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Immobilien-Tipp: Auch im Neubau sollten Hausbesitzer ans Renovieren denken.

Früher oder später wird es Zeit

Auch im Neubau ans Renovieren denken

Irgendwann müssen Eigentümer eine Renovierung ihrer Immobilie in Angriff nehmen. Doch welche Vorgehensweise ist bei der Renovierung zu empfehlen? Wie lassen sich größere finanzielle Ausgaben bewältigen?

Auch Immobilien werden älter und zeigen im Laufe der Jahre so manche Schwächen. Nicht selten wirken sie nach Jahrzehnten abgewohnt und unansehnlich. „Umsichtige Häuslebauer und Wohnungskäufer bilden deshalb bereits ab dem Einzugsjahr finanzielle Rücklagen, um rechtzeitig die notwendigen Arbeiten und ersten Schönheitsreparaturen vornehmen zu können“, sagt Paul Reitzle, Teamleiter BauGeld von der PSD Bank München.

Rücklagen für die Renovierung bilden

Die Höhe einer solchen Rücklage hängt wesentlich vom Gebäude und vom Zustand ab. Bei neuen Häusern empfehlen Immobilienexperten, ab Baufertigstellung jährlich 0,8 bis etwa ein Prozent des Kaufpreises anzusparen. Ein anderer Kalkulationsansatz ist die so genannte „Petersche Formel“. Sie besagt, dass innerhalb von 80 Jahren das 1,5-Fache der Herstellungskosten für die Instandhaltung benötigt wird. Sie wird jedoch meist nur noch für ältere Immobilien angewandt.

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Achtung: Hinausgeschobene Reparaturen können fatal enden, denn sie verursachen im Laufe der Zeit noch höhere Kosten, da der Sanierungsaufwand mit wachsendem Schaden steigt. Als Faustregel für die unterschiedlichen Instandsetzungszeiträume gelten folgende Regeln:

Alle 5 - 15 Jahre

• Textile Fußbodenbeläge • Fassadenanstrich • Flachdächer

Alle 15 - 30 Jahre 

• Dachrinnen und Fallrohre aus Zinkblech • Heizkessel • Verglasungen außen

Alle 30 - 50 Jahre 

• Dachpfannen • Kamin • Außentüren und Fenster • Außenputz • nicht textile Bodenbeläge • Sanitärinstallationen • Heizungsinstallationen

Den Marktwert sichern

Regelmäßige und rechtzeitige Instandhaltung und Sanierung sorgen jedoch nicht nur für Zufriedenheit und Wohlbefinden, sondern sichern auch den Marktwert der eigenen Immobilie. Gleichzeitig gelingt es damit, Haus oder Wohnung den neuesten technischen Standards anzupassen. So macht sich eine Investition langfristig gleich mehrfach bezahlt, weil sich dadurch in vielen Fällen die Betriebskosten deutlich reduzieren. Reitzle sagt dazu: „Es liegt also auf der Hand, rechtzeitig und regelmäßig einen bestimmten Betrag in die Instandhaltungsrücklage zu investieren."

Unterschiedliche Sparpläne oder auch Bausparverträge schaffen innerhalb weniger Jahre einen soliden Grundstock, um alle anfallenden Vorhaben sorgenfrei zu finanzieren. Schließt man einen Bausparvertrag mit einer Summe von 23.000 Euro und einer monatlichen Besparung von 100 Euro ab, verfügt man nach 10 Jahren über ein Guthaben von 11.616,34 Euro und profitiert von einem zinsgünstigen Darlehen in Höhe von 11.383,66 Euro. Damit lassen sich größere Baumaßnahmen realisieren.

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