+
Die Zahl der Einbrüche in Deutschland ist in den letzten Jahren gestiegen.

Mietrecht

Kann der Mieter zusätzlichen Einbruchschutz verlangen?

  • schließen

Einbruchshemmende Türen, Sicherheitsschlösser und Türspione: Zahlt der Mieter zusätzliche Maßnahmen zum Einbruchsschutz?

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in den letzten Jahren wieder angestiegen. Deshalb fragen sich Mieter nicht zu Unrecht, wie sie Ihr Zuhause vor Einbrüchen schützen können. Ist der Vermieter dazu verpflichtet die Wohnung sicherheitstechnisch nachzurüsten?

Was muss ich bei der Aufrüstung des Einbruchschutzes beachten?

Laut Deutschem Mieterbund kann der Mieter nicht vom Eigentümer verlangen, dass er in den Einbruchschutz der Wohnung investiert. Das betrifft S chlösser, einbruchshemmende Fenster und Türen, Türspione, Gegensprechanlagen oder Bewegungsmelder. Sollte Ihr Vermieter von sich aus Neuerungen vornehmen, gelten diese als Wohnwertverbesserungen - in dem Fall darf er die jährliche Miete um 11 Prozent der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen.

Eigene bauliche Maßnahmen immer mit dem Vermieter absprechen

Sollten Sie die Verbesserung der Wohnungssicherheit aus eigener Tasche vornehmen wollen, müssen Sie zuerst die Erlaubnis Ihres Vermieters einholen. Bei kleineren baulichen Maßnahmen, wie beispielsweise einem Türspion, ist er verpflichtet zuzustimmen. Außerdem ist es ratsam mit dem Vermieter zu besprechen, was mit den Maßnahmen nach Ihrem Auszug passieren soll. Möchte er sie wieder ausbauen, müssen nämlich Sie dafür aufkommen.  

Deutscher Mieterbund empfiehlt eine Modernisierungsvereinbarung

Am besten fahren Sie nach Meinung des Deutschen Mieterbundes mit einer sogenannten Modernisierungsvereinbarung zwischen beiden Parteien. Dort können Sie festlegen, was Ihnen als Mieter an Baumaßnahmen gestattet ist und dass diese später beim Umzug nicht beseitigt werden müssen. Es ist zudem möglich, eine Entschädigungszahlung mit dem Vermieter auszuhandeln, wenn die eingebauten Sicherheitsmaßnahmen in der Wohnung verbleiben.

KfW senkt die Fördergrenze für Einbruchschutz

Maßnahmen zum Einbruchsschutz werden von der "Kreditanstalt für Wiederaufbau" (KfW) gefördert. Zum 21. März. 2017 wurde die Fördergrenze von 2.000 Euro auf 500 Euro herabgesetzt, weshalb nun auch kleinere Aufrüstungen schon mitfinanziert werden können. Hier finden Sie weitere Infos zur neuen KfW-Förderung

Bei weiteren Fragen zum Thema Einbruchschutz gibt es hier eine umfassende Übersicht.

Von Franziska Kaindl

Gaunerzinken: Mit diesen Geheimcodes verständigen sich Einbrecher

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schadet der Zimmerpflanze zu viel Gießwasser?
Viele machen es Pi mal Daumen - und dann noch ein bisschen Wasser obendrauf. Doch das könnte beim Blumengießen schon zu viel sein. Staunässe droht und die mögen …
Schadet der Zimmerpflanze zu viel Gießwasser?
Braune Ränder an Teetassen vermeiden
Teetrinker ärgern sich über die braunen Ränder am Porzellan. Besonders kleine Kratzer und abgeplatzte Stellen werden besonders schnell dunkel. Dagegen hilft nur schnell …
Braune Ränder an Teetassen vermeiden
Sonnenauge verlängert den Sommer
Die trüben Herbsttage kommen, ob man will oder nicht. Abfinden muss man sich mit dem Grau nicht. Für leuchtende Strahlen kann das Sonnenauge sorgen - sowohl im Garten …
Sonnenauge verlängert den Sommer
Vitaminbombe aus dem eigenen Garten: Grünkohl anbauen
Seine Zeit naht: Der Grünkohl ist wieder da. Er gilt als Spezialität des Nordens. Doch wenn das Klima stimmt, lässt sich der Winterkohl auch in weiteren Regionen …
Vitaminbombe aus dem eigenen Garten: Grünkohl anbauen

Kommentare