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Anders als die Wildpflanzen eignen sich Kulturheidelbeeren auch für den Anbau. Die Pflanzen bevorzugen saure Böden.

Heidelbeerpflanzen brauchen sauren Boden

Als Wildfrucht wachsen Heidelbeerpflanzen normalerweise in Wäldern oder Moor- und Bergheiden. Die Kulturheidelbeere findet hingegen auch ihren Platz im Garten. Dort stellt sie jedoch hohe Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens.

Bonn - Die Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum L.) ist eigen: Sie ist ursprünglich eine Moorpflanze und braucht daher einen humosen und sauren Boden. Der pH-Wert liegt am besten bei 3,5 bis 4,5, erklärt der Verbraucherinformationsdienst aid.

Normale Gartenerde erfüllt diese Bedürfnisse üblicherweise aber nicht. Hobbygärtner sollten daher Sand und Rindenmulch von Nadelbäumen für die Heidelbeere mischen und in das Pflanzloch geben.

Eine Alternative ist spezielle Rhododendronerde aus dem Handel. Dazu wird die Baumscheibe am besten mit einer lockeren, rund zehn Zentimeter dicken Schicht etwa aus Nadelstreu, Laub oder Rindenmulch abgedeckt. Diese Schicht hält den Boden sauer und muss alle zwei bis drei Jahre erneuert werden

Ist die Erde besonders kalkhaltig, sollte das Pflanzloch sogar mit einer Teichfolie ausgekleidet werden, bevor das Erdgemisch und die Pflanze hineinkommen. Ob das der Fall ist, klärt eine Bodenuntersuchung. Gedüngt wird in den ersten Jahren grundsätzlich mit einem stickstoffbetonten Dünger, etwa spezieller Heidelbeer- oder Rhododendrondünger aus dem Gartenfachhandel. Der Standort ist am besten vollsonnig.

Die Heidelbeere, auch als Blaubeere bekannt, ist die Frucht des Jahres 2015, gewählt von der Initiative International Fruit Day. Das Obst enthält unter anderem viele Mineralien wie Eisen, Kalzium und Kalium, Carotin, Vitamin C und E. Die Kulturheidelbeere mit weißem Fruchtfleisch stammt eigentlich aus Nordamerika, in Deutschland heimisch ist die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) mit dunkelblauem bis schwarzem Fruchtfleisch hat.

Initiative

aid-Infos zur Heidelbeere

dpa

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