Ein Bett mit weißer und blauer Bettwäsche.
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Bettwanzen fühlen sich in einem warmen Bett pudelwohl und beißen gerne zu, daher ist es wichtig, sie zu erkennen und loszuwerden.

Parasiten im Bett

Ungewollte Kuscheleinheit: Wie Sie Bettwanzen aus Ihrem Bett verbannen

  • Sophie Waldner
    vonSophie Waldner
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Bettwanzen lieben ein mollig warmes Bett und das menschliche Blut. Um die Wanzen loszuwerden, muss man sie aber erstmal erkennen. Wir erklären wie.

  • Oft bleiben Bettwanzen über einen längeren Zeitraum unentdeckt. Bis die Wanzen zubeißen und sowohl Blutspuren im Bett, als auch Bisswunden am menschlichen Körper hinterlassen.
  • Die Bisse einer Bettwanze lassen sich daran erkennen, dass die Bisse hintereinander, in einer Reihe, erfolgen.
  • Im warmen Bett fühlen sich Bettwanzen am wohlsten und können unentdeckt bis zu einem Jahr leben.

Mit einer Bettwanze im Bett*, geht man ungewollt auf Kuschelkurs der besonderen Art. Denn sie sind kleine Blutsauger, die sich am menschlichen Körper vergehen, wenn dieser im tiefsten Schlaf liegt. Von dem Biss einer Bettwanze merkt man also nichts. Bis zum nächsten Morgen, jedenfalls. Denn dann fängt der Biss an zu jucken. Das mag keiner, klar also, dass die Wanzen das Bett verlassen müssen.

Bettwanzen im Bett erkennen

Bettwanzen sind vor allem dann mit dem bloßen Auge zu erkennen, wenn sie ausgewachsen sind. Die kleinen Wanzen machen gerne mal die Nacht zum Tag und werden dann erst so richtig aktiv. Am liebsten natürlich dort, wo es schön warm ist. Diese Orte sind meist das Bett oder die Matratze. Und so sehen die Bettwanzen aus: Sie sind etwa drei bis acht Millimeter lang und rotbräunlich gefärbt. Der Körper der sechsbeinigen Bettwanze ist flach und behaart. Die Wanzen fühlen sich geradezu von der menschlichen Wärme und dessen Geruch angezogen. Sollten sich Bettwanzen vermehren wollen, tun sie das auch, und zwar in der gesamten Wohnung. Am liebsten in den kleinsten Ritzen und Verstecken, wie zum Beispiel hinter der Tapete oder unter dem Teppich. Da man in der Nacht nichts von den Bettwanzen mitbekommt, fallen sie erst dann auf, wenn sie einen Menschen gebissen haben. Tagsüber verstecken sich die Parasiten gut genug, um nicht gefunden zu werden. Und clever sind die Bettwanzen auch noch, denn sie können sich über einen längeren Zeitraum verstecken und ohne Nahrung überleben.

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Bisse der Bettwanze feststellen und behandeln

Während des Beißens geben die Bettwanzen ein anästhesierendes Sekret ab, sodass der Biss zunächst unbemerkt bleibt. Wie der Mensch auf den Wanzen-Biss reagiert, ist schwer zu einzuschätzen, da jeder Mensch andere Reaktionen aufweist. Zu erwarten sind aber meist rötliche Stellen am Körper und flache Beulen. Besonders gemein an den Bettwanzen ist, dass sie sich an Körperstellen begeben, die nicht bedeckt sind, wie das Gesicht, die Hände oder auch der Nacken und die Füße. Die Bisse der Bettwanze lassen sich auf den ersten Blick schwer von einem Flohbiss unterscheiden. Der Unterschied liegt darin, dass der Flohbiss deutlich mehr juckt. Zudem werden Flöhe meist durch Haustiere in den Wohnraum getragen. Wer also keine Tiere hat und verdächtige rote Bisse am Körper vorfindet, kann in der Regel von einer Bettwanze ausgehen. Immerhin werden durch den Bettwanzen-Biss keine Krankheiten übertragen, die zu schlimmeren Folgen führen. Um den Juckreiz in den Griff zu bekommen, helfen meist Cortison-Salben oder die gewöhnlichen Hausmittel wie Zwiebelsaft.

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Bettwanzen aus dem Bett verbannen: So klappt es

Da sich Bettwanzen ziemlich schnell vermehren, ist es ratsam, einen Spezialisten heranzuziehen. Eine Möglichkeit um die Wanzen loszuwerden, ist die Temperaturmethode. Dabei wird der Wohnraum auf über 45 Grad Celsius erhitzt. So gerne Bettwanzen die Wärme mögen, diese Temperaturen sind auch ihnen zu hoch. Das komplette Gegenteil erfreut sie ebenfalls nicht. Denn auch Temperaturen von unter Minus 15 Grad Celsius sind den Bettwanzen zu kalt und sie erfrieren. Im Idealfall können Sie aber schon vorher dazu beitragen, dass die Bettwanzen es gar nicht erst in Ihr Bett schaffen. (swa) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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Quelle: bildderfrau.de

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