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Der Spülschwamm sollte alle ein bis zwei Tage bei 60 Grad gewaschen werden. Foto: Andrea Warnecke

Der Countdown läuft - Wann Lappen und Zahnbürsten weg müssen

Das Putzen ist meist wöchentliche Routine. Aber die Putzlappen werden oft nicht gereinigt. So geht es uns mit vielen Dingen im Haushalt - wir nutzen sie, aber waschen oder tauschen sie quasi nie aus. Wann sollten Handtücher in die Wäsche und Zahnbürsten in die Tonne?

München (dpa/tmn) - Nahezu nicht sichtbare Essensreste in der Zahnbürste, Bakterien in der Gesichtscreme und Krankheitserreger im Spülschwamm - das ist ekelig und nicht gesund. Wie oft sollte man solche Produkte eigentlich austauschen oder zumindest waschen?

Putzlappen: Werden Spülschwämme und Putzlappen zu lange benutzt, verwandeln sie sich in einen Brutort für Krankheitserreger. Deshalb sollten Spülschwamm und Co. alle ein bis zwei Tage bei 60 Grad gewaschen werden, rät der Tüv Süd. Für viele Lappen heißt das: Waschen nach jedem Wochenputz.

Zahnbürsten: Alle drei Monate sollte eine Neue her, rät die Landeszahnärztekammer Brandenburg. Wer eine Erkältung überstanden hat, sollte die Bürste sofort wegschmeißen. Sonst läuft man Gefahr, sich direkt wieder anzustecken.

Handtücher: Mindestens ein- bis zweimal pro Woche sollten sie ausgetauscht und gewaschen werden. Die Handtücher kommen in die 60-Grad-Wäsche, am besten mit bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel, sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Betten: Nicht nur die Bezüge müssen regelmäßig gewaschen werden, auch Decke und Kopfkissen werden optimalerweise ab und an gereinigt. "Gerade bei Allergikern empfiehlt sich eine Bettenreinigung halbjährlich oder mindestens einmal im Jahr", sagt Siegfried Lange vom Deutsche Textilreinigungsverband. Von einer regelmäßigen Grundreinigung der Matratze rät der Fachverband Matratzen-Industrie ab. Denn gelangt dabei zu viel Wasser in das Material, kann der Kern Schaden nehmen, und die Gewährleistung erlischt.

Putzmittel: Wie lange sind diese Mittel eigentlich wirksam? Manche tragen zwar ein Haltbarkeitsdatum - allerdings halten Experten davon wenig. Putzmittel verlieren eigentlich ihre Wirkung auch nach Jahren nicht, wenn sie richtig gelagert wurden. Daher: Steht ein flüssiges Putzmittel schon viele Jahre herum, checkt man vor dem erneuten Benutzen am besten, ob der Inhalt sich verändert hat. "Sichtbare Produktveränderungen treten auf, wenn das Putzmittel zum Beispiel keine homogene Mischung mehr ist, also wenn sich das Öl vom Wasser trennt oder wenn es unangenehm riecht", erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. "Steht zum Beispiel das Vollwaschmittel in einer Wasserlache, funktionieren die waschaktiven Substanzen noch, aber die Bleiche nicht mehr."

Cremes: Wann Kosmetika in den Müll wandern müssen, verdeutlicht ein Symbol auf dem Etikett. In dem Bild eines geöffneten Tiegels steht eine Zahl, die die Haltbarkeitsdauer nach dem Öffnen angibt, zum Beispiel 4M für vier Monate. "Nur vergessen viele, wann sie die Creme aufgemacht haben", sagt Schwartau. "Deshalb sollte man gleich das Datum draufschreiben". Übrigens: Bei empfindlichen Cremes in Tiegeln greift man besser nicht mit den Fingern rein, sonst sammeln sich darin Keime. Schwartau empfiehlt, einen Spatel zu benutzen.

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