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39 Jahre, 0,7 Kinder, 5.300 Euro

Das sind die typischen Münchner Immobilienerwerber

Erkennen Sie sich wieder? Durchschnittliche Münchner Immobilienkäufer sind 39,25 Jahre, haben 0,72 Kinder, ein verfügbares Haushaltseinkommen nach Steuern von 5.333 Euro und geben nicht ganz ein Drittel davon für Tilgung und Zinsen ihrer Immobilienfinanzierung aus, nämlich 1.565 Euro. 

Dafür wohnt die dreiköpfige Durchschnittsfamilie auf rund 85 Quadratmeter Wohnfläche in den eigenen vier Wänden. Würde sie zur Miete wohnen, wären diese anfänglichen Wohnkosten zwar zunächst etwas günstiger, doch schon nach relativ kurzer Zeit wären sie durch ständige Mieterhöhungen höher. Der Finanzierungsexperte Hüttig & Rompf veröffentlichte jetzt diese neuen Zahlen zum typischen Immobilienkäufer in München. 

530.000 Euro für 96 m2

Und die sehen so aus: Sie bewohnen in München ein Eigenheim von 96 Quadratmetern, für das Sie 530.000 Euro bezahlt haben? Dann sind Sie der typische Käufer einer Münchner Wohnimmobilie. Diese Erkenntnis liefert die Hüttig & Rompf AG in ihremjetzt veröffentlichtem aktuellen Marktreport „Immobilienfinanzierung München“. Auf über 50 Seiten analysiert der Immobilienfinanzierer demographische Daten zum Immobilienmarkt der Isarmetropole. Dabei fällt vor allem auf: Die meisten Käufer in München beziehen ihre Immobilie auch wirklich selbst. 

Selbstnutzer in der Überzahl

„Mit 69 Prozent überwiegt der Anteil der Eigennutzer gegenüber den Kapitalanlegern mit rund 31 Prozent“, weiß Vorstand Paul Hüttig. Wie sieht er also aus, der typische Münchner Eigennutzer? Er ist verheiratet, hat 0,72 Kinder und monatlich über 5.300 Euro Haushaltseinkommen (alle Einkommensquellen nach Abzug der Steuern) zur Verfügung. Sein Eigenheim kauft er im Alter von 39,25 Jahren. 

Weniger als ein Drittel des Monatsbudgets für die Immobilie

„Wer sich in München für eine Immobilie als Kapitalanlage entscheidet, ist mit 48,81 Jahren im Vergleich deutlich älter“, erklärt Hüttig. Für seine eigene Immobilie bezahlt der Münchner Eigennutzer durchschnittlich 530.000 Euro. Für Tilgung und Zinsen werden monatlich knapp 1.600 Euro fällig. „Im Verhältnis zum Haushaltseinkommen sind das 29,35 Prozent.“ Und wie schlägt sich München im Vergleich zu anderen Metropolen? „Unser Marktreport ‚Immobilienfinanzierung Hamburg‘ zeichnet zum Beispiel ein etwas anderes Bild vom typischen Immobilienkäufer“, verrät Vorstand Ditmar Rompf. Während der Eigennutzer der Hansestadt mit 39,38 Jahren, 0,93 Kindern und über 5.100 Euro monatliches Haushaltseinkommen dem Münchner sehr ähnlich ist, unterscheidet er sich allerdings in den finanziellen Kennzahlen seiner Immobilienfinanzierung. Das wird besonders im Beleihungsauslauf deutlich. 

Mehr Eigenkapital in München

Der prozentuale Anteil des Objektwertes, der durch ein Darlehen finanziert wird, liegt bei Hamburger Immobilienkäufern im Schnitt bei knapp 84 Prozent. Im Vergleich dazu: Bei den Münchner Eigennutzern beträgt der Beleihungsauslauf rund 76 Prozent. Das bedeutet: Die Münchner können oder wollen mehr Eigenkapital in die eigenen vier Wände stecken und verbessern damit ihre Finanzierungskonditionen. „Bei einem Beleihungsauslauf von unter 60 Prozent bieten Kreditinstitute Immobilienkäufern die besten Konditionen für ihre Baufinanzierung“, erklärt Rompf. In München nutzen mehr Immobilienkäufer diesen Vorteil. Über 20 Prozent wählen einen Beleihungsauslauf von unter 60 Prozent. Bei den Hamburgern entscheiden sich nur knapp 15 Prozent für diese vorteilhafte Beleihung, die dazu führt, dass der Kredit früher zurückgezahlt ist und damit günstiger wird, weil die Zeit der Zinszahlungen geringer ist.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

von Gottfried Moeckl

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