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Ruck, zuck zum Eigenheim? Ein Fertigbauhaus macht's möglich und ist sogar besonders energieeffizient.

Schnell & energieautark

Fertighäuser: Ruck, zuck zum Eigenheim?

München - Immer mehr Hausträume kommen aus der Fabrik: Die Fertighaus-Branche boomt, bietet individuelle Lösungen und ist zum Vorreiter des energieautarken Wohnens geworden.

Bei der Verwirklichung des Traums vom Eigenheim gibt es für angehende Bauherren viel zu beachten und zu organisieren. Angefangen bei der Planung, über die eigentliche Bauphase bis hin zum Innenausbau. „Der Bau eines Fertighauses bietet viele Vorteile gegenüber dem konventionellen Bauen. Einer davon ist die Bauabwicklung aus einer Hand“, so Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Die Planungsphase Möglichst frühzeitig müssen sich angehende Bauherren mit vielen Fragen auseinandersetzen: Wie finde ich ein passendes Grundstück? Wie finanziere ich den Hausbau? Wie komme ich an staatliche Fördermittel heran? Wie soll mein Haus aussehen? Welche technischen Finessen soll es enthalten? Und wie sehen meine Bedürfnisse in Zukunft aus? All das gilt auch für Fertighäuser, doch hier steht der Haushersteller den Bauherren bei allen Fragen zur Seite. „Die Entscheidung für den richtigen Baupartner, dem man vertrauen kann, ist wohl die wichtigste im ganzen Bauprozess. Eine erste Orientierung gibt hier zum Beispiel das Gütezeichen der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau“, erklärt Klaas.

Die Bauphase

Bevor der Aufbau eines Fertighauses auf der Baustelle beginnt, wird das Haus nach den Vorstellungen des Bauherrn im Werk gefertigt. Das heißt, die Bauelemente werden genau nach Plan so vorbereitet, dass sie später auf der Baustelle fehlerfrei zusammengesetzt werden können. Die Wandelemente werden heute computergestützt gefertigt, sodass viele unterschiedliche Varianten möglich sind, ohne dass die Maschinen langwierig umgerüstet werden müssen.

Kontrolle muss sein

Wichtig ist eine lückenlose Qualitätskontrolle. Wenn die Fertigung im Werk abgeschlossen ist, kann die heiße Phase des eigentlichen Hausaufbaus beginnen. „Diese Phase ist für die meisten Bauherren die spannendste, da hier der Traum endlich sichtbare Formen annimmt“, weiß Dirk- Uwe Klaas. Hier kümmert sich der vom Haushersteller bestellte Bauleiter um einen reibungslosen Ablauf. Zuerst werden die Außenwände samt Fenstern und Türen aufgestellt, dann werden die Innenwände hineingehoben, und schließlich wird das Dach aufgesetzt. Der Aufbau eines Fertighauses mit vorproduzierten Elementen dauert in der Regel höchstens zwei Tage.

Der Innenausbau

Steht das Traumhaus, geht es weiter mit dem Innenausbau. Elektrotechnik und Sanitäranlagen müssen installiert, Fußbodenbeläge verlegt und zahlreiche vorher festgelegte Ausstattungsdetails müssen umgesetzt werden. Bei einem Fertighaus kann man sich wahlweise für die schlüsselfertige Variante entscheiden oder selbst mit anpacken. Je nach Können, Zeit und Geld sollte man klären, welche Arbeiten des Innenausbaus man selbst übernehmen kann und möchte. Vor dem emotionalen Moment der Schlüsselübergabe steht auch bei einem Fertighaus die Bauabnahme. Hier begutachten Bauherr und Bauleiter gemeinsam das Haus. Sind alle Leistungen erbracht und keine Mängel festzustellen, steht dem Einzug in das neue Traumhaus nichts mehr im Wege. Ausführliche Informationen enthält das Bauherren- Handbuch „Moderne Fertighäuser“, ISBN-Nr. 978-3- 9814379-0-4, zu beziehen im Buchhandel.

Energieautark

Eine Vorreiterrolle haben die Unternehmen der Branche inzwischen in Sachen energieautarkes Wohnen eingenommen, nachdem sie zuvor schon das Niedrigenergiehaus vorangebracht haben. Das energieautarke Haus besitzt keinen Stromanschluss mehr, sondern erzeugt per Photovoltaik seine gesamte benötigte Elektrizität selbst. Eine Mülltonnenhäuschen große Lithium-Ionen-Batterie speichert den Strom für einen normalen Haushalt bis zu drei Wochen. Als Passivhaus kann auch über eine konventionelle Heizung verzichtet werden. Zur Sicherheit für alle Fälle dient ein Kaminofen. So lebt es sich unabhängig vom Ölpreis und von den Strom-Anbietern. Lediglich auf den Anschluss an die Trinkwasserversorgung und an die Kanalisation kann nicht verzichtet werden – die ist Pflicht. Aber wer sich die Erlaubnis für einen Brunnen in seinem Garten holt, kann sich auch hier noch einmal ein Stück unabhängiger machen.

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