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Die meisten Deutschen haben offenbar keine Skrupel, in Anspruch genommene Putzhilfen nicht anzumelden.

Forsa-Umfrage

Jeder neunte Haushalt hat eine Putzhilfe

Etwa jeder neunte Deutsche setzt beim Putzen auf Fremdhilfe - von den Reinigungskräften sind allerdings nur 36 Prozent tatsächlich angemeldet, ein Großteil arbeitet schwarz. Dies ergab eine von der Minijob-Zentrale in Essen beauftragte Forsa-Umfrage. Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Hohe Schwarzarbeitsquote

Laut der Studie, in deren Rahmen rund 1500 Menschen befragt wurden, werden fast zwei Drittel der Putzkräfte schwarz beschäftigt. Die meisten Deutschen haben also offenbar keine Skrupel, in Anspruch genommene Putzhilfen nicht anzumelden.

Darum lassen die Deutschen lieber putzen

Rund ein Drittel findet Putzaufgaben unangenehm. Männer lassen dabei deutlich häufiger die Finger vom Putzlappen als Frauen.

Jeder dritte Mann (34 Prozent) gab in der Umfrage an, er lasse im Haushalt jemand anderen putzen, bei den Frauen sagten dies nur vier Prozent. Die Hauptgründe seien in erster Linie die fehlende Zeit (49 Prozent) und "wenig Lust" (44 Prozent).

In der Haupstadt wird am wenigsten geputzt

Unter den Haushalten mit Putzhilfe befinden sich laut den Forsa-Ergebnissen doppelt so häufig Westdeutsche wie Ostdeutsche. Spitzenreiter in Sachen Putzhilfe ist Nordrhein-Westfalen mit einer Quote von 15 Prozent.

Jeder dritte Mann (34 Prozent) gab in der Umfrage an, er lasse im Haushalt jemand anderen putzen, bei den Frauen sagten dies nur vier Prozent.

Auch in Sachen Reinlichkeit ergaben sich im Rahmen der Umfrage Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während beispielsweise in Baden-Württemberg zwölf Prozent der Befragten angab, täglich im eigenen Haushalt zu putzen, sagten dies nur drei Prozent in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In Nordrheinwestfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Bayern erklärte fast jeder dritte Befragte, er putze mehr als drei Stunden pro Woche. In der Hauptstadt gaben 15 Prozent an weniger als eine Stunde pro Woche mit Saubermachen zu verbringen - deutschlandweit der höchste Wert.

Besserverdiener lassen häufiger Fremdputzen

An sich keine große Überraschung: Wer mehr verdient, bei dem sitzt das Geld für eine private Reinigungskraft lockerer: Jeder fünfte Haushalt mit einem Nettoeinkommen von mehr als 3.500 Euro beschäftigt eine Putzhilfe. Bei Haushalten, die mit weniger als 2000 Euro auskommen müssen, ist es nur jeder 20. (fünf Prozent). Liegt das Einkommen zwischen 2000 und 3500 Euro netto, ist in neun Prozent der Fälle eine Haushaltshilfe vorhanden.

Dabei lassen sich die Deutschen im Haushalt am liebsten unter die Arme greifen

  • 6 Prozent lassen von den Haushaltshilfen auch die Kinder betreuen
  • 16 Prozent überlassen die Gartenpflege lieber anderen
  • 20 Prozent lassen bügeln
  • 64 Prozent lassen Staub wischen
  • 69 Prozent lassen Fenster putzen
  • 71 Prozent lassen das Bad putzen und die Wohnung staubsaugen
  • 74 Prozent lassen den Boden wischen 

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