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Wohnlagen und Ausstattungsstandards (nicht nur) für Senioren

Komfort für jedes Alter

Besonders wichtig für Senioren sind: Verkehrsanschluss, kurze Wege zum Einkauf, nette Nachbarn, Fachärzte, Park, Freizeit, Kultur

Ein Immobilienerwerb zur Selbstnutzung macht aus wirtschaftlicher Sicht am meisten Sinn zwischen 30 und 40. Dann hat man noch lange Zeit für die Finanzierung und kann, wenn man den Kredit noch vor dem Ruhestand abgelöst hat, durch die Mietersparnis ein finanzielles Polster aufbauen.

Motive für Erwerb 

Doch auch jenseits der 50 oder 55 können die eigenen vier Wände noch ein lohnendes Ziel sein. Zum Beispiel wenn es ein besonderer Objekttyp in bestimmter Lage sein soll, der auf dem Mietmarkt nicht angeboten wird. Auch die emotionale Sicherheit im Eigenheim kann eine Rolle spielen. Und manchmal wird das Familienhaus nach dem Auszug der Kinder zu groß und arbeitsintensiv. Dann werden kleinere Wohnungen in attraktiven Stadtlagen interessant. Was aber braucht eine seniorengerechte Wohnlage?

Lagevorteile für alle 

Ideallagen für Senioren gibt es eigentlich nicht, denn alles, was ältere Menschen schätzen, macht auch das Leben in jungen Jahren komfortabel. Der einzige Unterschied: Statt Kindergarten und Schule ist jetzt die Nähe zum Ärztehaus mehr gefragt. Hauptkriterium bei der Beurteilung der Lagequalität ist die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr; am besten per U-Bahn, dann folgen Tram und S-Bahn. Danach folgen gleich die Kriterien Versorgung mit dem alltäglichen Bedarf sowie die direkte Nachbarschaft. Hierauf achten Senioren besonders: Ist das Umfeld sauber und gepflegt oder verunzieren unsanierte Gebäude das Stadtbild? Welche Menschen sind im Viertel unterwegs, passen sie zu mir und ich zu ihnen? Schließlich schätzen ältere Menschen die Nähe zu Fachärzten und zu Grünanlagen. Hier haben es die Münchner gut, denn selbst von Vierteln wie der eher grauen Maxvorstadt aus sind es nur wenige Haltestellen bis zum nächsten schönen Park – dem Englischen Garten als größten Stadtpark der Welt.

Lageplus Kultur 

Inzwischen sind auch die „Kulturrevolutionäre“ der 68er-Generation im Rentenalter. Das Interesse an Kunst und Kultur ist aber oft noch sehr hoch und man definiert sich darüber auch selbst. Dann ist es natürlich praktisch, wenn Konzertsaal, Kino und Theater nah sind. Man muss ja deshalb nicht gleich ins teure Lehel ziehen, um zu Fuß zu den Kammerspielen zu kommen. Eine gute Verkehrsanbindung ist auch hier wiederum das A und O auf dem heutigen Immobilienmarkt.

von Gottfried Moeckl

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