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Vor der Entscheidung für den Bau oder Kauf von Wohneigentum, sollten einige zentrale Fragen geklärt werden.

Von Eigenkapital bis Förderungen

Eigenheim: Tipps für die Finanzierung

Die Metropolregion München wächst und wächst. Der starke Zuzug macht dabei Stadt und Umland nicht günstiger. Wer kann, kauft jetzt.

Auch wenn das Preisniveau, besonders in der bayrischen Landeshauptstadt, derzeit hoch ist: Die eigengenutzte Immobilie muss kein Traum bleiben. Denn weiter steigende Mieten können schon bald die Höhe der monatlichen Ratenzahlungen an die Bank erreichen. Doch eine Baufinanzierung ist eine knifflige Angelegenheit: Schon kleinste Details können entscheiden, ob die eigenen vier Wände um eine fünfstellige Summe günstiger oder teurer werden. „Immobilienkäufer sollten von ihrem Baufinanzierungsberater präzise Antworten auf die fünf wichtigsten Fragen verlangen“, empfiehlt Schwäbisch Hall-Experte Karsten Eiß.

Wie viel Eigenkapital?

Mindestens ein Viertel der Gesamtsumme des Immobilienerwerbs (inklusive Kaufnebenkosten) sollte man erfahrungsgemäß aus Eigenmitteln (Bargeld, Bank- und Bausparguthaben) einbringen. Denn: Jeder Euro, den man sich leihen muss, verteuert die Finanzierung. Wenig Eigenkapital bedeutet eine höhere Monatsbelastung und/oder längere Laufzeit und damit höhere Gesamtkosten.

Gesamte Laufzeit beachten

Wichtig ist, einzelne Punkte - etwa die derzeit extrem günstigen Zinsen - nie isoliert zu betrachten. Einen Gesamtüberblick kann nur ein eigener Finanzierungsplan über die gesamte Laufzeit liefern. Er enthält Infos zur monatlichen Belastung, zu Zins und Tilgung, zur Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung sowie zu den Gesamtkosten. Wichtig: die Möglichkeit von Sondertilgungen. Die Finanzierung sollte so geplant sein, dass die Immobilie beim Abschied aus dem Berufsleben komplett schuldenfrei ist. Nur dann kommt der Vorteil des mietfreien Wohnens voll zum Tragen.

Welche Förderungen gibt es?

Bauherren sollten, wenn möglich, unbedingt den so genannten Wohn-Riester nutzen. Insbesondere Familien mit Kindern können dank Riester-Zulagen und Steuervorteilen viel Geld sparen. Darüber hinaus haben energiebewusste Bauherren häufig Anspruch auf Zuschüsse und zinsverbilligte Darlehen der staatlichen KfWFörderbank. Gute Finanzierungsberater wissen auch Bescheid, ob es lokale oder regionale Fördertöpfe gibt.

Lange Niedrigzinsen nutzen

Die aktuell günstigen Konditionen sollte man sich nach Möglichkeit für die gesamte Laufzeit, mindestens aber für 20 Jahre sichern. Am besten mehrere Finanzierungsangebote miteinander vergleichen und dabei nicht Soll- und Effektivzins verwechseln. Nur der Effektivzins gibt Aufschluss über die tatsächlichen anfallenden Kosten.

Wie viel Tilgung kann ich mir leisten?

Sofern es die finanziellen Möglichkeiten erlauben, sollte man die aktuelle Niedrigzinsphase zu einer höheren Tilgung als den üblichen ein oder zwei Prozent nutzen. Empfehlenswert ist, eine Tilgung von drei, vier oder sogar fünf Prozent zu vereinbaren. Denn je höher die Tilgung, desto kürzer die Laufzeit und desto niedriger die Gesamtkosten. Bewährte Faustregel: Für Zins und Tilgung sollte man nicht mehr als 40 Prozent des regelmäßig verfügbaren monatlichen Nettoeinkommens aufwenden. Eingerechnet in dieses Haushaltsnetto dürfen alle Einkommensarten werden, also auch Kindergeld, nicht aber Extra-Prämien vom Arbeitgeber.

Tipp vom Finanzexperten: „Einen seriösen und erfahrenen Berater erkennt man daran, dass er alle diese Fragen von sich aus anspricht. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Beratungs-Software. Hochwertige Programme können sofort darstellen, wie sich die Veränderung einzelner Parameter auf die Gesamtfinanzierung auswirkt.“

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