In Mehrfamilienhäusern wohnen die Mieter Tür an Tür.
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In Mehrfamilienhäusern wohnen die Mieter Tür an Tür. Sollten sie deshalb im Treppenhaus zum Schutz eine Maske tragen?

Ratgeber

Corona-Lockdown: Muss ich im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses eine Maske tragen?

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Die Maßnahmen des Corona-Lockdowns wurden erneut verlängert. Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum bleibt bestehen. Sollten Mieter im Treppenhaus zum Schutz eine Maske tragen?

  • Die Krise um das Coronavirus hat uns weiterhin fest im Griff.
  • Der Lockdown wurde bis zum 7. März verlängert.
  • Wie haben sich Mieter in Mehrfamilienhäusern zu verhalten?

„Corona-Lockdown“: Muss ich im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses eine Maske tragen?

Update vom 11. Februar 2021: Seit dem 16. Dezember 2020 ist Deutschland im harten Lockdown. Am Mittwoch, dem 10. Februar 2021 wurde beim Bund-Länder-Gipfel erneut die Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen bis 07. März beschlossen. Weiterhin gilt, dass sich nur Angehörige aus dem eigenen Hausstand und maximal eine weitere Person eines anderen Haushaltes treffen dürfen. Eine Maskenpflicht besteht weiterhin in den Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Dort sind vor allem medizinische Masken bzw. die FFP2-Masken zu tragen. Eine konkrete Maskenpflicht für die Gemeinschaftsbereiche in Mehrfamilienhäusern gibt es nicht. Dennoch wird geraten, zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer eine Maske zu tragen.

„Corona-Lockdown“: Muss ich im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses eine Maske tragen?

Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gilt eine Region laut Robert Koch-Institut als Risikogebiet – dieser Grenzwert wurde in den letzten Wochen in weiten Teilen Deutschlands massiv überschritten. Darum gilt seit dem 2. November der „Lockdown light“: Gastronomien, Hotels und andere Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, müssen geschlossen bleiben. Aber was bedeutet das für das Zusammenleben in einem Mehrfamilienhaus?

Hohe Corona-Neuinfektionszahlen in Deutschland: Was gilt im Alltag?

Die wichtigste Regel in Zeiten von Corona* ist: Abstand, Abstand, Abstand. Aber gerade Mieter in Mehrfamilienhäusern haben es dabei nicht immer einfach: Schließlich handelt es sich um mehrere Haushalte, die keinen Kontakt zueinander haben sollten, sich aber Hauseingang, Treppenhaus und Waschküche teilen. Müssen Mieter deshalb auch in gemeinschaftlichen Räumen eine Maske tragen? Und dürfen Türklinken noch angefasst werden?

„Corona-Lockdown“: Muss ich im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses eine Maske tragen?

Vonseiten der Regierung gibt es keine offiziellen Maßnahmen – wie zum Beispiel eine Maskenpflicht –, an die sich speziell im Mehrfamilienhaus gehalten werden muss. Trotzdem sollte auch hier ein Abstand von 1,5 Metern gewahrt werden. Am besten bleiben Sie im Zwischengeschoss stehen, wenn Ihnen ein Nachbar entgegenkommt, damit kein Gegenverkehr auf den engen Treppenstufen herrscht. Zur Begrüßung werden keine Hände geschüttelt – ein einfaches Zunicken muss erst einmal reichen.

Auch um den Fahrstuhl sollten Sie in nächster Zeit lieber einen Bogen machen – insbesondere, wenn sich schon jemand darin befindet. Zu hoch ist das Risiko einer Tröpfcheninfektion, wenn sich zwei Personen auf engem Raum befinden. Zudem kann der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr garantiert werden. Benutzen Sie den Fahrstuhl am besten nur noch für Ausnahmefälle, zum Beispiel einen schweren Einkauf oder tragen Sie dabei zur Sicherheit ein Maske.

Coronavirus: Kann ich in einem Mehrfamilienhaus noch die Türklinke anfassen?

Der Hauptübertragungsweg des Coronavirus ist über Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ist es aber auch nicht ausgeschlossen, dass die Infektion auch über kontaminierte Oberflächen stattfinden kann. Darum halten es Dr. Jutta Hartmann, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Mieterbundes, und Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, laut dem Immobilienportal Immowelt für besser, die Türklinken in einem Mehrfamilienhaus nicht mehr anzufassen. Wenn möglich, sollten Mieter diese nur noch mit Handschuhen oder dem Ärmel berühren. Außerdem sei es wichtig, sich nach dem Betätigen der Türklinke nicht ins Gesicht zu fassen und sofort die Hände gründlich zu waschen.

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Dürfen Mieter weiterhin die Waschküche nutzen?

Die Nutzung der Waschküche ist für Mieter essenziell, besonders wenn die Waschmaschine in der eigenen Wohnung keinen Platz hat. Deshalb kann die Waschküche laut Hartmann in der Regel weiterbenutzt werden. Allerdings sollten Mieter den üblichen Abstand von 1,5 Metern zueinander halten und sich nicht zu viele Personen auf einmal im Raum befinden. Falls eine Waschmaschine* gemeinsam genutzt wird, sei es zudem empfehlenswert, beim Drücken der Knöpfe und Griffe Handschuhe zu tragen. Danach sollten sich Mieter nicht ins Gesicht fassen und die Hände waschen.*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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