Quarantänen und Social Distancing schlagen schnell mal aufs Gemüt.
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Quarantänen und Social Distancing schlagen schnell mal aufs Gemüt.

Beschäftigungstipps in Quarantäne

Langeweile und Unsicherheit: So vermeiden Sie einen Corona-Lagerkoller

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Quarantänen, Social Distancing und Ausgangssperren: Das Coronavirus schränkt derzeit viele Menschen in ihrem alltäglichen Leben ein. Was tun, mit der vielen freien Zeit?

  • Das neuartige Coronavirus* bringt viele Menschen in eine ungewohnte Situation.
  • Quarantänen und Social Distancing schränken Menschen weltweit ein.
  • Damit Sie keinen Corona-Lagerkoller bekommen, haben wir Tipps für Sie bereit.

Derzeit finden sich viele Menschen in einer ungewohnten Situation wieder. Die Schulen sind geschlossen, Arbeitnehmer sitzen im Homeoffice und Freizeitaktivitäten wie Restaurants, Kinobesuche oder Konzerte sind nicht möglich. Die Einschränkungen, mit denen Menschen nun leben müssen, sorgen bei vielen für Langeweile, wenn nicht gar zum Lagerkoller. Damit ist ein erregter Gemütszustand gemeint, der bei Menschen auftritt, die über einen längeren Zeitraum allein oder zusammen mit anderen in begrenzten Räumlichkeiten untergebracht sind.

Coronavirus/Covid-19: So entgehen Sie dem Lagerkoller

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) hat Empfehlungen für die häusliche Quarantäne herausgegeben, mit denen Sie den Corona-Lagerkoller vermeiden.

  • Achten Sie auch zu Hause auf ausreichende Hygiene sowie die Husten- und Nies-Etikette, wenn mehrere Personen sich im Haushalt befinden.
  • Schaffen Sie sich eine Tagesstruktur und setzen Sie sich (realistische) Ziele.
  • Bleiben Sie mit Familie und Freunden in Kontakt z.B. über soziale Medien oder Telefon.
  • Bitten Sie Ihre Freunde und Nachbarn für Sie einzukaufen oder Medikamente zu besorgen.
  • Bitten Sie Freunde und Nachbarn, mit dem Hund spazieren zu gehen.
  • Zögern Sie nicht, bei Niedergeschlagenheit Hilfe und Unterstützung zu suchen. Sowohl Familie und Freunde sowie die Telefonseelsorge kann Ihnen dabei eine Anlaufstelle sein: Tel. 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222 oder 116 123
  • Bleiben Sie körperlich aktiv z.B. durch Sportvideos im Internet.
  • Bleiben Sie mental aktiv, z.B. durch Lesen, Schreiben und Spiele.
  • Testen Sie Entspannungsübungen aus.
  • Akzeptieren Sie die Gefühle und emotionalen Reaktion, die die häusliche Quarantäne in Ihnen auslösen. Es sind normale Reaktionen auf eine unnormale Situation.
  • Seien Sie immer kritisch, denn es sind viele Falschinformationen im Umlauf. Informieren Sie sich bei vertrauenswürdigen Quellen wie auf der Website des Robert Koch-Instituts, des Bundesgesundheitsministeriums, der Gesundheitsämter oder direkt beim Hausarzt.
  • Gestalten Sie den Medienkonsum bezüglich des Coronavirus bewusst.

Auch für Eltern hat das BKK Tipps für diese ungewöhnliche Situation:

  • Geben Sie den Kindern einen strukturierten Tagesablauf vor, weil viele Routinen gerade wegfallen. Zum Beispiel feste Essenszeiten sowie Zeiten zum Lernen und zum Spielen.
  • Sorgen Sie für Bewegung bei den Kleinen. Auch in einem Zuhause mit wenig Platz gibt es Möglichkeiten.
  • Sprechen Sie mit den Kindern über die Situation und erklären Sie, warum Besuche bei den Großeltern oder anderen Kontaktpersonen nicht möglich sind.
  • Bewahren Sie sich eine positive Grundhaltung - sie kann sich auch auf Ihre Kinder übertragen und Sicherheit vermitteln.

Auch interessant: Toilettenpapier ständig ausverkauft: Das können Sie alternativ benutzen.

Langeweile? Sechs weitere Tipps, um sich die Zeit zu vertreiben

Die Langeweile schlägt Ihnen aufs Gemüt? Dann wird es vielleicht Zeit, Dinge zu tun, die Sie schon lange vor sich hergeschoben haben. Der Wohnungsputz zum Beispiel: Die Lust aufs Fenster putzen*, Toilette reinigen* oder Fugen säubern* wird vermutlich nicht groß sein, doch diese Aufgaben vertreiben herrlich viel Zeit und müssen sowieso irgendwann erledigt werden.

Sie wollten schon lange Mal ein bestimmtes Buch lesen oder eine Serie gucken? Jetzt ist die Gelegenheit. Decken Sie sich mit Lesestoff ein und vertreiben Sie sich die Zeit mit Serien*, die Sie vielleicht aufgrund der mangelnden Freizeit bisher immer vor sich hergeschoben haben.

Suchen Sie sich Spiele, die Sie allein oder gemeinsam spielen können. Vielleicht ist ja mal wieder eine Partie Mensch-ärgere-dich-nicht oder Monopoly fällig? Allein kann man sich auch gut mit Puzzles oder Lego beschäftigen. Vielleicht wird es aber auch Zeit, mal wieder ein neues Game* für Konsole oder PC auszuprobieren.

Sie wollten schon lange ein bestimmtes Rezept probieren*? Jetzt ist die Zeit gekommen, den Kochlöffel zu schwingen und die eigenen Künste am Herd zu verfeinern. Eine leckere Mahlzeit hebt zudem die Stimmung.

Eine weitere lästige Aufgabe, für die Sie nun Zeit haben, ist die Steuererklärung*. Gemacht werden muss sie sowieso, also wieso nicht jetzt? Und je früher Sie sie einreichen, umso früher kann das Finanzamt sie bearbeiten.

Vernachlässigen Sie auf keinen Fall soziale Kontakte. Viele Menschen in Ihrer Umgebung befinden sich vermutlich in einer ähnlichen Situation. Telefonieren Sie also mit Freunden, Verwandten oder Kollegen, tauschen Sie sich auf sozialen Netzwerken oder über Videochats aus. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eingeschlafene Freundschaften wieder aufleben zu lassen.

Lesen Sie auch: Coronavirus: So müssen Sie im Haushalt nun auf Hygiene achten.

Von diesen Putz-Tricks haben Sie noch nicht gehört

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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