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Vorgetriebene Hyazinthen brauchen im Haus einen hellen bis halbschattigen Standort. Foto: Pflanzenfreude.de

Hyazinthen im Winter: Zu Hause hell platzieren

Frühlingsblumen blühen im Winter? Gärtner treiben zum Beispiel Hyazinthen im Gewächshaus vor, als Frühlingsgruß für die Fensterbank. Sind diese wieder verblüht, muss man die Zwiebel nicht wegwerfen, sondern kann das Vortreiben im nächsten Winter selbst wiederholen.

Essen (dpa/tmn) - Hyazinthen erblühen im Freien erst im Frühling. Für das Haus gibt es blühende Exemplare aber schon in den Wintertagen im Handel. Dafür werden die Pflanzen im Gewächshaus mit warmen Temperaturen stimuliert. Zu Hause sollte die Hyazinthe ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen bekommen.

Ist es den Pflanzen zu dunkel, wachsen ihre Stängel zu hoch und knicken dann um, sagen die Experten des Blumenbüros in Essen.

Hobbygärtner sollten die Erde im Topf nie austrocknen lassen, aber auch stehendes Wasser im Gefäß vermeiden. Sonst können die Zwiebeln faulen. Verteilt wird das Wasser nicht direkt über der Zwiebel, sondern immer nur in die Erde gegossen.

Sind die Hyazinthen verblüht, sollte der Hobbygärtner den Stängel abschneiden und die Pflanzen nach und nach weniger gießen. Dann verfärben sich die Blätter gelb und vertrocknen - nun ruht die Pflanze. Die übrigbleibende Zwiebel wird nicht weggeworfen, sie kann bis zum nächsten Herbst an einem dunklen und kühlen Ort im Haus lagern.

Wer noch Hyazinthen-Zwiebeln zu Hause hat, kann diese auch selbst zum Erblühen bringen: Dazu werden sie für ein bis zwei Wochen in den Kühlschrank gelegt und dann im Topf auf die Fensterbank gestellt, erklärt das Blumenbüro. Nach einem simulierten Winter erleben die Pflanzen das Frühlingserwachen schon früher als in der Natur.

Die Hyazinthe stammt aus dem Nahen Osten und dem östlichen Mittelmeer, wird aber schon seit dem 16. Jahrhundert in Europa kultiviert. Die Pflanzen sollen damals als Luxusgut gegolten haben und wie bares Gold gehandelt worden sein, berichtet das Blumenbüro. Der Name der hübschen Zwiebelpflanze geht auf die griechische Mythologie zurück: Der Gott Apollo tötete mit einem Diskus versehentlich den schönen Jüngling Hyakinthos. Aus seinem Blut, das auf die Erde floss, ließ Apollo eine Blume wachsen, die er nach dem Getöteten benannte.

Die Hyazinthe wirkt, als habe sie nur eine Blüte. Allerdings handelt es sich dabei um eine bis zu 15 Zentimeter lange Blütentrauben mit vielen winzigen, sternförmigen Einzelblüten.

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