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Eine Dame fand es wohl praktisch, ihre Wäsche bei dem schönen Wetter draußen aufzuhängen. So baumelten also neben Hosen und Pullis auch BHs und Strings von der Leine. Einem Nachbarn gefiel das gar nicht.

Nette Nachbarn 

Frau hängt Unterwäsche auf Balkon und erhält überraschenden Zettel

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Eine Dame fand es wohl praktisch, ihre Wäsche bei schönem Wetter draußen aufzuhängen. So baumelten also neben Hosen und Pullis auch BHs und Strings von der Leine. Einem Nachbarn gefiel das gar nicht.

München - Sie dachte sich nicht viel und freute sich vermutlich darüber, ihre frisch gewaschene Wäsche nicht im muffigen Heizungskeller aufhängen zu müssen. Doch tatsächlich gab es einen, dem das Betragen der Frau sauer aufstieß: Der Nachbar hatte was dagegen!

Nachbarn finden ja bekanntlich immer etwas zu nörgeln: Die Musik ist zu laut, die Hecke zu hoch oder das Auto falsch geparkt. Und wie das leider oft so ist, brachte auch der Nachbar in dieser Geschichte nicht den Mut auf, dem Störenfried seinen Frust direkt ins Gesicht zu sagen. Ein Zettel musste also her, auf dem fein-säuberlich vermerkt wurde, welches missbilligungswürdige Verhalten die Dame von nebenan sich hatte zuschulden kommen lassen:

„Hallo Nachbarin, könnten Sie in Zukunft bitte keine Unterwäsche auf Ihren Balkon hängen? Dies ist ein christliches Haus und unser Sohn soll frei von Scham und Versuchung aufwachsen!!!“

Wie hoch die Chancen stehen, dass der Nachbar mit diesem Zettel sein Ziel erreichte, können Sie sich ausrechnen. Denn was tun Menschen mit solchen Zetteln? Richtig - sie fotografieren sie ab und stellen sie auf Twitter. Dort macht sich dann eine spottende Meute über ihn her, und besagte „Nachbarin“ wird vermutlich weiterhin in aller Seelenruhe ihre Unterhosen, BHs und Strings auf ihrem Balkon aufhängen. Denn sie weiß natürlich, dass das von einem Twitter-User zitierte „11. Gebot“ nicht existiert.

Und der Sohn? Der wird hoffentlich in Zukunft ganz genau hinsehen und von seiner Nachbarin lernen, denn Wäsche, die an der frischen Luft trocknen konnte, riecht einfach frischer!

Dass eine solche „Zettelwirtschaft“ ab und an dann aber doch Wirkung entfalten kann, zeigte einst der „öbszönste Nachbar-Zettel Münchens“, auf dem der Addressat als „Lustmolch“ tituliert wurde. Dieser Nachbar war seinerzeit erfolgreich und durfte sich über eine Reaktion des besagten „Lustmolchs“ freuen. Überhaupt scheint Sex ein beliebtes Thema solcher ominöser Zettel zu sein. Ende 2016 wurde zum Beispiel ein weiteres interessantes Exemplar im Lehel gesichtet: „ER für Notfälle“. „Er“ bezeichnete sich in diesem Fall selbst als „Zauberer“, der „nagelt sauber und diskret“. Das hätte der „Lustmolch“ von oben vielleicht auch mal ausprobieren sollen. Dann hätte er am nächsten Tag auch keinen empörten Zettel seines Nachbarn an seiner Tür hängen gehabt.

lg

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