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Vor allem gebrauchte Immobilien sind genau unter die Lupe zu nehmen.

Eine Besichtigung will sorgfältig vorbereitet sein. Darauf sollte man achten. 

Augen auf beim Immo-Kauf

Nicht vergessen beim Wohnungskauf: Auch Keller, Garage, Aufzug, Treppenhaus und weitere Gemeinschaftsflächen gehören zur Besichtigung, denn sie werden mit erworben.

Gerade wenn die eigentliche Wohnung mit ihrer herrlichen Dachterrasse und dem Ausblick genau dem eigenen Wohntraum entspricht, werden gerne mal andere Wohnungsteile übersehen. Wenn sie dann nur „nahezu optimal“ ausfallen ist der Ärger vorprogrammiert. Dazu zählt beispielsweise der Keller oder das Kellerabteil, aber auch die Tiefgarage und das Treppenhaus, eventuell die Waschküche und der Radlkeller und natürlich die Außenanlagen. 

Achtung Gemeinschaftseigentum

Bei der Tiefgaragenbesichtigung sollte man nicht nur seinen eigenen Stellplatz inspizieren sondern auch alle anderen und dabei besonders auf verdächtige Feuchtigkeit achten. Denn egal wo hier ein Schaden auftritt: Alle zahlen mit. Genauso wie bei schadhaften Fassadenteilen oder den Fenstern. Also nicht nur die eigenen Fenster unter die Lupe nehmen. Auch die Außenanlagen zählen im Mehrfamilienhaus zum Gemeinschaftseigentum, für dessen Instandhaltung und Unterhalt die Eigentümergemeinschaft aufkommt. Wenn hier Renovierungsstau besteht, kanns teuer werden. 

K.o.-Liste

Und wer eine Erdgeschosswohnung bezieht, sollte trotzdem den Aufzug begutachten. Denn: Auch wenn man ihn wirklich nie benützt, so ist man doch an den Kosten beteiligt. Nur wer weiß, was er braucht und was er will, findet am Ende auch sein Wohnglück. Weil man aber nicht immer alles auf einmal haben kann, und gerade beim Wohnen immer jede Entscheidung für das Eine auch eine Entscheidung gegen das Andere ist, lohnt es sich eine Liste mit positiven und eine Aufzählung der negativen K.o.-Kriterien aufzustellen: Was braucht man unbedingt (Loggia, Wellnessbad, besonders helle Räume)? Und was möchte man keinesfalls (beispielsweise Küche vom Essen getrennt)? Die K.o.-Liste nicht zu lang werden lassen, sonst kann sie am Ende nicht erfüllt werden. 

Wunschliste

Länger darf die Liste der Wünsche sein: Hier steht alles, was sein sollte, aber nicht muss. Die beste Checkliste nützt als Hilfsmittel natürlich wenig, wenn sie bei der Besichtigung zu Hause liegt. Also sicherheitshalber mehrere Kopien anfertigen und zusammen mit Notizblock und Stift ins Handschufach legen und konsequent damit arbeiten. Der Block ist auch ein wichtiges Hilfsmittel. Hier kann man schnell erste Eindrücke für später festhalten. 

Nicht ohne Block besichtigen

Während die Checklisten nur nackte Fakten festhalten, ist hier Spielraum für Gefühle, die nicht begründet werden müssen. Komischer Geruch beim Türöffnen? – Aufschreiben! Gefühl der Enge im Kinderzimmer? – Notieren! Oder löst ein Raum oder Ausblick Glücksgefühle aus? 

Sachverstand gefragt

Ist die zu besichtigende Immobilie schon sehr in die Jahre gekommen, hilft dem Laien bei einer ernsthaften Besichtigung nur ein sachverständiger Experte. Der stellt den Sanierungsbedarf und die Kosten fest, so dass man eine solide Verhandlungsbasis für die Kaufverhandlungen bekommt.Was aber auch er nicht beurteilen kann, ist die individuelle Bewertung der Lage. Was ist einem persönlich mehr wert: Der Einkauf zu Fuß oder die Alleinlage in der Natur ohne lästige Nachbarn?

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