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Auf dem flauschigen Teppich vor dem wärmenden Kamin. Das erfüllt Raum und Körper in der kalten Jahreszeit mit Wärme.

Auf Kälte programmiert:

Tipps, damit die Wärme von drinnen bis nach draußen reicht

Warm, wärmer am wärmsten. Vor allem zur kühleren Jahreszeit kann es meist nicht warm genug sein.

Wobei die Heizregler dafür nicht immer auf die höchste Stufe, oder gleich der dickste Mantel übergeworfen werden muss. Doch wie wird Wärme im Innenraum am effizientesten erzeugt, erhalten und auch draußen noch am Körper gespeichert?

Interne Wärme erzeugen und erhalten: Mollige Räume

  • Die Heizung auf behaglichen Wärmekurs einrichten

Die Heizung wird wieder zum besten Freund und jeder hat seine ganz eigene Wohlfühltemperatur. Aber es gibt gewisse Richtgradzahlen, die ein Raum im Winter mindestens haben sollte, damit die Wärme spürbar ist, aber der Raum nicht „überheizt“ wird. Im Wohnbereich sollte die Temperatur nicht mehr als 20 Grad, in der Küche um die 18 Grad und im Schlafbereich etwa 17 Grad betragen. 

Das Umweltbundesamt gibt noch weitere Hinweise, die für angenehme und effiziente Raumtemperaturen in der kalten Jahreszeit sorgen. Damit sich die Temperatur in den Räumen verteilt, sind Heizköper vom Fachmann zu warten. Denn, wenn zum Beispiel Luft in der Heizung ist, ist nicht die volle Heizleistung abrufbar. Regelmäßige Wartung erhöht die Lebensdauer und senkt zudem Energiekosten. Damit die produzierte Wärme effizient genutzt wird und sich im Raum verteilt, können die Heiz- und Warmwasserrohre gedämmt oder eine effizientere, sparsamere Heizungsanlage eingebaut werden. Das kostet zwar, aber es gibt die Möglichkeit, verschiedene Zuschüsse für den Umbau zu nutzen. Die Effizienz der Heizung für behagliche Wärme, ist außerdem durch das Anbringen von wärmereflektierendem Aluminium hinter der Heizung optimierbar. Mit den genannten Maßnahmen bleibt die Wärme lange erhalten und wird in der kalten Jahreszeit effizient genutzt.

  • Bequemen und wärmenden Untergrund schaffen

Um den Raum warm zu halten, sind auf Fliesen oder Holzböden Teppiche auszulegen. Denn freiliegende Böden speichern die Wärme der Heizung weniger gut, deshalb heißt es, die Böden zu dämmen, da circa zehn Prozent des Wärmeverlustes in Häusern durch schlecht oder gar nicht gedämmte Böden entsteht. Teppiche gibt es bekanntermaßen einige, wobei sich manche besser als Wärmespeicher eignen als andere. Varianten aus Polyester oder natürlichen Materialien, wie Kokos, sind zwar bequem, aber das sind auch flauschige Teppiche aus Schafswolle, die mehr Wärme spenden. Läufer und Co. aus Wolle sind hautsympathisch, speichern Feuchtigkeit und geben diese an die Raumluft ab, dämmen Geräusche und das Wichtigste zur kalten Jahreszeit: Sie speichern die Wärme im Raum und erwärmen kalte Fußböden schneller als Teppiche aus anderen Materialien.

  • Auf angenehme Luftzirkulation achten

Damit die Wärme nicht aus dem Haus geht, ist das Eindringen von kalter Außenluft natürlich zu vermeiden. Dennoch ist aber immer ausreichend zu lüften, wobei das Lüften auf jeweils fünf Minuten bis zu viermal täglich zu beschränken ist. Die Eingangstür ist nie lange offen zu lassen und der Briefkasten- und Türschlitz sind abzudichten. Außerdem sind vor allem in einem größeren Haus, die Räume geschlossen zu halten, die nur selten genutzt werden, da die zirkulierende Wärme dann nicht an diese Räume verbraucht wird. Zudem kühle Räume nicht über warme Nebenräume heizen, das kann unangenehme Folgen haben

Auch über die Fenster kann unangenehme Zugluft in die Zimmer gelangen, deshalb sind die Gummidichtungen regelmäßig zu überprüfen. Um Spalten im Rahmen abzudichten, können Schaumstoffdichtungsbänder verwendet werden. Auf vorgefertigte Gummidichtungen darf jedoch nicht immer etwas draufgeklebt werden, um das Gummi für eine ausreichende Dichtung weich zu halten, diese einfach ab und zu mit Grafit einreiben.

