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Mittels der Thermografie können energetische Schwachstellen eines Gebäudes identifiziert werden. Dabei wird mit einer Infrarotkamera ein Wärmebild des Hauses erstellt.

Modernisierung

10 ultimative Energiespar-Tipps für Hausbesitzer

Ihr Haus hat schon einige Jahre oder Jahrzehnte auf dem Buckel? Sie möchten Ihre Immobilie energetisch auf Vordermann bringen? Dann profitieren Sie von unserem Energiespar-ABC:

Wie einer repräsentative Schwäbisch Hall-Umfrage ergeben hat, plant jeder dritte Eigentümer bei seiner Immobilie eine energetische Modernisierung. „Wer dabei die Bedeutung zentraler Begriffe kennt, kann eine energetische Modernisierung gezielter und effektiver angehen“, so Architekt Sven Haustein . Der Modernisierungs-Experte hat das folgende „Energiespar-ABC“ zusammengestellt.

1. Brennwertkessel

Diese modernen Heizungskessel nutzen nicht nur den Heizwert des eigentlichen Brennstoffs, sondern auch die Kondensationswärme der heißen Abgase. Auf diese Weise spart ein Gas-Brennwertkessel gegenüber einem konventionellen Niedertemperaturkessel bis zu 15 Prozent Energie.

2. EVKW

Diese Abkürzung steht für den Energieverbrauchskennwert, auch als Energiekennzahl bekannt. Der Wert besagt, wie viel Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche ein Gebäude benötigt. Je höher der Wert, desto schlechter die thermische Qualität der Außenhülle – in unsanierten Altbauten kann der über 200 liegen. Das entspräche einem Ölverbrauch von etwa 20 Liter pro Quadratmeter im Jahr. Zum Vergleich: Der EVKW eines Niedrigenergiehauses liegt zwischen 20 und 50, der eines Passivhauses unter 15. Hier reicht praktisch die Wärme vom Kochen und die Abwärme von Elektrogeräten wie TV und PC.

3. Hydraulischer Abgleich

Er sorgt dafür, dass jeder Heizkörper die jeweils benötigte Menge an Heißwasser erhält, unabhängig davon, wo im Heizkreislauf er sich befindet und unabhängig von den anderen Heizkörpern. Ist die Heizungsanlage nicht entsprechend „synchronisiert“, erhöht sich der Energieverbrauch spürbar. Daher sollte ein Fachmann in jedem Fall vor Inbetriebnahme des Heizsystems einen hydraulischen Abgleich des Heizsystems durchführen.

4. Lambda-Wert

Der Lambda-Wert (nach dem griechischen Buchstaben) bezeichnet die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes. Er beschreibt in definierter Zeit und bei bestimmtem Temperaturgefälle den Wärmefluss von der wärmeren zur kälteren Seite eines Dämmstoffes. Je niedriger der Lambda-Wert, desto besser die Dämmeigenschaften.

5. Lüftungskonzept

Weil Häuser – ob Neubau oder saniert – immer dichter werden, damit durch Fugen und Ritzen weniger Zugluft und so weniger Energieverluste entstehen, ist selbst beim einfachen Tausch von alten Fenstern gegen neue die Erstellung eines Lüftungskonzepts vorgeschrieben, damit immer für ausreichend Belüftung gesorgt ist. So wird festgelegt, ob Fensterlüftung oder Wanddurchlässe reichen oder eine automatische Lüftungsanlage nötig wird – im Idealfall mit Wärmerückgewinnung

6. Solarenergie

Solaranlagen wandeln Sonnenstrahlung in Energie um. Man unterscheidet zwischen Photovoltaik und Solarthermie: Photovoltaikanlagen erzeugen mittels Solarzellen Strom, der entweder im Haus selbst verbraucht oder gegen Vergütung ins Stromnetz eingespeist wird. Bei thermischen Solaranlagen wandeln Kollektoren die Sonnenenergie in Wärme um, die zur Warmwasserbereitung oder auch zur Heizungsunterstützung genutzt wird.

7. U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz: U-Wert (früher k- Wert), gibt Aufschluss über die Wärmedämmeigenschaften eines Bauteils (etwa eines Fensters). Je niedriger er ist, desto besser ist der Wärmeschutz.

8. Thermografie

Damit wird ein Verfahren zur Feststellung energetischer Schwachstellen eines Gebäudes bezeichnet. Dabei wird mit einer Infrarotkamera ein Wärmebild des Hauses erstellt, auf dem unterschiedlich warme Bauteile in verschiedenen Farben dargestellt sind. Eine Thermografie ist – ähnlich wie der Blower-Door-Test (Dichtheit der Gebäudehülle) ein sinnvoller erster Schritt, um eine energetische Sanierung zielgerichtet angehen zu können.

9. Wärmebrücken

Sie sind Schwachstellen eines Hauses, durch die besonders viel Wärme verloren geht. Solche kalten Bauteile sind auch besonders anfällig für Feuchteschäden und damit Schimmelbildung. Typische Wärmebrücken, die mit einer Thermografie zuverlässig aufgedeckt werden, sind etwa Balkone, Fensterrahmen, Heizkörpernischen oder Rollladenkästen.

10. WDVS

Wärmedämm-Verbundsystem nennt man eine mehrschichtige Konstruktion zur Dämmung von Außenwänden. Sie eignet sich gut zur nachträglichen Dämmung, wenn bei Altbauten ohnehin eine Fassadenerneuerung ansteht. Als Dämmstoff werden Materialien wie etwa Mineralwolle oder Polystyrol verwendet, die sich durch einen niedrigen Lambda- Wert, also geringe Wärmeleitfähigkeit, auszeichnen.

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