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Eine Hausratversicherung deckt die wichtigen Schäden ab. So steht nach einem Totalschaden keiner vor dem Nichts.

Schutz regelmäßig überprüfen

Hausratpolice: Ein Wechsel kann sich lohnen

Geld weg, Laptop weg, Schmuck weg. Nach einem Einbruch ist nicht nur der Schock sondern oft auch der finanzielle Schaden riesig. Einzig und allein die richtige Versicherung hilft in so einer Notsituation:

Reicht die Versicherungssumme? Ist alles Nötige enthalten? Die Stiftung Warentest rät Verbrauchern in ihrer aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“, ihren Hausratschutz regelmäßig zu überprüfen.

Pauschalpreis nach Fläche bietet Vorteile

Der erste Blick in den Vertrag gilt der Versicherungssumme. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Der Normalfall ist eine vereinbarte Summe, die dem Wert des versicherten Hausrats entsprechen soll. Tut sie das nicht, wird gekürzt. Ein Fall: Wert 100 000 Euro, Versicherungssumme 75 000 Euro. Beim Totalschaden gibt es 75 000 Euro. Aber auch bei einem Kleinschaden von 1000 Euro gibt es nur 750 Euro.

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Abhilfe schafft eine Flächenpauschale. Da wird der Hausrat miteinem festen Betrag pro Quadratmeter versichert. Beträgt die Versicherungssumme 75 000 Euro, bei einem Hausrats-Wert von 100 000 Euro, werden bei einem Totalschaden auch nur 75 000 Euro übernommen. Schäden unter der Versicherungssumme werden aber voll bezahlt. Wichtig hier: Die Pauschale wird nach Wohnfläche berechnet, Balkon, Garage, Keller und Speicher gehören nicht dazu. Dennoch ist der Hausrat auch in diesen Räumen mitversichert.

Kleine Wohnungen: Summen zu niedrig

In vielen Verträgen erhöht eine Vorsorgeklausel die Summe meist um 10 Prozent. Für Kosten wie Entsorgung, Transport, Aufräumen gibt es weitere 10 Prozent. Aber in kleinen Wohnungen mit teurem Hausrat reicht die Pauschalsumme oft trotzdem nicht. Kunden sollten sie deshalb erhöhen.

Einige Versicherer bieten statt der Pauschale eine Entschädigungsgrenze. Diese Grenze liegt mit 200 000 Euro zum Teil sehr deutlich über üblichen Versicherungssummen (zwischen 70 000 und 80 000 Euro). Das kann sich trotzdem lohnen: Der Top-Vit Tarif der GVO ist rund 30 bis 50 Euro teurer als günstige Tarife. Er bietet aber laut Finanztest erheblich mehr Leistungen.

Im Zweifel sollte man das Inventar schätzen

Bei großen Wohnungen mit wenig Hausrat führt die Pauschale zu überhöhten Versicherungssummen. Dann ist es günstiger, die Summe selbst zu schätzen. Das heißt: Zimmer für Zimmer Inventur machen. Dabei zählt nicht der Zeitwert, sondern der Neuwert der Sachen – das, was sie heute im Laden kosten, auch bei Möbeln oder Kleidung, egal ob sie neu sind, vom Flohmarkt oder von der Oma geschenkt.

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Grundschutz reicht in den meisten Fällen

Nächster Punkt ist der Umfang der Versicherung. Ist der alte Vertrag ein Basis- oder ein Luxustarif? Die teuren Angebote heißen oft Komfort, Plus oder Premium. Die günstigen Basistarife umfassen den Grundschutz, der meist reicht. Er gilt für Schäden nach Einbruch, Raub, Vandalismus, Brand, Schäden durch Leitungswasser, Sturm und Hagel. Versichert ist der Hausrat: Möbel, Teppiche, Elektrogeräte, Kleidung, Musikinstrumente, Wertsachen. Der Schutz deckt die wichtigen Schäden ab, sodass keiner nach einem Totalschaden vor dem Nichts steht.

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Immer auch ans Fahrrad denken

Zwei Fälle sollten in der Hausratpolice enthalten sein. Notfalls sollte man den Grundschutz erweitern. So hat es Finanztest getan.

Überspannung: Wenn Blitze zum Beispiel eine Überlandleitung treffen, entstehen Spannungsspitzen. Sie können Elektrogeräte beschädigen. Viele Basistarife versichern dies inzwischen ohne Aufpreis mit.

Fahrräder: Die Tarife für den Modellhaushalt versichern den Diebstahl von Fahrrädern von der Straße mit mindestens 2000 Euro. Der Grundschutz versichert Räder sonst nur in geschlossenen Räumen.

Belege bei Freunden in Obhut geben

Am Ende des persönlichen Hausratchecks stehen die Belege. Besonders bei Wertsachen und teuren Elektrogeräten sollte man den Besitz nachweisen können. Aussagekräftig sind Kassenbelege, Quittungen, Garantiescheine, Reparaturrechnungen. Hat die Versicherung dann noch Zweifel, sind Fotos hilfreich.

Weil – etwa bei einem Brand – die Unterlagen leicht vernichtet werden, empfiehlt es sich, sie separat aufzubewahren, am besten bei Freunden oder in einem Bankschließfach, damit sie nicht mit den versicherten Gegenständen zerstört werden.

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