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Mit großen Blüten schmücken sich Amaryllisgewächse wie der Ritterstern im Winter. Foto: Gerlinde Mayer

Blühender Ritterstern verträgt Sonneneinstrahlung nicht

Mit großen Blüten schmücken sich Amaryllisgewächse wie der Ritterstern im Winter. Aber damit diese nicht schnell wieder verblühen, sollten Hobbygärtner sie von sonnigen Fenstern wegnehmen.

Neustadt (dpa/tmn) - Wenn der Ritterstern blüht, wird er besser nicht mehr der direkten Sonneneinstrahlung am Fensterbrett ausgesetzt. Und die Temperatur im Raum sollte nicht über 18 Grad liegen, raten die Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz.

Sonst verblüht die Pflanze, die eine beliebte Dekoration in der Adventszeit ist, zu schnell. Der Ritterstern entwickelt lange Stiele und große Blüten - die sich stark dem Sonnenlicht zuneigen. Daher kann ein kleiner Topf leicht Übergewicht bekommen. Gut ist auch, wenn der Hobbygärtner das Gefäß regelmäßig etwas dreht, so dass der Stiel gerade bleibt.

Häufig wird der Ritterstern auch Amaryllis genannt. Genau genommen handelt es sich dabei aber um zwei verschiedene Pflanzen. Beide gehören zwar in der botanischen Ordnung zu der Familie der Amaryllidaceae, oft auch als Amaryllisgewächse bezeichnet. Aber sie unterteilen sich in zwei Gattungen dieser Familie: Rittersterne sind Teil der Gruppe Hippeastrum, heißen botanisch korrekt Hippeastrum vittatum. Und die Amaryllis bildet eine eigene Gattung und ist im Volksmund auch als Belladonnalilie oder Amaryllis belladonna bekannt.

Das Namenschaos geht auf eine veraltete Zuordnung zurück: Einst gehörten der Ritterstern und die Amaryllis nicht nur in eine Familie, sondern auch in eine Gattung. Diese Ordnung wurde dann irgendwann verfeinert.

Und was habe ich zu Hause? Die Amaryllis hat mehrere trompetenförmige Blüten, der Ritterstern nur eine einzige große und prächtige Blüte. Außerdem ist sein Stängel hohl und dicker, erklärt das Blumenbüro.

Infos des Blumenbüros

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