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Hoch ist es nicht zu spät, Blumenzwiebeln von Frühblühern einzupflanzen. Foto: Nestor Bachmann

Das geht auch jetzt noch

Frühblüher vergessen? Pflanzung im Dezember noch nachholen

Viele Menschen warten schon jetzt sehnsüchtig auf sie: Tulpen, Narzissen und Schneeglöckchen werden die ersten Frühlingsboten sein. Für die Blumenpracht im Garten muss man sie aber spätestens im November eingesetzt haben. Das wurde vergessen? Es gibt eine Lösung.

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Der Gartenboden ist rund um Weihnachten meist zu kalt, um die Zwiebeln von Frühblühern wie Narzissen und Tulpen zu pflanzen. Für die Wurzelbildung werden fünf bis acht Grad Bodentemperatur benötigt, erklärt die Bayerische Gartenakademie.

Wer vergessen hat, die Frühlingsboten rechtzeitig zu setzen, hat allerdings noch eine Chance im Dezember: Auch im Topf könne eine späte Pflanzung durchaus noch Erfolg haben, so die Gartenexperten.

Der Topf darf aber nicht zu klein sein. Die Akademie rät zu Gefäßen ab zwölf Zentimeter Durchmesser. Und die Zwiebeln brauchen für einige Wochen Wärme- und Kältereize. Zunächst sollten die Gefäße für drei bis vier Wochen in einer Umgebung mit acht bis zehn Grad stehen, damit die Wurzelbildung angeregt wird. Im Grunde werden die letzten warmen Herbsttage damit nachgespielt - also die Zeit, in der die Zwiebeln eigentlich in den Gartenboden kommen.

Dann benötigen die meisten Frühblüher eine Kältephase um null Grad. Es liegt nahe, dass man die Töpfe dann einfach ins Freie stellen kann. Optimal ist aber ein geschützter Standort auf dem Balkon mit Winterschutz oder im Gewächshaus - damit es den Zwiebeln auch nicht zu frostig wird. Dort bleiben die Pflanzen für rund zwölf Wochen. Dann kommen sie wieder an einen wärmeren, hellen Ort mit rund zehn Grad - was schon der Garten sein kann. Die Pflanzen treiben nun aus.

Im Topf brauchen die Frühblüher lockere und durchlässige Blumenerde. Während im Garten geraten wird, verschiedene Zwiebeln in bestimmten Abständen und Tiefen zu setzen, gilt das bei der späten Pflanzung im Topf nicht, betonen die Gartenexperten. Allerdings sollte das Gefäß so tief sein, dass sich die Wurzeln ausreichend entwickeln können.

Wer ein tieferes Gefäß besitzt, kann sogar mehrere Lagen von verschiedenen Pflanzenzwiebeln übereinandersetzen. Man spricht hier von der Lasagne-Methode, denn die Zwiebeln werden wie die Zutaten einer Lasagne geschichtet.

Die Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz raten, erst eine drei Zentimeter hohe Drainageschicht in den Kübel zu geben. Diese besteht aus feinem Kies, Blähton oder Tonscherben und sorgt dafür, dass Regen- und Gießwasser gut ablaufen - zu viel Feuchtigkeit lässt die Zwiebeln faulen. Dann folgt eine rund fünf Zentimeter hohe Schicht Blumenerde, anschließend kommen größere Zwiebeln wie die von Narzissen in den Kübel. Sie werden komplett von Erde umgeben. Es folgen Tulpenzwiebeln und obenauf die kleinsten Zwiebeln, zum Beispiel von Krokus, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthe, Blausternchen und Winterling. Eine fünf Zentimeter hohe Schicht Blumenerde deckt das Ganze dann ab.

Tipp der Bayerischen Gartenakademie

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