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Die Magellan-Fuchsie (Fuchsia Magellanica 'Ricartonii') gilt als winterhart. Ihre Blüten sind sehr zierlich.

Die Fuchsie

Altbekannter Balkongast wieder im Trend

Die Fuchsie kennen viele: Sie ziert schattige Balkone, ihre Blüten sind besonders intensiv rot, rosa, violett oder weiß. Aber irgendwie haben alle Pflanzenklassiker irgendwann einmal ein Problem: Sie wirken altbacken. Die Fuchsie hat diese Phase nun überstanden.

Was die Geranie für die pralle Sonne ist, das ist die Fuchsie für den Schatten: Ein Klassiker der Balkonbepflanzung. Doch mit der Zeit erlangten diese Pflanzen auch ein angestaubtes Image. Die Fuchsie findet nun zu neuer Beliebtheit, denn sie ist winterhart und hält sich das ganze Jahr.

Vor allem die Scharlachfuchsie (Fuchsia magellanica) ist dafür bekannt. Ihre Blüten der Scharlachfuchsie sind klein und spitz. Als zierlich und elegant beschreibt sie die Staudengärtnerin Gerhild Diamant aus Duisburg. "Und sie überzeugen durch einen langanhaltenden Blütenreichtum." Es kann auch schon mal eine Blüte der Halbsträucher zu Weihnachten vorkommen, Voraussetzung ist ein milder Herbst ohne Frost. Aber eigentlich frieren die oberirdischen Teile im Winter zurück, und im Frühjahr treiben sie aus dem Wurzelstock wieder neu aus, erklärt Karl-Heinz Saak von der Deutschen Fuchsien-Gesellschaft.

Gepflanzt werden diese Fuchsien im Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Die Pflanze kommt in eine etwa zehn Zentimeter tiefe Mulde, die mit etwas lockerer Erde, Laub und Geäst gefüllt wird, erklärt Diamant. Diese Schicht schützt im Winter die unteren Knospen. Außerdem bilden die unteren Triebe Wurzeln, der Wurzelkörper vergrößert sich folglich, und die Versorgung der Pflanze ist besser. Einen tiefen Schnitt erhalten die Fuchsien stets nach dem Winter, das lässt die unteren Knospen austreiben. Aber das ist nur machbar, wenn die Triebe den Winter überlebt haben.

Die Pflanzen stammen ursprünglich aus der Region von Mexiko bis Kap Hoorn in Chile, an den Anden entlang nach Süden. "Die Fuchsien für winterharte Züchtungen findet man vor allem in den oberen Gebirgsregionen", erläutert der Experte Saak. "In der Natur kommen die Fuchsien an feuchteren, schattigen Stellen vor", ergänzt Diamant. Im Garten bilden sie eine reiche Blüte im Halbschatten und in der Sonne. "Voraussetzung ist aber immer, dass die Pflanzen genug Wasser bekommen", betont die Staudengärtnerin. Saak empfiehlt, Nachbarn im Beet zu vermeiden, die viele Wurzeln bilden.

Hobbygärtner sollten regelmäßig düngen. "Am besten nimmt man einen Dünger mit wasserlöslichen Nährsalzen", sagt Saak. Er empfiehlt einmal wöchentlich einen Esslöffel oder zweimal wöchentlich einen Teelöffel Dünger, aufgelöst in zehn Liter Gießwasser.

Diamant empfiehlt besonders die Fuchsia magellanica var. molinae mit weißen Blüten und Fuchsia magellanica var. arauco mit weiß-violetten, kleinen Blüten. Wer eine Variante mit roten Blüten sucht, sollte die Sorte 'David' mit gedrungenem Wuchs oder 'Mrs Popple' mit rot-blauen Blüten nehmen. Eine weitere Empfehlung: 'Margret' in Kaminrot und Violett. "Etwas Besonderes ist Fuchsia regia ssp. reitzii", ergänzt Diamant. Diese Fuchsie ist eine Kletterpflanze.

dpa

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