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Könnte auch als Designer-Möbelstück durchgehen: Der 50 000 US-Dollar teure Beamer LSPX-W1S von Sony.

Teures Vergnügen

Spezialbeamer: Heimkino auf kurzer Distanz

Berlin - Nicht jeder schraubt gerne einen Beamer an die Decke. Und es nervt, das Gerät jedes Mal extra aufstellen zu müssen. Eine Lösung können Ultrakurzdistanzprojektoren sein, die direkt an die Wand gestellt werden können - wenn da nicht die Preise wären.

Beamer schaffen mit ihren großen Bilddiagonalen Kinofeeling, fordern aber beim Anbringen mitunter Kreativität und handwerkliches Geschick. Eine Alternative können Ultrakurzdistanz-Projektoren sein, die direkt vor die Wand oder Leinwand gestellt werden können - etwa auf ein Regal. Auf der IFA haben etwa Sagemcom, Sony und Haier neue Geräte präsentiert.

Nur 10 Zentimeter Mindestabstand zur Wand

Sagemcom produziert seine Geräte in Lizenz unter dem Markennamen Philips und hat für Anfang 2015 die zwei neuen Modelle Screeneo HDP 1690 und HDP1690TV mit LED-DLP-Lichtquelle angekündigt. Sie sollen im Vergleich zu ihren Vorgängern ein helleres und schärferes HD-Bild liefern. Ihr Mindestabstand zur Wand beträgt 10 Zentimeter. Bei einer Distanz von 44 Zentimetern liefern sie ein 100 Zoll (2,54 Meter) großes Bild. Neben Bluetooth und WLAN bieten die Beamer einen DLNA-fähigen Mediaplayer zum Streamen von Videos und Musik, Internetzugang sowie 26 Watt starke integrierte Lautsprecher samt Subwoofer und eine Mauszeiger-Fernbedienung. Je nach Modell ist auch ein DVB-T-Empfänger integriert. Preise nannte Sagemcom noch nicht, ältere Modelle sind ab rund 1400 Euro zu haben.

Sony liefert Design-Beamer

Sony zeigt in Berlin den LSPX-W1S, der mit einer Laser-Lichtquelle bei 18 Zentimetern Abstand zur Wand ein 147 Zoll (3,73 Meter) großes Bild in 4K-Auflösung projiziert. Bei dem Gerät handelt es sich aber eher um ein Design-Möbelstück, weil die Beamer-Einheit an beiden Seiten von Sound- sowie Schrankmodulen flankiert wird und die Front der Einheiten durchgehend mit Lamellen aus Aluminium verblendet ist. In den USA ist das an eine Bank oder Truhe erinnernde Beamer-Möbel bereits für 50 000 US-Dollar (rund 39 000 Euro) zu haben. Preis und Marktstart für Europa stehen noch nicht fest.

Haier hat auf der IFA für das erste Quartal 2015 einen Ultrakurzdistanz-Beamer mit LED-DLP-Technologie sowie WLAN und Bluetooth angekündigt. Er soll Bilder mit Full-HD-Auflösung in Größen von 60 bis 150 Zoll (1,52 bis 3,81 Meter) bei Abständen von 39 bis 101 Zentimeter liefern können. Technisch setzt der Projektor auf einen Rechner mit Android-Betriebssystem (Version 4.2) mit Zweikern-Prozessor (1,6 Gigahertz), 1 Gigabyte (GB) RAM und 16 GB Speicher auf. Die integrierten Lautsprecher leisten zweimal 8 Watt. Eine genaue Produktbezeichnung und einen Preis nannte Haier noch nicht.

Viele Beamer zielen auf Bildungs- und Businessbereich

Mit dem Hecto (6000 Euro) hat auch LG bereits einen Ultrakurzdistanz-Beamer im Angebot, der bei 55 Zentimetern Abstand ein 100 Zoll (2,54 Meter) großes Full-HD-Bild liefert und mit einer speziellen 100-Zoll-Leinwand kommt. Neben Wireless Display (WiDi) zur Wiedergabe von Bildschirminhalten von kompatiblen Rechnern oder mobilen Geräten unterstützt der Hecto auch das Streamen von Medieninhalten per WLAN und DLNA. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Ultrakurzdistanz-Projektoren, die aber überwiegend auf den Bildungs- und Businessbereich zielen.

dpa

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