Für eine schöne Forsythienblüte braucht es einen Schnitt.
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Für eine schöne Forsythienblüte braucht es einen Schnitt.

Gelbes Blütenkleid

Wann und wie werden Forsythien geschnitten?

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Forsythien sind jedes Jahr die Vorboten des Frühlings. Um die Blüte zu fördern und das Ziergehölz zu stärken, dürfen Sie den Rückschnitt nicht vergessen.

  • Forsythien sind die Vorboten des Frühlings.
  • Um die Blüte zu stärken, braucht es regelmäßig einen Rückschnitt.
  • Wir erklären, wie ein Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt funktionieren.

Sobald Forsythien ihr strahlend gelbes Blütenkleid zeigen, ist vielen klar: Der Frühling hat endlich begonnen. Kein Wunder, dass der Zierstrauch auch unter den wohlklingenden Namen Goldglöckchen oder Goldflieder bekannt ist. Nach ungefähr drei Jahren büßt die Pflanze allerdings in der Regel an Blütenpracht ein. Um der Forsythie zu neuer Stärke zu verhelfen, ist deshalb ein Schnitt angesagt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Forsythien zu schneiden?

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt von Forsythien (Forsythia x intermedia) ist direkt nach der Blüte, also im März oder April*. Danach bilden sich nämlich sofort wieder neue Triebe und Knospen fürs nächste Jahr. Wenn Sie erst im Sommer oder im Herbst den Schnitt vornehmen, würden die jungen Knospen erfrieren.

Auslichtungs- oder Erhaltungsschnitt der Forsythie

Nach der Blüte im März sollten Sie an Ihrer Forsythie alle zwei oder drei Jahre einen Auslichtungs- bzw. Erhaltungsschnitt vornehmen. Dabei werden die ältesten Triebe mit stark verästelten Zwergpartien in Bodennähe oder bis zu einer kräftigen Knospe oder einem jungen, kräftigen Seitentrieb eingekürzt. Bis zu drei alte Bodentriebe sollten insgesamt mit einer Astschere entfernt werden. Auch nach innen gerichtete Triebe werden an der Basis abgeschnitten. Bei stark verästelten Zweigen kürzen Sie diese bis zu einem ein- oder zweijährigen Langtrieb herunter.

Wenn Sie den Erhaltungsschnitt regelmäßig durchführen, verjüngen Sie Ihren Zierstrauch kontinuierlich und verhindern damit eine Vergreisung, die einen Verjüngungsschnitt nötig machen würde. Falls dieser aber doch nötig werden sollte, erklären wir Ihnen im folgenden Abschnitt, wie es funktioniert.

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Forsythie schneiden: So funktioniert der Verjüngungsschnitt

Ein Verjüngungsschnitt ist nötig, wenn die Forsythie nur noch ein dichtes Gestrüpp aus dünnen, blattlosen Zweigen ist, das kaum noch Blüte trägt. Das ist in der Regel der Fall, wenn kein Erhaltungsschnitt vorgenommen worden ist. Aber keine Bange: Deswegen ist die Forsythie noch nicht verloren. Mit einem Verjüngungsschnitt, der auf zwei bis drei Jahre aufgeteilt wird, bringen Sie wieder Lebensgeister in den Strauch. Anders als beim Auslichtungsschnitt findet dieser im Winter oder kurz vor der Blüte im Frühjahr statt.

Dabei lassen Sie vier oder fünf der kräftigsten Triebe stehen, während der Rest nur wenige Zentimeter über dem Boden radikal abgeschnitten werden. Bis zum nächsten Spätwinter haben sich dann neue Triebe gebildet, von denen Sie wiederum die schwachen entfernen. Die übrigen Jungtriebe kürzen Sie auf unterschiedliche Höhen ein, damit die Forsythie wieder eine schöne Krone bildet. Die alten Triebe, die Sie im Vorjahr noch stehen haben lassen, werden nun ebenfalls auf Bodennähe abgeschnitten. Spätestens im Jahr darauf sollten dann wieder schöne, gelbe Blüten an der Forsythie zu sehen sein.

Wichtig: Radikalschnitte an Gehölzen dürfen nach den Vorschriften des § 39, Absatz 5, Bundesnaturschutzgesetz zwischen 1. März und 30. September nicht vorgenommen werden*.

Anleitung: So schneiden Sie eine Forsythie richtig

Nun stellt sich Ihnen vielleicht die Frage, wo genau ein Forsythien-Zweig abzuschneiden ist. Schließlich kann diese über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wichtig ist also für Sie: Kappen Sie einen Trieb immer kurz oberhalb einer Knospe ab. Ein Abstand von zwei bis drei Millimetern ist wichtig, damit die Wunde wieder rasch verheilt und sich der Trieb weiterentwickeln kann. Wenn Sie zu nah an einer Knospe schneiden, trocknet diese jedoch ein. Wenn der Schnitt zu weit entfernt von der Knospe vorgenommen wird, sodass ein kurzer Stummel darüber übrig bleibt, kann es sein, dass der Trieb abstirbt, weil die Wunde nicht verheilt.

Sollte ein alter Trieb ausgelichtet werden müssen, schneiden Sie diesen auf Astring - das heißt der Schnitt erfolgt kurz vor einem kleinen Wulst, der sich zwischen dem Haupttrieb und dem Seitentrieb befindet. An dieser Stelle befindet sich nämlich eine hohe Konzentration an teilungsfähigem Gewebe, das bei der Wundheilung hilft.

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