Wohnungsbau wird abgewürgt

Immobilienbranche: Mietpreisbremse stoppen

Berlin - Der Bundesfinanzminister teilt Ängste vor einer „Immobilienblase“ nicht. Die Parteien wollen die Debatten über eine Mietpreis-Explosion und Wohnungsnot dennoch ernst nehmen.

Die Immobilienwirtschaft in Deutschland hat die Parteien aufgefordert, Pläne für eine Mietpreisbremse aufzugeben. Eine solche Regelung würde den gerade wiederbelebten Wohnungsbau abwürgen und zu steigenden Mieten führen, erklärte der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) am Mittwoch in Berlin. Wohnungsunternehmen würden weniger in Neubauten investieren.

Ebenso wie die SPD will auch die CDU eine Preisbremse bei Neuvermietungen in ihr Wahlprogramm aufnehmen.

In einem Gutachten im Auftrag des ZIA bewertete das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Positionen der Parteien im Wahlkampf zur Immobilienpolitik. Die Konzepte der Parteien zur Verringerung der Wohnkosten-Belastung seien unbrauchbar, kritisierte das Institut.

Aus Sicht des Deutschen Mieterbundes ist in Großstädten und Ballungszentren bezahlbarer Wohnraum knapp. Alteingesessene Mieter würden aus bestimmten Stadtteilen verdrängt.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Die Immobilienbranche stellt sich auch gegen die Einführung einer Vermögensteuer, wie sie SPD und Grüne wollen. Laut Gutachten des Kölner Instituts wäre eine Vermögensteuer eine schwere Belastung für den Immobilienmarkt. Die Steuer könnte teils auch auf die Mieten umgelegt werden, befürchtete der ZIA als Interessenvertretung der Immobilienwirtschaft.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte am Mittwoch bei einem „Tag der Immobilienwirtschaft“, er rechne nicht mit einer Immobilienblase am deutschen Markt. Die Hauptgründe für Investitionen in den Wohnungsbau seien nicht Spekulationen, sondern langfristige Wertanlagen. Bei Anzeichen einer Überhitzung würde die Bundesregierung aber reagieren. Allerdings gebe es einen Mietpreisanstieg nur in einigen Ballungszentren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So bringen Hausmittel selbst die schmutzigsten Gardinen wieder zum Leuchten
Gardinen können das Ambiente eines ganzen Zimmers beeinflussen - damit das auch so bleibt, müssen sie richtig gewaschen werden. Funktioniert das auch mit Hausmitteln?
So bringen Hausmittel selbst die schmutzigsten Gardinen wieder zum Leuchten
Jetzt noch einmal den Rasen vertikutieren - ist das sinnvoll?
Hobbygärtner sollten generell nie öfter als zweimal im Jahr vertikutieren - einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Doch wann genau ist der richtige Zeitpunkt?
Jetzt noch einmal den Rasen vertikutieren - ist das sinnvoll?
Streit um Namen an Türklingel - Verstoß gegen die DSGVO?
Kuriose Auswüchse der neuen DSGVO? Das Namensschild an der Türklingel könnte plötzlich die Privatsphäre des Mieters verletzen. Datenschützer halten das für unsinnig. …
Streit um Namen an Türklingel - Verstoß gegen die DSGVO?
Wiener Mieter klagt wegen Datenschutz - jetzt werden tausende Klingelschilder entfernt
Ein Mieter in Wien sah seine Privatsphäre gefährdet - wegen des Klingelschildes an seiner Wohnung. Nun werden an tausenden Wohnungen die Namen entfernt.
Wiener Mieter klagt wegen Datenschutz - jetzt werden tausende Klingelschilder entfernt

Kommentare