Drei Fehler bei der Rasenbewässerung, die das Gras im Sommer ruinieren können
Ein Rasen will gut mit Wasser versorgt werden, ansonsten wird aus dem satten Grün schnell ein unansehnliches Braun. Dabei passieren schnell Fehler.
Jeder Gartenbesitzer träumt von einem sattgrünen, kräftigen Rasen. Doch im Sommer verwandelt sich so manches Grün in ein unansehnliches Braun. Schuld daran sind oft Fehler bei der Bewässerung, die sich vor allem bei sengender Sommerhitze fatal auf die Gesundheit Ihres Rasens auswirken können. Worauf Sie bei der Rasenbewässerung achten sollten.

1. Den Rasen täglich, aber nur kurz bewässern
Während Trockenperioden sollten Hobbygärtner ihren Rasen nicht täglich, sondern ein- bis zweimal pro Woche intensiv bewässern. Oberflächliches Bewässern führt dazu, dass das Wasser nicht bis zu den Wurzeln gelangt und der Rasen schneller austrocknet. Das gilt auch für andere Pflanzen im Garten, die während der Sommerhitze genügend Wasser benötigen. Tief wurzelnde Gräser sind effektiver, um Wasserreserven zu nutzen und das Wachstum von Unkraut zu verhindern.
Der Wasserbedarf des Rasens hängt vom Bodentyp ab, wobei
- sandige Böden 10-15 Liter pro Quadratmeter und
- lehmige Böden 15-20 Liter benötigen.
Lehmige Böden können einmal pro Woche bewässert werden, während sandige Böden alle drei bis vier Tage Wasser benötigen. Im Herbst kann eine regelmäßige Bewässerung erforderlich sein, insbesondere bei lang anhaltenden Trockenperioden. Es ist wichtig, den Rasen ausreichend mit Wasser zu versorgen, da ein Quadratmeter Rasen während des Sommers bis zu vier Liter Wasser pro Tag verdunsten kann.
2. Zur falschen Tageszeit bewässern
Der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu bewässern, sind die frühen Morgenstunden zwischen drei und sechs Uhr. Die Bodentemperatur ist zu dieser Zeit am kühlsten, was die Verdunstung des Wassers reduziert. Das Bewässern am Abend ist ungünstig, da das aufgeheizte Erdreich das Wasser an der Oberfläche verdunsten lässt und die Graswurzeln nicht erreicht werden. Abendliche Bewässerung begünstigt auch Pilzerkrankungen, da die Feuchtigkeit in Verbindung mit den nächtlichen Temperaturen optimale Bedingungen für das Wachstum von Pilzen schafft.
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Das Bewässern zur Mittagszeit sollte vermieden werden, da die Kombination aus Sonne und Feuchtigkeit Verbrennungen des Rasens verursachen kann. Die Wassertropfen wirken wie eine Lupe, die das Licht bündelt und die Sonnenstrahlen verstärkt.
3. Frisch gesäten Rasen zu wenig bewässern
Nach der Neuaussaat oder der Anlage eines Zierrasens ist es wichtig, das Saatgut konstant feucht zu halten, um das erfolgreiche Keimen der Rasensamen zu gewährleisten. Der frisch ausgesäte Rasen sollte idealerweise einmal täglich für etwa zehn Minuten bewässert werden. Nach drei Wochen können die Bewässerungsintervalle verlängert werden. Auch bei neu verlegtem Rollrasen ist es entscheidend, ihn täglich mit 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter zu bewässern, bis er gut im Boden verwurzelt ist.
Nach dem Düngen sollte der Rasen ausreichend bewässert werden, idealerweise für 20 bis 30 Minuten. Dadurch werden die Düngekörner auf den Gräsern in den Boden gespült und lösen sich auf, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Die Bewässerung spielt also eine wichtige Rolle sowohl beim Keimen der Rasensamen als auch bei der Aufnahme von Nährstoffen aus dem Dünger.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Andrea Stettner sorgfältig überprüft.