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Obstbäume finden sogar im kleinsten Garten Platz: Spaliergehölze können etwa an einer Mauer entlang wachsen.

Bäume setzen, Holz erhalten

Klimaschutz im eigenen Garten betreiben

Hobbygärtner können die Welt retten - zumindest ein bisschen, und zwar indem sie Bäume auf ihre Grundstücke setzen. Denn Gehölze binden Kohlendioxid. Wird das Holz später verbaut, bleibt das CO2 darin sogar dauerhaft gespeichert - es schadet also nicht mehr dem Klima.

Berlin (dpa/tmn) - Bäume pflanzen und dazu beitragen die Welt zu retten: Das geht in jedem Kleingarten. Mit dem Pflanzen eines Gehölzes kann jeder Gartenbesitzer einen Beitrag für den Klimaschutz leisten.

Bäume binden Kohlendioxid (CO2) langfristig - vor allem, wenn man darauf achtet, dass ihr Holz später weiterverbaut wird und die Blattmasse durch Verrottung in den Boden übergeht und das CO2 dort gebunden bleibt. Schlecht wäre es, Blätter und Holz zu verbrennen und so den Stoff wieder in die Luft abzugeben.

Wer also bei der Klimarettung einen Beitrag leisten möchte, sollte: einen Baum pflanzen, ihn lange erhalten und das Holz weiterverwerten. Dieser Klimabeitrag lässt sich durch bestimmte Bäume weiter steigern: "Groß macht mehr als klein, schnell wachsend macht auch mehr als langsam wachsend", sagt Helmut Selders, Präsident des Bunds deutscher Baumschulen. "Und alles, was viel Blattmasse bildet, ist gut."

Dabei sollte man sich aber nicht von der Optik täuschen lassen, denn manche Nadelgehölze leisten einen größeren Beitrag als Laubbäume: "Eine Eibe hat im Vergleich mehr Blattmasse als ein gleich großer Laubbaum", sagt Selders.

Für kleine Gärten rät Selders zu einem Obstbaum: "Ein Obstbaum ist in jeder Weise ein fantastischer Baum. Er hat ein langes Leben, und er hat Blätter. Und er blüht und bietet auch noch Früchte." Für besonders kleine Grundstücke gibt es Zuchtformen wie das Spalierobst, das zum Beispiel an Fassaden hochwachsen kann. Besitzern von größeren Gärten rät Selders zum Ahorn und bei sehr viel Platz zur Buche.

Auch die langsam wachsende Deutsche Eiche preist Selders für den Klimaschutzbeitrag an - denn gerade aus ihrem Holz lassen sich nach dem Lebensende des Baumes gut Möbel bauen. Er selbst habe kürzlich Eichen auf seinem Grundstück fällen müssen, sie zum Schreiner gebracht und zu Regalen verarbeiten lassen, erzählt der Experte. Nach Angaben der NRW-Forstwirtschaft kann Eichenholz allerdings frühestens im Alter von etwa 120 Jahren für den Möbelbau genutzt werden.

Holz von Obstbäumen lässt sich ebenfalls noch nutzen. "Auch wenn es etwas knorrig ist und viele Astlöcher hat, man kann wunderbar damit basteln, etwa einen Ständer für eine Lampe bauen", sagt Selders. Oder man bietet es Schreinern und Möbelbauern an: "Die nehmen das sehr gerne an, denn es ist langsam gewachsenes und damit sehr wertvolles Holz." Auch die Linde eigne sich gut für die Weitergabe an die Möbelproduktion: "Sie hat schneeweißes weiches Holz, das man etwa für Tische in Gaststätten nutzt."

Weitere Informationen zur CO2-Bindung durch Bäume

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