Sonst fällt die Blüte mager aus

Vermeiden Sie unbedingt diese Fehler bei der Hortensien-Pflege

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Hortensien sind in jedem Garten ein Hingucker. Damit das auch in den kommenden Jahren so bleibt, sollten Sie bei der Pflege allerdings typische Fehler vermeiden.

Sie erstrahlen in kräftigem Blau, zartem Rosa oder grazilem Weiß – aber eine falsche Pflege kann die Blüten der Hortensie schnell kümmerlich werden lassen. Wir zeigen Ihnen, was Sie unbedingt beachten müssen, um auch in Zukunft aus Ihren Ziersträuchern das Beste herauszuholen.

Hortensien richtig pflegen: Bloß nicht zu wenig gießen

Die Hortensien gehören zu den durstigsten Pflanzen, die Sie sich im Garten halten können. Nicht umsonst nennen sie sich auch Hydrangea, was aus dem Griechischen übersetzt so viel wie „Wasserkanne“ bedeutet. Der Zierstrauch ist in seiner ursprünglichen Umgebung feuchte Laubwälder gewohnt und braucht lockere, kalkarme Böden. Daher sollten Sie beim Gießen der Hortensien nicht zu sehr sparen. Vor allem kurz nach der Pflanzung und in heißen Sommermonaten brauchen sie viel Wasser. Wenn die in der Mittagssonne die Blätter hängen lassen, dürfen sie auch zweimal pro Tag gegossen werden. Verwenden Sie dafür aber nur kalkarmes Wasser, also zum Beispiel Regenwasser.

Hortensien-Pflege: Das richtige Maß beim Düngen

Wenn Hortensien nicht richtig blühen, kann das auch mit falschem Düngen zusammenhängen. Die Ziersträucher dürfen nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig gedüngt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, den richtigen Dünger zu finden: Hortensien benötigen einen sauren, humosen Boden – darum ist Gartenkompost zur Düngung weniger geeignet, da er den pH-Wert des Bodens leicht anhebt. Stattdessen empfehlen Experten Rinderdung oder Rinderdung-Pellets, wie das Portal Mein schöner Garten informiert. Außerdem gibt es spezielle Hortensiendünger, die genau auf die Bedürfnisse des Zierstrauches ausgerichtet sind. Ab Ende Juli sollen Hortensien aber nicht mehr gedüngt werden – sonst kann es sein, dass die Triebe nicht mehr vollständig ausreifen.

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Fehler beim Schneiden von Hortensien macht Blüte zunichte

Greifen Sie beim Rückschnitt der Hortensie normalerweise zu Schere oder dem Messer? Dann sollten Sie das in Zukunft lassen. Welke Blüten müssen oberhalb des Blattansatzes mit der Hand vorsichtig zur Seite hin abgebrochen werden, da sie anschließend viel schneller neue Knospen bilden. Im Herbst sollten verblühte Dolden hingegen überhaupt nicht mehr entfernt werden, da sie den Blütenansatz bei der Kälte vor Frostschäden schützen. Erst im Frühjahr können Sie verwelkte Teile wieder abbrechen. (fk) 24garten.de* überrascht mit einem skurrilen Grund für vermehrten Hortensienklau in einigen Bundesländern. *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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