Blaue Hortensien.
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Sie sehen großartigen aus: Hortensien gibt es in blau, allerdings könnte die Farbe irgendwann in ein blasses Rosa übergehen.

Tricks von Großmutter

Rostige Nägel in die Erde stecken: Werden Hortensienblüten dadurch wirklich blau?

  • Sophia Adams
    VonSophia Adams
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Haben Sie schon einmal von dem Trick gehört, die blauen Blüten der Hortensien mit rostigen Nägeln zu erhalten? Wir verraten, ob es wirklich klappt.

Sie wünschen sich Blumen im Garten, die mit blauen Blüten begeistern? In einem solchen Fall greifen viele Hobby-Gärtner zu prachtvollen Hortensien. Wer sich mit Pflanzen nicht so gut auskennt, könnte sich aber wundern, weshalb die Blumen in den darauffolgenden Jahren plötzlich ganz andere Farben haben.

Ja, es ist ein Fakt: Bei Hortensien laufen wir Gefahr, dass die Blüten nach einiger Zeit verblassen. Statt satter blauer Farben zieren sie unseren Garten dann mit ausgewaschen wirkenden Rosatönen. Ist die Pflanze in einem solchen Fall nicht mehr zu retten? Nicht ganz. Tatsächlich können Sie etwas unternehmen, um die kräftigen Farben zu erhalten.

Hortensien: Darum klappt der Trick mit den rostigen Nägeln nicht

Ein Mythos, der sich bis dato hält: Mithilfe von rostigen Nägeln, die man in die Erde steckt, verhilft man Hortensien zu blauer Blüte. Doch klappt dieser Trick wirklich? Theoretisch ja, praktisch meist eher nicht, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Von den Nägeln soll sich nämlich das Eisen ablösen, das die Pflanzen aufnehmen. Jenes Eisen sowie Aluminium sorgt für die kräftigen Blautöne der Pflanze.

Es klingt danach, als müsste der Nagel-Trick klappen. Die Landwirtschaftskammer weist allerdings darauf hin, dass der pH-Wert der Erde ebenfalls ein wichtige Rolle spielt. Sollte dieser über 6,0 liegen, bleiben die Metallverbindungen im Boden zurück. Die Hortensien können auf Eisen und Aluminium also nicht zurückgreifen.

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Video: Hortensien richtig schneiden

Hortensien mit blauen Blüten: So werden Sie die Rosafärbung los

Dennoch gibt es Wege, die Blaufärbung beizubehalten. Probieren Sie folgende Tricks einmal aus:

  • Richtige Hortensiensorten kaufen: Zunächst einmal müssen Sie beim Kauf darauf achten, die richtigen Sorten zu erwischen. Manche Blumen bleiben trotz aller Bemühungen rosa. Erkundigen Sie sich vorher, welche Pflanzen blaue Blüten tragen können.
  • Laub, Nadelstreu oder Rhododendron-Erde in den Boden einarbeiten: Dadurch senken Sie den ph-Wert. Doch Vorsicht: Bei zu lehmiger Erde wird auch das nicht gelingen.
  • Kalialaun und Hortensiendünger verwenden: Wer zwischen Mai und Juni Kalialaun in das Gießwasser gibt (circa 3 Gramm pro Liter), ist in der Lage, die Chancen auf blaue Blüten zu erhöhen. Auch spezieller Dünger für Hortensien kann zum Einsatz kommen.

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Hortensien sind dafür bekannt, schattige Standorte zu bevorzugen. Es gibt allerdings auch Hortensien-Arten, die in der Sonne stehen können*, ohne zu verbrennen. (soa) *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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