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„Gelbsucht“ bei Heidelbeeren oder Rhododendron - so beugen Sie dem Mangel vor

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Von: Franziska Kaindl

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Auf einer Plantage hängen an einem Strauch Heidelbeeren.
Nicht immer sind die Blätter der Heidelbeer-Pflanze so grün. © dpa/Christophe Gateau

Pflanzen können auch von Gelbsucht betroffen sein - zum Beispiel Rhododendron. Sie wird durch einen Nährstoffmangel ausgelöst. Was Sie vorbeugend dagegen tun können.

Gelbsucht kennt man hauptsächlich beim Menschen: Durch eine erhöhte Konzentration von Bilirubin, einem gelben Gallenfarbstoff, kommt es zu einer Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten sowie der Lederhäute der Augen. Doch auch Pflanzen kennen die Gelbsucht: Häufig tritt sie im Sommer auf, wenn sich die Blätter verschiedener Pflanzenarten in ein helles gelb-grün verfärben.

Gelbsucht: Diese Pflanzen betrifft es am häufigsten

Die Gelbsucht, auch Chlorose genannt, taucht am häufigsten bei Amberbäumen (Liquidambar), Kletterpflanzen wie Kiwi oder Blauregen (Wisteria), Morbeetpflanzen wie Rhododendron, Azalee, Hortensien oder Beerensträuchern, insbesondere Heidelbeeren auf, wie die Gartenakademie Rheinland-Pfalz informiert.

Gelbsucht bei Pflanzen: Das ist die Ursache

Die Gelbfärbung der Blätter rührt laut Gartenakademie von einem Eisenmangel in den Blättern her. Dieser sorgt für eine schlechte Ausbildung oder Zerstörung des Blattgrüns, auch Chlorophyll-Effekt genannt. Eisen sei für viele Pflanzen erst ab einem ph-Wert von unter 6 im Boden verfügbar - das betreffe vor allem Rhododendren. Bei einem ph-Wert darüber kann kein Eisen aufgenommen werden, selbst wenn es ausreichend im Boden verfügbar wäre. Aber auch ein hoher Phosphorgehalt verhindere, dass Pflanzen das Eisen im Boden aufnehmen.

Besonders in Rheinland-Pfalz sei die Gelbsucht bei Pflanzen häufig anzutreffen, so die Gartenakademie. Schuld seien die kalkhaltigen Böden und Leitungswasser sowie Kali- oder Stickstoffmangel oder verdichtete Böden.

Wie äußert sich Gelbsucht bei Pflanzen?

Die Chlorose beginnt an den jüngsten Blättern und greift dann auf die älteren Blätter über. Bei einem besonders starken Fall von Gelbsucht fallen sie dann noch im Laufe des Sommers ab. Eine solche Schwächung der Pflanze kann weitere Folgen haben: verminderter Wuchs, eingeschränkte Blüte oder eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber anderen Krankheitserregern.

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So beugen Sie der Gelbsucht bei Pflanzen vor

Um einem Eisenmangel vorzubeugen, lohnt es sich, die Standortbedingungen so gut wie möglich zu verbessern und es den Pflanzen damit zu erleichtern, die vorhandenen Nährstoffe aufzunehmen. Das können Sie laut Gartenakademie tun:

Wichtig ist es, dass Sie den pH-Wert des Bodens regelmäßig überprüfen und danach Ihre Maßnahmen ausrichten bzw. anpassen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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