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Im vergangenen Winter mussten die Mieter mehr Geld fürs Heizen bezahlen.

Heizkosten stark gestiegen - Erhöhungen drohen

Berlin - Mieter müssen immer höhere Ausgaben für das Heizen verkraften. Die Kosten für den vergangenen Winter stiegen bei Ölheizungen um mehr als ein Drittel. Die Gasversorger kündigen neue Preiserhöhungen an.

Die Kosten für ölbeheizte Häuser stiegen 2010 um rund 35 Prozent, bei Erdgas und Fernwärme fiel der Anstieg weniger drastisch aus, ergab der am Mittwoch in Berlin veröffentlichte bundesweite Heizspiegel von “co2online“ und Deutschem Mieterbund. Dafür wurden bundesweit knapp 88 000 Gebäudedaten ausgewertet - Mieter in Deutschland mussten daher teils mehrere hundert Euro nachzahlen.

Das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl kostete im vergangenen Jahr durchschnittlich 850 Euro. Das waren 220 Euro (plus 34,9 Prozent) mehr als 2009. Mieter mit Erdgasheizungen zahlten 805 Euro und damit 20 Euro mehr (plus 2,5) als im Vorjahr. Die Heizkosten für Fernwärme stiegen um 20 Euro auf 880 Euro (plus 2,3). Grund war vor allem der harte Winter und damit eine lange Heizperiode.

Weitere Erhöhungen im Herbst

Auch für die kommende Heizsaison ist keine Entspannung in Sicht. “Gegenüber dem Vorjahr sind die Heizölpreise in diesem Jahr weiter gestiegen - im Schnitt um 25 Prozent“, sagte der Geschäftsführer von co2online, Johannes Hengstenberg. Die Gaspreise lägen knapp vier Prozent höher als 2010 und Fernwärme sei fast sieben Prozent teurer.

Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten betonte, dass ein Viertel aller Gasversorger für den Herbst weitere Erhöhungen von im Schnitt elf Prozent angekündigt haben. Deshalb bleibe die energetische Sanierung von Wohngebäuden unverzichtbar, um Energie einzusparen. 40 Prozent der Energie wird im Gebäudebereich verbraucht. “Nur so können Eigentümer sich und ihre Mieter auf lange Sicht unabhängig von der Energiepreisentwicklung machen“, sagte Siebenkotten.

dpa

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