Garten-Ratgeber

Bauernregeln im August: Darauf können sich Gartenfreunde einstellen

  • Anna Katharina Küsters
    VonAnna Katharina Küsters
    schließen

Schaut man sich die Bauernregeln im August genauer an, stehen sowohl Regen als auch Sonne bevor. Beides wirkt sich unterschiedlich auf die Ernte im Garten aus.

Bauernregeln weisen Gärtnerinnen und Gärtner seit langer Zeit den Weg durch das Gartenjahr. Im August ist der Hochsommer endgültig angekommen und das bedeutet nicht nur, viel Zeit in die Ernte der selbst gezogenen Früchte und das Gemüse zu stecken, sondern auch den Garten vor zu großer Hitze zu schützen. Die Bauernregeln im August helfen dabei.

Bauernregeln im August: So umsorgen Sie Ihre Pflanzen am besten im Hochsommer

Bauernregeln stehen in einer jahrhundertealten Tradition. Aufbauend auf der Erfahrung vieler Bauern und Bäuerinnen entwickelten sich mit der Zeit Tipps und Tricks für die Arbeit auf dem Feld, die wir auch heute noch nutzen können. Geknüpft an christliche Feiertage, helfen die Bauernregeln im August Gartenfans dabei, zum richtigen Zeitpunkt zu ernten und anhand des Wetters den Ernteerfolg einzuschätzen.

Im August gibt es beispielsweise folgende allgemeine Bauernregeln:

  • Stellt im August sich Regen ein, so regnet’s Honig und guten Wein.
  • Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr.
  • Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most.

Die Hundstage ziehen sich von Ende Juli bis Ende August. Da in dieser Zeit oftmals eine stabile Wetterlage herrscht, gelten diese Tage als die heißesten des Jahres. Fallen sie ins Wasser, war schon früher klar, dass das für den Rest des Jahres nichts Gutes bedeuten konnte. Regen musste jedoch nicht immer etwas Schlechtes bedeuten, denn in einigen Regionen Deutschlands verhieß das auch eine besonders gute Traubenernte und somit später mehr und leckeren Wein.

Bauernregeln im August: Laurentius und die Sternschnuppen

Am 10. August gedenken die gläubigen Christen dem Heiligen Laurentius. Dieser war ein römischer Diakon im dritten Jahrhundert und ging als einer von vielen Märtyrern in die Geschichtsbücher ein. Bis heute gilt er als Schutzpatron der Köchinnen und Köche, Bierbrauenden, Textilreinigenden und Bäckerinnen und Bäcker. Außerdem rufen ihn Menschen um Hilfe, wenn sie an Hautkrankheiten leiden.

Folgende Bauernregeln im August gibt es zum Tag des Heiligen Laurentius:

  • Laurentius heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen tut.
  • Sankt Laurenz mit heißem Hauch, füllt dem Bauern Fass und Schlauch.
  • Sankt Lorenz kommt in finstrer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht.

Schon damals bestaunten also viele Menschen in der Nacht den Himmel und freuten sich über die Sternschnuppenregen, die sie dort beobachten konnten. In der Nacht auf den 13. August erwartet Gärtnerinnen und Gärtner auch 2021 der Perseiden-Strom, während dem bis zu dreihundert Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel sausen. Auch wenn der 10. August ein heißer Tag ist, können sich Gartenfreunde freuen, denn das verheißt eine gute Weinreben-Ernte und einen angenehmen, sonnigen Herbst.

Garten-Ratgeber

Mehr spannende Themen rund um den Garten finden Sie auf 24garten.de*.

Bauernregeln im August: Maria Himmelfahrt und der Bartheltag

Am 15. August ist Maria Himmelfahrt und auch aus dem Wetter dieses Tages vermochten die Menschen damals das Herbst-Wetter herauszulesen. So sind unter anderem folgende Bauernregeln für den 15. August bekannt:

  • Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.
  • Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.
  • Wer Rüben will recht gut und zart, sä’ sie an Mariä Himmelfahrt.

Zum einen verheißt gutes Wetter am 15. August also einen tollen Herbst. Die Bauernregeln im August geben zum anderen aber auch an, dass Mitte August ein wunderbarer Zeitpunkt ist, um Rüben und Möhren zu säen sowie die ersten selbst gepflanzten Nüsse zu ernten. An Maria Himmelfahrt gedenken viele Christen der leiblichen und seelischen Aufnahme Marias in den Himmel.

Ende August, am 24., steht der Heilige Bartholomäus im Mittelpunkt des christlichen Glaubens. Der Jünger Jesu soll als Märtyrer gestorben sein. An seinem Ehrentag entstanden folgende Bauernregeln:

  • Sind Lorenz (10. August) und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange stehn.
  • Bartholomä voll Sonnenglut macht Wein und Reben stark und gut.
  • Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll’s den ganzen September sein.

Auch dabei ist klar, dass heiße Sommertage der Ernte mehr als guttaten und noch immer tun. Um die Kräuter in der Kräuterspirale müssen sich Gartenfreunde bei Sonnenschein am 25. August keinerlei Sorgen machen, denn laut der Bauernregeln überleben diese noch lange Zeit, wenn das Wetter gut ist. Und auch für alle Geburtstagskinder im September gibt es gute Neuigkeiten, denn wenn am 25. August die Sonne vom Himmel strahlt, ist gutes Wetter im September garantiert.*24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Sie möchten keine Tipps rund um Gärten und den Haushalt verpassen?

Hier können Sie unseren Wohn-Ratgeber abonnieren

Auch interessant: Engelstrompete: Beliebtes Nachtschattengewächs mit Tücken.

Rubriklistenbild: © Martina Raedlein / Imago

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare