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Badreiniger bei Ökotest: Beliebtes Markenprodukt löst Kalk nur „mangelhaft“

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Von: Andrea Stettner

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Badreiniger sollen gegen typischen Schmutz im Badezimmer besonders gründlich wirken. Doch im Test wirken viele nur mittelmäßig, ein Markenprodukt versagt.

Aufsprühen, abwischen – fertig! In TV-Spots scheinen Badreiniger wahre Wunder vollbringen zu können. Doch in der Realität sieht es oft ganz anders aus. Ökotest hat in seiner Juli-Ausgabe 20 Badreiniger ohne Chlor unter die Lupe genommen und sie sowohl auf Reinigung als auch auf Umweltverträglichkeit geprüft. Darunter waren bekannte Marken genau so wie Eigenmarken der Supermärkte und Discounter. Getestet wurden 18 flüssige Produkte in Sprühflaschen sowie zwei in Pulverform oder als Tab. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus.

Eine Person sprüht Badreiniger auf einen Putzschwamm. Badreiniger sollen Schmutz, Fett und Seifenrückstände besonders gut entfernen. Doch im Test versagen viele.
Badreiniger sollen Schmutz, Fett und Seifenrückstände besonders gut entfernen. Doch im Test versagen viele. © Shotshop/Imago

Badreiniger bei Ökotest: Oft aggressive Säuren

Badreiniger unterscheiden sich von Allzweckreinigern vor allem in ihrem Säuregehalt. Die Säuren sollen zusammen mit Tensiden den typischen Schmutzrückständen im Bad wie Kalk und Seifenrückstände an den Kragen gehen. Etwa die Hälfte der Hersteller setzt dafür Zitronen-, Apfel- oder Milchsäure ein, was laut Ökotest eine gute Wahl ist. Einige verwenden jedoch auch Ameisensäure – zu aggressiv, meinen die Tester. „Selbst in verdünnter Form reizt sie laut Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung die Atemwege“, heißt es im Bericht auf oekotest.de. Das ärgerliche dabei: Hersteller müssen auf der Verpackung nicht angeben, welche Säure sie verwenden. Doch egal, welche Säure im Putzmittel steckt: Badreiniger sollten in jedem Fall nur bei geöffneten Fenster eingesetzt und der Sprühnebel möglichst nicht eingeatmet werden. Asthmatiker sollten lieber zu Putzmitteln ohne Sprühfunktion greifen, so der Rat der Experten. Reinigungsmittel sollten Sie übrigens niemals mischen – bei bestimmten Kombination kann giftiges Chlorgas entstehen.

Testergebnis: Viele nur mittelmäßig, zwei Produkte fallen bei der Kalkentfernung durch

Insgesamt fiel das Testergebnis eher mittelmäßig aus. Immerhin konnten die Tester nur wenige problematische Stoffe finden. Ein „sehr gut“ erzielte jedoch kein Reiniger im Test. 13 Badreiniger wurden mit „gut“ bewertet, 6 nur mit „befriedigend“. Schlusslicht wurde ausgerechnet ein ökologischer Badreiniger: Der „Eco2pur Bad- & WC-Reiniger Lavendel“ in Tab-Form schnitt lediglich „ausreichend“ ab – im Praxistest rasselte das Öko-Putzmittel bei der Kalk-Entfernung durch. Genau wie „Meister Proper Badreiniger Frische“, der in der Kategorie Kalklösekraft über ein „mangelhaft“ nicht hinaus kam.

Zu den Testsiegern mit Testergebnis „gut“ zählen unter anderem:

Damit Ihr Bad blitzblank wird, müssen Sie nicht zu herkömmlichen Badreinigern greifen. Auch natürliche Hausmittel haben sich im Kampf gegen Schmutz, Kalk und Fett bestens bewährt. So sorgt etwa Essigessenz für glänzende Duschkabinen und Backpulver für einen sauberen Abfluss. (as)

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