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Was Sie beachten sollten

Immobilienkauf: So gelingt die Besichtigung

München - Das richtige Wetter, ein Notizblock und die Nachbarschaft: Bei der Besichtigung einer Immobilie gibt es einiges zu beachten. Mit diesen Tipps kann nichts mehr schiefgehen.

Jetzt ist nicht nur wieder die optimale Zeit für einen Immobilienverkauf, die wärmer werdenden Tage mit der aufblühenden Natur sind auch optimal für einen Kauf, dem natürlich eine genaue Inspektion des anvisierten Wunschobjekts vorausgehen sollte. Ein sonniger Tag ist deshalb ideal, weil Räume so hell erscheinen, wie sie wirklich sind, weil ein blühender Garten Erholungsmöglichkeiten ins rechte Licht rückt, und weil die Ausrichtung der Immobilie zur Sonne einfach festzustellen ist. Und: Die Laune ist einfach besser – das gilt für Käufer- wie Verkäuferseite. Schlechtgelaunt bei Nieselregen und Kälte das künftige Wohnumfeld zu erkunden, macht keinen Sinn.

Erst der Lage-Check

Bevor man die vielleicht neuen Räume inspiziert, sollte das Wohnumfeld unter die Lupe genommen werden, am besten zu Fuß. So können künftige Einkaufswege und Distanzen zu Freizeit- und Erholungseinrichtungen ermittelt werden. Die Fakten kommen ins mitgeführte Notizheft. Bei Mischgebieten notiert man auch die Art der Gewerbebetriebe und deren Betriebszeiten. Sind Logistikunternehmen in der Nähe? Dann könnte es schon frühmorgens recht laut werden. Eine Fotodokumentation ist eine gute Stütze, um später in Ruhe alle Vor- und Nachteile der Lage in Ruhe einzuschätzen. Nicht vergessen: Biergärten und Spielplätze sind vormittags unter der Woche kaum frequentiert und ein flüchtiger Blick auf die benachbarte Bahntrasse bringt wenig Aufschluss über die Zugfrequenz. Je nach Windrichtung können Güterzüge über mehrere Kilometer hörbar sein. Wie bei allem rund um den Immobilienerwerb gilt: Zeit nehmen.

Dann der Objekt-Check

Ist die Lage für gut befunden worden, geht es langsam an die künftigen eigenen vier Wände. Doch bevor die ausführlich unter die Lupe genommen werden, wird das Gebäude und die Außen- sowie Gemeinschaftsflächen gecheckt. Auch hier leistet ein Foto-Handy gute Dienste. Was man damit aber nicht dokumentierenn kann, ist das allererste Bauchgefühl. Das sollte notiert werden, zum Beispiel indem man an die einzelnen Faktoren Schulnoten vergibt: Architektur, Sauberkeit, Großzügigkeit, Freundlichkeit und Nachbarschaft können solche Aspekte sein. Auch wenn der Verkäufer schnell die Wohnung präsentieren will, sollte man sich zuerst die Gemeinschaftsflächen zeigen lassen (Keller, Garage, Waschküche, Radlkeller, Heizungsraum, Treppenhaus etc.). Dann kann das schon mal nicht vergessen werden.

Der erste Eindruck zählt

Geht dann die Tür zum eventuell neuen Domizil auf, sollte man sich auf den ersten Moment konzentrieren: Welches Gefühl haben Sie? Riechen Sie und horchen Sie in die Räume hinein! Wie ordentlich sieht es aus? Wo an der Oberfläche schlampig gearbeitet wurde, ist dahinter nichts Besseres zu vermuten. Bei der Fotodokumentation der Innenräume kann man einen Meterstab ins Bild rücken, das erleichtert hinterher das Einschätzen von Entfernungen. Wie luftdicht Räume sind, zeigt ein Streichholz. Auch kleine Wasserwaagen geben Auskunft, wie sorgfältig am Mauerwerk oder Bodenbelag gearbeitet wurde. Dass man mit solchen Checks als Pendant dasteht, muss man nicht befürchten; im Gegenteil: solch ein Verhalten signalisiert extrem hohes Kaufinteresse.

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