Externe Wärme zuführen: In den vier Wänden warm bleiben

Ein wärmender Ingwertee, sorgt für innere Wohlfühltemperatur.
  • Wärmende Ergänzung des Ernährungsplans

Beim Warmhalten können verschiedene Speisen und Getränke helfen. Vor allem eine Brühe oder Suppen, sorgen für angenehme Wärme von innen. Auch Gerichte, die im Ofen gebacken werden, entfalten im Körper eine wärmende Wirkung. Um gewärmt den Tag zu beginnen, kann auf dem Frühstückstisch auch mal ein warmes Toastbrot oder ein warmer Porridge landen. Der wärmeentfaltende Snack für zwischendurch sind Nüsse. Die gesunden Fette steigern die Blutzirkulation und so wird auch die Körpertemperatur erhöht. 

Flüssiges Aufwärmprogramm bieten Tees. Die Geschmacksrichtungen Fenchel, Anis oder Ingwer besitzen eine wärmende Wirkung. Der Ingwertee nicht zuletzt auch aufgrund seiner Schärfe. Unterschiedliche Rezeptvarianten für Ingwertee sorgen dafür, dass sich die wärmende Wirkung der fernöstlichen Heilpflanze besonders gut entfaltet. Generell gilt: Je mehr getrunken wird, desto besser ist der Körper in der Lage, die Körpertemperatur zu regulieren.

  • Wärmende Kissen und Wärmepackungen

Um sich an einem Wellness(sonn)tag oder nach einem Spaziergang neben den räumlichen Wärmequellen, Wärme zuzuführen, eignen sich unter anderem spezielle Wärmepflaster aus der Apotheke. Diese geben kontinuierlich Wärme ab und das circa bis zu zwölf Stunden am Tag. Geht es nach der Arbeit direkt auf die Couch oder ins Bett, einfach ein Kissen mit Wärmespeichern, wie Kirschkernen, Roggen oder Dinkel, für etwa 90 Sekunden in der Mikrowelle bei etwa 800 Watt erwärmen und unter die Kleidung auf kalte Körperstellen legen. Für Wärme und Entspannung sorgt außerdem eine Fangopackung. Den Schlamm auf die Haut streichen und etwa 30 Minuten einwirken lassen, so dringt die Wärme in das Gewebe ein.

Aufgenommene Wärme nach draußen mitnehmen: Warme Hülle schaffen

  • Füße und Hände warm halten

Natürlich ist es in der kalten Jahreszeit wichtig, sich von oben bis unten warm einzupacken. Jedoch sei gesagt, dass es sich als Mythos herausgestellt hat, dass die meiste Körperwärme über den Kopf verloren geht. Dieser Mythos beruhte anscheinend auf dem Ergebnis einer Militärstudie, die Versuchspersonen in Überlebensanzüge in eine Kältekammer schickte – und zwar ohne Kopfbedeckung. So ist die meiste Wärme zwangsläufig über den Kopf verloren gegangen. Wichtig ist, dass je nach Temperatur jegliche freiliegende Körperstelle mit einem Wärmeschutz versorgt ist. Zudem ist der Körper vor Nässe und Kältequellen zu bewahren. Deshalb sollten vor allem die Füße durch isolierende Sohlen im Schuh (zum Beispiel aus Wolle), wasserdichte Schuhmaterialien sowie dicke Socken von der Kälte abgeschirmt werden. An den Händen eignen sich am besten Fäustlinge zum Aufwärmen, denn Handschuhe schränken die Blutzirkulation in den Fingerspitzen ein, was schneller zu kalten Fingern führt.

  • Wärme durch die passende Unterbekleidung

Vor allem, wer schnell friert oder zu Blasenentzündungen neigt, sollte sich im Winter wärmespendende Unterbekleidung anschaffen. Es gibt spezielle Funktionsunterwäsche – ob Unterhose, Unterhemd oder Leggings –, die Feuchtigkeit aufsaugen und auch an andere Bekleidungsschichten – vom Körper weg – geben. Die Wäsche aus Merino-Wolle oder Kunstfaser eignet sich besser als Unterbekleidung aus Baumwolle, das sich diese mit dem Schweiß vollsaugt und weniger schnell trocknet.

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