Experte warnt

Darum sollten Sie Pflanzen wie Kirschlorbeer und Bambus schleunigst aus dem Garten entfernen

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Sind Sie auch ein Fan von Kirschlorbeer, Bambus oder Forsythien? Damit sind sie nicht allein. Ein Experte warnt allerdings davor, sich diese Pflanzen im Garten zu halten.

Wer Pflanzen für seinen Garten aussucht, entscheidet oft danach, wie pflegeleicht sie sind oder wie schön sie im Frühjahr und Sommer blühen könnten. Darum sind zum Beispiel Kirschlorbeer und Forsythien besonders beliebt. Aber auch der Bambus ist derzeit in Mode und wird darum häufig gepflanzt. Ein Experte kritisiert diese Wahl aber nun aus einem anderen Gesichtspunkt: Diese Pflanzen – und viele andere – seien für die Umwelt nutzlos und sollten darum nach und nach aus unseren Gärten verschwinden.

Gartenpflanzen: Harsche Kritik an Kirschlorbeer, Bambus und Forsythie

„Wer Kirschlorbeerhecken pflanzt, begeht ein Verbrechen an der Natur“, stellt NABU-Geschäftsführer Sönke Hoffmann mit klaren Worten fest. Selbst eine Betonmauer sei ökologisch wertvoller, da auf ihr mit der Zeit Flechten und Moose wachsen. Der Kirschlorbeer hingegen könne Vögeln gerade mal als Unterschlupf dienen, biete aber keinerlei Nahrung für die Tierwelt. „In den vergangenen Jahren gab es eine Inflation dieser Sträucher, gemeinsam mit den ebenfalls exotischen Rhododendren verdrängen sie heimische Pflanzen. Damit verschwindet die Nahrungsgrundlage für Insekten und damit die Babynahrung vieler Vögel.“

Ähnlich steht es beim Bambus: Als Hecke diene er zwar als Sichtschutz, für Insekten halte er allerdings keine Nahrung bereit und eigne sich auch nicht als Nistplatz. Forsythien hingegen würden zwar in der Zeit blühen, in der Jungbienen auf der Suche nach Nahrung sind, allerdings produzieren die Blüten des Strauchs keine Pollen oder Nektar.

Folgende Pflanzen und Blumen haben für Insekten und Tiere kaum Nutzen:

  • Bambus
  • Dahlien
  • Flieder
  • Forsythie
  • Gefüllter Schneeball 
  • Geranien
  • Hortensie
  • Kirschlorbeer 
  • Perückenstrauch
  • Pfingstrose
  • Rhododendron
  • Scheinhasel
  • Thuja
  • Zierkirsche 

Bei manchen exotischen Pflanzen ist zudem vorprogrammiert, dass sie im heimischen Garten oder in der Wohnung nicht lange überleben, sofern nicht entsprechende Bedingungen geschaffen werden. Wer sich heimische Pflanzen kauft*, kann davon ausgehen, dass diese mit den Standortbedingungen besser zurechtkommen, wie auch 24garten.de erklärt.

Auch interessant: So retten Sie selbst im heimischen Garten die Bienen.

Diese Gartenpflanzen sorgen für mehr Artenvielfalt

Wer seinem Garten etwas Gutes tun möchte, sollte laut Experten lieber auf einen naturnahen Garten mit einheimischen Blumen, Stauden, Sträuchern und Bäumen setzen. Darin finden zum Beispiel Vögel eine Vielzahl an Früchten und Samen, zudem werden Insekten angelockt. Mit fremdländischen Pflanzen und deren Früchte können hiesige Vögel hingegen nichts anfangen, wie der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) erklärt. Zudem seien Zierpflanzen in der Regel von vornherein auf Unfruchtbarkeit gezüchtet und hätten somit keinen Nutzen für Insekten. Zu tier- und insektenfreundlichen Pflanzen für den Garten zählen unter anderem Brombeere, Eibe, Hainbuche, Haselnuss, Liguster, Roter Hartriegel, Schlehe, Vogelbeere und Weißdorn. (fk) *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Artenvielfalt im eigenen Garten

Einen naturnahen Garten kann sich jeder gestalten. Tipps dazu finden Sie im Buch „Heimische Wildstauden im Garten: Attraktiv und naturnah“ (werblicher Link).

Lesen Sie auch: Artenvielfalt: So sorgen Sie für blühendes Leben im heimischen Garten und auf dem Balkon.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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