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So ist's richtig: In einer beschichteten Pfanne ist Kochbesteck aus Holz das Mittel der Wahl. Foto: Florian Schuh

Holz statt Metall: So kommen keine Kratzer in die Pfanne

Aus Versehen zum Metallschaber gegriffen - schon sind in der Pfanne Kratzer. Für die Gesundheit ist das erst einmal keine Gefahr. Höchstens bei sehr großer Hitze kann es kritisch werden.

Düsseldorf (dpa/tmn) - In einer beschichteten Pfanne hantieren Hobbyköche idealerweise mit Kochbesteck aus Holz oder Kunststoff. Denn Metall kann die Beschichtung beschädigen, erklärt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Kunststoff kann sich ab einer gewissen Temperatur aber zersetzen. "Deshalb ist Holz das Mittel der Wahl." Franst der Holzschaber irgendwann aus, ist das kein Problem: Mit einer Feile und Schmirgelpapier lässt er sich wieder glätten.

Hat man doch einmal mit dem Metallschaber in der beschichteten Pfanne gewerkelt und einige Kratzer verursacht, ist das eher ein Schönheitsmakel. Für die Gesundheit stellen die Kratzer in der Regel keine Gefahr dar, beruhigt Heldt. Denn Polytetrafluorethylen - besser bekannt unter dem Handelsnamen Teflon - sei sehr reaktionsträge. Wird ein Stückchen davon mit der Nahrung aufgenommen, werde es unverändert ausgeschieden.

Problematisch wird es nur, wenn die Pfanne extrem heiß wird: Dann nämlich beginnen Zersetzungsprozesse beim Teflon. Dafür ist aber sehr große Hitze nötig: Beim Spiegelei-Braten passiere das nicht, sagt Heldt. Zum scharfen Braten etwa von Steaks rät er aber zum Verwenden von Emaille- oder Gusseisen-Pfannen. "Beim scharfen Anbraten sind beschichtete Pfannen nicht geeignet." Dabei werden nämlich auch höhere Temperaturen erreicht.

Und wann hat die Pfanne ausgedient? Haftet das Bratgut an, ist es wahrscheinlich Zeit für eine neue Pfanne. Einige Hersteller bieten aber auch Nachbeschichtungen an. "Es lohnt sich, schon beim Kauf nachzufragen", rät der Verbraucherschützer.

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