Es rauscht, wenn der Wind sie erfasst: Gräser wie das Chinaschilf (Miscanthus sinensis &#39Silberfeder&#39) bestimmen die Geräuschkulisse im Garten. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn
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Es rauscht, wenn der Wind sie erfasst: Gräser wie das Chinaschilf (Miscanthus sinensis 'Silberfeder') bestimmen die Geräuschkulisse im Garten. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn
Die Blüten des Hohen Pfeifengras (Molinia arundinacea &#39Karl Foerster&#39) sind erst bronzefarben und werden im Herbst dann gelb. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Die Blüten des Hohen Pfeifengras (Molinia arundinacea 'Karl Foerster') sind erst bronzefarben und werden im Herbst dann gelb. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Gerade für Vögel wie den Haussperling sind Gräser besonders wertvoll. Sie fressen die reifen Samen - hier von einem Rohr-Pfeifengras. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Gerade für Vögel wie den Haussperling sind Gräser besonders wertvoll. Sie fressen die reifen Samen - hier von einem Rohr-Pfeifengras. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Das Gamba-Gras bringt optisch Stabilität in eine Kombination mit Blühpflanzen aus der Prärie. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Das Gamba-Gras bringt optisch Stabilität in eine Kombination mit Blühpflanzen aus der Prärie. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Einen strahlenden Bronzeton bringt das Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha) ins herbstliche Farbenspiel. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Einen strahlenden Bronzeton bringt das Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha) ins herbstliche Farbenspiel. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Das Lampenputzergras trägt markante Blüten. Foto: Andrea Warnecke
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Das Lampenputzergras trägt markante Blüten. Foto: Andrea Warnecke

Traum für Hobbygärtner

Gräser im Garten sind unkompliziert

Im Sommer sind sie nur schmückendes Beiwerk im Beet, aber im Herbst und Winter werden Gräser zum Hingucker. Warum es sich lohnt, die schlanken Pflanzen in den Garten zu holen.

Ingolstadt (dpa/tmn) - Der Herbst ist wohl die schönste Jahreszeit für Gräser. Dann lässt die Sonne ihre Halme, Blätter und Rispen in Rot, Gelbbraun, Grüngelb, Dunkelgrün oder gebrochenem Weiß erstrahlen.

Die ersten kalten Nächte setzen bis zum Morgen Eiskristalle auf ihnen ab, der Herbstregen seine schweren Tropfen. Und nicht zuletzt der Wind: Er bringt die Horste zum Rauschen.

Auch wenn Gräser im Herbst ins Auge der Betrachter rücken, sie bieten die ganze Gartensaison über etwas an. Und sie sind so herrlich unkompliziert - gute Gewächse für Hobbygärtner mit wenig Erfahrung. "Pflanzen, gießen und wachsen lassen", lautet der einfache Pflegetipp von Hanne Roth, Landschaftsarchitektin aus Ingolstadt.

Sonst steht nur noch ein Rückschnitt an, idealerweise im Frühling. "Am einfachsten ist es, wenn man irgendwo im Garten ein paar Schneeglöckchen hat", rät Buchautorin Brigitte Röde. Deren Blüte gibt den optimalen Zeitpunkt für diese Arbeit vor.

Warum sollte man Gräser pflanzen?

Neben ihrer herbstlichen Optik fungieren sie als verbindendes Element in der Gartengestaltung. Gerade auch in modernen Umgebungen sind sie sinnvoll: Sie greifen die Geradlinigkeit der Architektur auf und setzen sie im Garten fort.

Gerne wird aber auch davon gesprochen, dass ein Garten durch Gräser natürlicher wirke. Das klingt erst mal komisch, ist aber nachvollziehbar: Reine Beete voller Blühpflanzen kommen so in der Natur eigentlich nicht vor. Stattdessen ist es immer eine Kombination von verschiedenen Bepflanzungen. Im Garten lässt sich das mit Gräsern gut nachstellen und die Beete auflockern, erläutert Landschaftsarchitektin Roth.

Welche Gräser empfehlen die Experten?

Ein Gras mit roter Herbstfärbung, das flächendeckend wächst, ist das Japanische Blutgras (Imperata) - ein Tipp von Brigitte Röde. Die Rotfärbung beginnt erst in den Spitzen und steigert sich im Laufe des Herbstes bis an die Basis. Besonders eindrucksvoll sieht das aus, wenn die Halme im Gegenlicht betrachtet werden.

Einen Bronzeton bringt das Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha) ins Farbenspiel. Zusammen mit den Blütenständen des Chinaschilfs der Sorte 'Kleine Fontäne' (Miscanthus sinensis) verleiht es den Beeten eine edle Note.

Roth rät insbesondere zum Tautropfengras (Sporobolus). Es zeichnet sich durch Blüten aus, die ab August mit ihren grazilen Blütenrispen einen honigartigen Duft verbreiten. Gängig ist auch das Hohe Pfeifengras (Molinia arundinacea), das je nach Sorte bis zu zwei Meter hoch werden kann und im Herbst goldgelb wird, sowie das Lampenputzergras (Pennisetum arundinacea).

Mit welchen Blühpflanzen passen gut zu Gräsern?

"Prärieartige Pflanzungen mit Sonnenhut (Rudbeckia), Sonnenbraut (Helenium) und mehrjährigen Sonnenblumen (Helianthus) haben einen wiegenden Charakter", sagt Röde. Ihre kräftigen Blüten auf weichen Stielen bewegen sich im Wind - ähnlich wie Gräser. Gut passt dazu etwa das Gamba-Gras (Andropogon gerardii) mit seinem straff aufrechten Wuchs, der optisch Stabilität in das Präriebeet bringt.

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