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Schönheitsreparaturen dürfen auch Laien durchführen.

Fußbodenkratzer, Abnutzung, Streichpflicht

Diese Rechte haben Sie als Mieter beim Auszug

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Am Ende eines Mietverhältnisses kann es durchaus zu Auseinandersetzungen kommen. Welche Pflichten Sie als Mieter haben und was der Vermieter akzeptieren muss.

Auszüge kommen häufig ganz kurzfristig zustande oder laufen einfach chaotisch ab. Die Zeit zum Streichen oder Putzen fehlt, man will ja eigentlich auch nur noch weg in die neue Wohnung. Doch wozu sind Sie als Mieter eigentlich verpflichtet und was muss Ihnen der Vermieter durchgehen lassen?

1. Fußbodenkratzer

Laut Stiftung Warentest sind leichte Schäden an Fußböden, also etwa Kratzer im Parkett oder normale Abnutzung durch Druckstellen von Möbeln, Sache des Vermieters. Anders verhält es sich dagegen mit schwerwiegenden Schäden wie Brandlöchern, Wasser- oder Weinflecken. Hierfür muss der Mieter bezahlen.    

2. Abnutzung

Für kleinere Defekte in Wohnungen können Vermieter laut den Urteilen von Gerichten keinen Schadensersatz fordern. Dazu zählen beispielsweise verkalkte Duschköpfe oder Schäden beziehungsweise fehlende Teile an Haushaltsgeräten. 

Zur normalen Abnutzung gehören übrigens auch Kratzer an Badfliesen oder schwarze Fugen. Mieter sind nicht verpflichtet, diese zu weißen.

3. Grundreinigung

Hier gilt: Die im Mietvertrag getroffenen Vereinbarungen sind wörtlich zu nehmen. Wird eine "besenreine Übergabe" vereinbart, ist das auch so einzuhalten, so ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Grundreinigung, sondern verlangt vom Mieter lediglich, in der Wohnung zu kehren und den gröbsten Schmutz zu entfernen. Dazu zählen etwa Spinnweben im Kellerabteil, nicht aber das Putzen der Fenster.

4. Streichen

Schönheitsreparaturen, die im Mietvertrag vereinbart worden sind, darf der Mieter auch selbst durchführen. Der Vermieter hat das zu akzeptieren und darf nicht auf den professionellen Malermeister, also das "fachgerechte" Streichen pochen. Was in der Theorie klar geregelt ist, sorgt in der Praxis für ordentlich Zündstoff. Der Begriff "fachgerecht" ist einfach zu schwammig und führt häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Mieter und Vermieter. Letztere wollen häufig die Kaution einbehalten. 

5. Mängel im Anschluss an die Übergabe: Nachträgliche Haftung 

Mit der Schlüsselübergabe an den Vermieter ist der Auszug beendet. Will dieser danach aber noch Schäden geltend machen, kommt er zu spät. Was nicht Übergabeprotokoll steht, kann nicht bei möglichen Regressansprüchen berücksichtigt werden. Ein entsprechendes Urteil fällte das Landgericht Braunschweig bereits 1994 (Az. 6 S 175/94).  

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Von Matthias Opfermann

 

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