Aber auch ein schwerer und tiefgründiger Humus-Lehmboden eignet sich, da er Wasser für längere Zeit speichern kann und der Baum so stets versorgt ist. Zudem sollte das Substrat feucht, aber nicht zu nass und nicht zu verdichtet sein.

Auch interessant: So schneiden Sie Gespinstmotten aus dem Apfelbaum heraus.

Apfelbaum pflanzen: Das ist die richtige Vorbereitung

Für eine optimale Bodenbeschaffenheit beim Einpflanzen sollten Sie das Pflanzloch schon vier Wochen vorher ausheben. Graben Sie am gewünschten Standort ein mindestens 40 bis 50 Zentimeter tiefes Loch mit 50 bis 60 Zentimetern Durchmesser. Die ausgehobene Erde lockern Sie etwas auf und entfernen alle Fremdkörper daraus. Anschließend vermischen Sie sie mit reifem Kompost. Die Sohle des Pflanzlochs sollten Sie zudem mit einer Grabgabel auflockern. Bei extrem trockener Erde gießen Sie am besten schon einmal ausgiebig das Pflanzloch, damit der Baum später besser Wurzeln schlagen kann.

Ein paar Stunden bevor Sie den Baum einpflanzen möchten, stellen Sie das nackte Wurzelwerk ins Wasser, damit es sich stärken kann. Anschließend schneiden Sie mit einer Gartenschere die Hauptwurzeln frisch an und entfernen beschädigte Wurzelteile. Erst dann kommt der Baum in das Pflanzloch.

Lesen Sie hier, warum Apfelbäume oft so viele Früchte verlieren.

So pflanzen Sie den Apfelbaum richtig ein

Achten Sie hierbei darauf, den Baum nicht zu tief einzupflanzen. Die optimale Höhe finden Sie heraus, in dem Sie den Spaten flach über die Pflanzgrube legen. Der Stiel sollte sich ungefähr in Höhe der Veredelungsstelle des Apfelbaumes befinden. Diese erkennen Sie daran, dass der Stamm sich hier nach unten hin verdickt. Wenn Sie das Loch wieder zu graben, sollte die Veredelungsstelle mindestens zehn Zentimeter über dem Erdboden sein. So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  • Sobald das Pflanzloch an die Wurzel des Baumes angepasst ist, nehmen Sie ihn noch einmal heraus.
  • Schlagen Sie 10 bis 15 Zentimeter westlich vom Stamm einen Pflanzpfahl ein der ungefähr die Höhe der Krone des Baumes hat.
  • Setzen Sie den Baum wieder ein.
  • Füllen Sie das Loch mit der präparierten Aushub-Erde und treten Sie sie leicht mit dem Fuß fest.
  • Befestigen Sie den Baumstamm auf Kronenhöhe mit einem Kokosstrick am Pfahl. Umwickeln Sie Stamm und Pfahl dabei mindestens drei Mal in Form einer Acht und knoten Sie Ihn am Pfahl fest.
  • Fixieren Sie den Strick mit einer Krampe, sodass er nicht abrutschen kann.
  • Gießen Sie den Apfelbaum mit mindestens zwei Kannen voll Wasser - sorgen Sie dafür, dass es nicht seitlich ablaufen kann, indem Sie einen kleinen Graben darum herum buddeln.

    Auch interessant: Tricks zum Veredeln eines Apfelbaum-Ablegers.

Nach dem Pflanzen: Schneiden Sie den Apfelbaum zu

Damit der Apfelbaum seine volle Kraft in das Wachstum neuer Triebe setzen kann, sollten Sie alle Seitentriebe und die Spitze bis maximal zur Hälfte kürzen. Steil wachsenden Zweige, die in Konkurrenz zum Stamm stehen, schneiden Sie ganz ab. Nun sollte einem schönen Apfelbaum im Garten nichts mehr im Wege stehen!

Spalierobst in den Garten setzen

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