+
Ein Testsieger ist das Messer Plus FR Titan von Böker. Foto: Böker

Scharf und nützlich

Klappmesser im Praxistest

Mal eben ganz entspannt unterwegs den Apfel schälen? Ohne Messer klappt das eher nicht. Klappmesser sind nützliche Begleiter und passen in jede Hosentasche.

Köln (dpa/tmn) - Ein Klappmesser kann im Alltag ein nützlicher Begleiter sein. Es ist praktisch auf Wanderungen, auch Früchte können damit geschält oder zerteilt werden.

Die Zeitschrift "Selbst ist der Mann" (Ausgabe Dezember 2016) und die Versuchs- und Prüfanstalt in Remscheid (VPA) haben 14 Klappmesser getestet. Das Ergebnis: "Unsere Erfahrung zeigt, dass man nicht alles haben kann", sagt Peter Baruschke, Redakteur der Zeitschrift.

Denn wer zum Beispiel Wert auf hübsches Design legt, muss Abstriche bei der Stabilität machen. Das zeigt der Falltest, ein zentrales Kriterium bei der Bewertung der Messer. "Wenn die Messer etwa Applikationen aus Holz am Griff haben, sind sie etwas empfindlicher", erklärt Baruschke. Die drei letztplatzierten Messer waren nach einem Bruch der Griffschale nicht mehr zu gebrauchen.

Einen Kompromiss müssen Verbraucher auch zwischen guter Handhabung und der bequemen Mitnahme in der Tasche machen. "Die Klingen sollen schließlich groß genug sein und das Messer gut in der Hand liegen", sagt Baruschke. Ist der Griff praktisch kurz, lässt sich das Messer aber nicht immer gut halten.

Baruschke erklärt, dass sich eine schmale Klinge besonders dazu eigne, Früchte zu schneiden oder Äpfel zu schälen. "Die andere Variante ist die dicke Klinge - die ist robuster, man kann damit zum Beispiel besser schnitzen."

Messer mit gezackten Klingen eignen sich besonders für Outdoor-Fans. Stoffe und Seile lassen sich damit gut trennen, aber die Zacken stören dem Test zufolge bei feineren Arbeiten.

Die Preisspanne der getesteten Messer lag zwischen 11 und 137 Euro. "Ein hoher Preis kommt bei vielen Messern von der Verarbeitung und dem Design", erklärt Baruschke. Das müsse nicht zwingend etwas mit der Funktionalität und Qualität des Messers zu tun haben.

Insgesamt sei der Test gut ausgefallen, sagt Baruschke. Der Testsieger gewann mit der Note 1,3. Die Messer, die am schlechtesten abschnitten, erhielten die Note "befriedigend". Technisch seien die meisten getesteten Messer gut, es gibt ein großes Mittelfeld mit guten Gesamtnoten. Hier könnten sich Käufer also eher am persönlichen Geschmack orientieren.

Testsieger sind die Modelle Plus FR Titan von Böker (Note 1,3), No 08 Ebenholzgriff von Opinel (Note 1,4) und Pioneer X von Victorinox (Note 1,6).

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Afrikanisches Lampenputzergras: Nur noch bedingter Verkauf
Zum Schutz der Natur hat die EU kürzlich ihre Liste der invasiven Arten erweitert - unter anderem um das Afrikanische Lampenputzergras, auch als Federborstengras der Art …
Afrikanisches Lampenputzergras: Nur noch bedingter Verkauf
Investmentobjekt Wohnung - Selbst verwalten macht Arbeit
Eine Wohnung selbst zu verwalten, heißt Verantwortung übernehmen. Vermieter werden schnell zum Mädchen für alles: Mieter aussuchen, Schäden beheben, Bürokram erledigen. …
Investmentobjekt Wohnung - Selbst verwalten macht Arbeit
Mitvermietete Einbauküche: Vermieter kommt für Schaden auf
In manchen Mietwohnungen steht bereits eine Einbauküche. Werden nach einer gewissen Zeit Reparaturen notwendig, muss der Vermieter dafür aufkommen. Der Mieter muss die …
Mitvermietete Einbauküche: Vermieter kommt für Schaden auf
Lithium-Akkus sollten nicht in der Nähe von Brennbarem laden
Geräte mit Lithium-Akkus sind beliebt. Heimwerker sollten beim Aufladen jedoch vorsichtig sein, weil von dem wiederaufladbaren Speicher unter ganz bestimmten Umständen …
Lithium-Akkus sollten nicht in der Nähe von Brennbarem laden

Kommentare