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Kartoffeln im eigenen Garten - da schmeckt's.

Ratgeber

Können Kartoffeln auch ohne Erde vorgekeimt werden?

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Um bei der Kartoffelernte im Garten möglichst hohe Erträge zu erzielen, lohnt sich das Vorkeimen. Was Sie dabei bezüglich Temperatur, Erde und Licht beachten müssen.

  • Für eine bessere Kartoffelernte lohnt sich das Vorkeimen.
  • Ab Mitte Februar können Sie damit beginnen.
  • Worauf Sie bei Licht und Umgebung achten müssen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Kartoffeln im eigenen Garten zu pflanzen und zu ernten: Das ist der Traum so manchen Hobbygärtners. Schließlich lässt sich aus Kartoffeln allerhand kochen und der Magen ist immer gut gefüllt. Aber was ist zu tun, damit die Kartoffeln im Garten auch gut wachsen? Hierfür kann es helfen, die Kartoffeln vorzukeimen. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie hier.

Kartoffeln vorkeimen: Darum lohnt es sich

Wer seine Kartoffeln vorkeimt, kann mit bis zu 20 Prozent mehr Ertrag rechnen. Die Kartoffeln werden zudem schneller erntereif, da sie direkt nach dem Anpflanzen* ihre Triebe vorantreiben können und somit ungefähr zwei Wochen früher dran sind. Auch in kälteren Böden halten es die vorgekeimten Kartoffeln besser aus, weil sie insgesamt robuster und standhafter gegenüber Krankheiten sind.

Zeitpunkt: Ab wann werden Kartoffeln vorgekeimt?

Das kommt ganz auf die Sorte an: Frühe Kartoffeln* können Sie schon ab Mitte Februar vorkeimen, späte Kartoffeln ab März. Rechnen Sie einfach vom geplanten Pflanztermin, der in der Regel im März oder April liegt, sechs bis acht Wochen zurück. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie mit dem Vorkeimen beginnen.

Hell oder dunkel? Diese Bedingungen braucht es beim Vorkeimen von Kartoffeln

Wenn Sie Kartoffeln selbst vorkeimen möchten, eignen sich dafür am besten Saatkartoffeln aus dem Handel oder Saatkartoffeln aus der eigenen Ernte im Vorjahr. Speisekartoffeln aus dem Supermarkt eignen sich nur, wenn sie unbehandelt sind - oft werden diese nämlich mit Keimhemmungsmitteln bearbeitet, damit sie nicht vorkeimen.

Bis zum Zeitpunkt des Vorkeimens lagern Sie die Saatkartoffeln dunkel, kühl und trocken im Keller. So verhindern Sie, dass diese vorzeitig austreiben. Saatkartoffeln aus dem Vorjahr lagern Sie am besten bei Temperaturen von vier bis acht Grad.

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Eierkarton, Obstkiste, Fensterbank: So keimen Sie Kartoffeln vor

Ihre Kartoffeln können Sie in verschiedensten Behältern vorkeimen: Von Eierkarton bis Obstkiste oder Multitopfplatten mit einem zersetzbaren Quelltopf pro Mulde bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten. Während des Vorkeimens sollten Sie den Kartoffeln Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad sowie viel Licht bieten - nur keine direkte Sonne.

So gehen Sie beim Vorkeimen der Kartoffeln vor:

  • Füllen Sie das Pflanzgefäß zur Hälfte mit Pflanzerde oder Reifkompost.
  • Drücken Sie die Kartoffeln in die Erde hinein, sodass die Hälfte noch sichtbar ist.
  • Besprühen Sie die Kartoffeln oder das Substrat mit Wasser und sorgen Sie dafür, dass es auch in den kommenden Tagen leicht feucht ist.
  • Stellen Sie die Pflanzgefäße an einen hellen Ort mit zehn bis 15 Grad - ein Fensterbrett zum Beispiel.
  • Bis zum Auspflanztermin bleiben die Kartoffeln in ihren Vorkeimbehältern.

Keimen mit oder ohne Erde

Im Prinzip lassen sich Kartoffeln auch ohne Erde vorkeimen. Dazu beginnen Sie frühestens vier Wochen vor dem Auspflanzen. So gehen Sie vor:

  • Legen Sie die Kartoffeln nebeneinander - und nicht übereinander - in eine Obstkiste oder stellen Sie sie senkrecht in den Eierkarton.
  • Besprühen Sie die Kartoffeln über die nächsten Tage mit ein wenig Wasser.
  • Stellen Sie die Pflanzbehälter an einen hellen Ort mit zehn bis 15 Grad.
  • Bis zum Auspflanztermin bleiben die Kartoffeln in ihren Behältern.

Nach circa sechs bis acht Wochen, wenn die Kartoffeln ordentlich zu keimen begonnen haben und der Boden im Garten etwa neun Grad hat, können Sie die Kartoffeln auspflanzen.

Lesen Sie auch: So ziehen Sie ganz einfach Tomaten auf der Fensterbank vor.

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*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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