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Gilt für den Immobilienverkauf bald: Der Besteller bezahlt den Makler?

Immobilienmarkt

Immobilien-News 2019 - Das kommt auf den Immobilienmarkt zu

Wir stellen Ihnen die wichtigsten Immobilien-News für 2019 vor & zeigen, welche Veränderungen bei einem Immobilienverkauf in München auf Sie zukommen könnten.

Auch nach dem turbulenten Jahr 2018 kommt der Immobilienmarkt in ganz Deutschland nicht zur Ruhe. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Immobilien-News für 2019 vor und zeigen Ihnen, welche Veränderungen bei einem Immobilienverkauf in München auf Sie zukommen könnten.

Immobilien-News #1: Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf

Der wohl wichtigste Punkt im Bereich der Immobilien-News für das aktuelle Jahr betrifft die Maklerprovision. Wie bereits Ende letzten Jahres angekündigt, könnte sich in diesem Jahr das sogenannte Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf durchzusetzen. Das bedeutet, dass die Provision des Maklers zukünftig vom Auftraggeber übernommen werden muss. Bisher wurde sie weitgehend von Käufer und Verkäufer getragen. Wenn Sie also Ihre Immobilie verkaufen möchten, müssen Sie bei Bestellung eines Maklers dessen Provision vollständig bezahlen. Ob und inwieweit das Prinzip angewendet wird, bleibt allerdings noch fraglich. Denn der von der SPD propagierte Gesetzesvorschlag findet heftige Gegenstimmen in der Immobilienbranche. Vor allem im Bereich der Immobilienbewertung kann es hier schnell zu Streitpunkten kommen.

Die Top-Tipps zum Verkaufserfolg

Immobilien-News #2: Sonder-AfA für neue Mietwohnungen

Wenn Sie bis zum 31.12.2021 einen Bauantrag stellen und durch Neubau, Aufstockung oder Umwidmung von Gewerbeflächen neue Mietwohnungen schaffen, profitieren Sie von der Sonder-AfA: Bei dieser steuerlichen Sonderabschreibung können jährlich bis zu fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten über einen Zeitraum von vier Jahren abgesetzt werden. Absetzbar sind dabei bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter.

Immobilien-News #3: Verschärfte Mietpreisbremse

Am 1.1.2019 ist die verschärfte Mietpreisbremse in Kraft getreten. Bei dieser Regelung ist der Vermieter vor Abschluss des Mietvertrages dazu verpflichtet, dem zukünftigen Mieter Auskunft über die Vormiete zu erteilen. Kommt er der Auskunftspflicht nicht nach, darf er höchstens die gemäß Mietpreisbremse zulässige Miete (maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete) verlangen.

Immobilien-News #4: Modernisierungsumlage verringert

Seit dem 1.1.2019 ist es für Vermieter nicht mehr zulässig, mehr als acht Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieter umzulegen. Bisher lag die Grenze bei elf Prozent. Die Absenkung gilt für Modernisierungen, die ab dem 1.1.2019 angekündigt werden. Zusätzlich wurde für die Umlage eine Kappungsgrenze von drei Euro pro Quadratmeter innerhalb von sechs Jahren festgelegt.

Immobilien-News #5: "Herausmodernisieren" nicht mehr zulässig

Das "Herausmodernisieren" von Mietern – also die gezielte Kündigung von Mietverträgen aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen – wird zukünftig mit einem Bußgeld belegt. Der Vermieter muss innerhalb von 12 Monaten nach der Ankündigung des Modernisierungsvorhabens mit den Arbeiten beginnen. Ansonsten droht ihm eine Strafzahlung von bis zu 100.000 Euro.

Bis zu 10.000 Euro Bußgeld drohen Vermietern, die ihre Mieter "herausmoderniseren" wollen.

Immobilien-News #6: Die Folgen des Brexits

Der Brexit spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Immobilienpreise. Denn so unstrukturiert, wie die Verhandlungen zum Brexit aktuell ablaufen, werden sich diese auch auf unsere Kapital- und Immobilienmärkte auswirken: Der Zustrom von Briten in Großstädte wie München ist seit Beginn der Verhandlungen ungebrochen. Dabei strömen vor allem die finanziell unabhängigen Briten mit einem sicheren Einkommen in unsere Städte. Dies kann durchaus dazu führen, dass die Preise für Immobilien nochmals ansteigen. Weitere und direktere Auswirkungen werden wohl erst dann ersichtlich werden, wenn der Brexit durch ist. Abhängig davon können sich die Immobilien-News für 2019 nochmals deutlich verändern und den gesamten Immobilienmarkt deutlich turbulenter und spannender gestalten.

Die Immobilienpreisentwicklung in München und Bayern: Ein Ausblick

Auch der Immobilienmarkt in München bleibt vor Veränderungen nicht geschützt. Allerdings werden sich die Veränderungen am Markt durchaus in engeren Grenzen halten – sofern die möglichen Folgen des Brexits außer Acht gelassen werden. Experten sind der Meinung, dass die Immobilienpreise in München und dem direkten Umland auch im Jahr 2019 weiter ansteigen werden. Zwar wird sich der Anstieg durchaus ein wenig abflachen, dennoch bleiben die Preise beim aktuell hohen Niveau. So pendelt sich der aktuelle Durchschnittskaufpreis in München bei rund 8.000 Euro pro Quadratmeter ein. Bis 2030 könnte er bereits bei rund 11.000 Euro pro Quadratmeter liegen.

Dies hängt unter anderem mit dem noch immer stagnierenden EZB-Leitzins und den damit weiterhin historisch niedrigen Immobilienzinsen zusammen. Es wird davon ausgegangen, dass sich an den aktuellen Zinsen im Jahr 2019 kaum etwas ändern wird. Somit wird der Markt sowohl für Bauherren als auch für Verkäufer von Immobilien weiterhin sehr attraktiv bleiben. Auch die Immobilienmakler in München sehen weiterhin einer lukrativen Zeit entgegen.

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