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Kraftstation oder Power Rack: Was eignet sich besser für das Home Gym?

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Ein Home Gym ist der Traum vieler Kraftsportler.
Ein Home Gym ist der Traum vieler Kraftsportler. © AFP / CHARLY TRIBALLEAU

Ein eigenes Home-Gym hat viele Vorteile: Man ist nicht an die Trainingszeiten im Fitnessstudio gebunden. Die Zeiten sind vorbei, dass man sich über Poser ärgern muss, die Trainingsgeräte blockieren, weil sie mal wieder Fotos für ihren Instagram-Kanal knipsen. Und niemand beschwert sich, wenn man beim Brust-Training brüllend und stöhnend die letzten beiden Wiederholungen runter reißt.

Kurzum: Ein Home Gym ist der Traum vieler Kraftsportler. Nur: Was eignet sich besser für das Training in den eigenen vier Wänden? Eine „klassische“ Kraftstation mit geführten Bewegungen, Seilzug und Gewichteblock? Oder ein Power Rack für das freie (Langhantel-)Training mit schweren Gewichten?

Eine umfassenden Überblick über die besten Kraftstationen und Power Racks mit Testberichten der Käufer bietet die Seite kraftstationvergleich.de. Hier erfahren Sie, welches Trainingsgerät für Ihre Bedürfnisse geeignet ist.

Was ist besser für mich geeignet: Eine Kraftstation oder ein Power Rack?  

Um diese Frage für sich zu klären, sollte man drei Punkte bedenken: Trainingsziele, Preis und Platz. Wer ernsthaft Bodybuilding betreibt und Muskelpakete wie Dwayne „The Rock“ Johnson oder John Cena aufbauen will, kommt um das Training mit freien – und vor allem schweren – Gewichten nicht herum. Muskeln wachsen durch progressive Belastung. Heißt: Man muss sich vor allem beim Bankdrücken, Kreuzheben und in der Kniebeuge zu ordentlichen Trainingsgewichten hocharbeiten.

Freilich spielen ordentliche Ernährung und ausreichende Erholung auch eine wichtige Rolle beim Muskelaufbau. Aber in Sachen Training gilt: Keine ordentliche Muskelmasse ohne Kraft.

Man muss sich nur ansehen, mit welchen Gewichten der bereits erwähnte John Cena seine Kniebeugen runter reißt. Auch die Wrestling-Legende weiß: Das freie Training mit schweren Gewichten, das auch ein ordentliches Maß an Koordination erfordert, belastet die meisten Muskelgruppen. Somit führt für Bodybuilder eigentlich kein Weg an Kniebeugen, Kreuzheben und Bankdrücken am Power Rack vorbei.

Power Rack bietet Sicherheit beim Workout

Ein Power Rack bietet vor allem Sicherheit beim schweren Krafttraining. Dafür sorgen Ablagen für die Langhantel-Stange, falls man diese aus eigener Kraft nicht mehr bewegen kann. So kann man beim Bankdrücken bis zum Muskelversagen trainieren. Die Hantel kommt dann auf den Ablagen zum Liegen – und man muss keine Angst haben, von dem schweren Gewicht erdrückt zu werden.Die meisten Power Rack bieten zwischen 15 und 20 Höhenpositionen für die Sicherheitsstützen.

Ein Power Rack eignet sich für das Training mit freien und vor allem schweren Gewichten.
Ein Power Rack eignet sich für das Training mit freien und vor allem schweren Gewichten. © AFP / PHIL WALTER

Zudem bietet ein Power Rack auch Ablagen (meist sehen diese wie der Buchstabe „J“ aus). Aus solchen Ablagen kann man die befüllte Hantel für Übungen wie Kniebeugen oder Military Press heben kann.

Die meisten Power Racks verfügen in der Regel über eine Klimmzug-Stange. Bei vielen Geräten handelt es sich dabei um eine „Monkey Bar“, die das Training mit verschiedenen Griff-Varianten ermöglicht.

Mit dem Kauf eines Power Racks alleine ist es beim Home Gym nicht getan: Im Lieferumfang sind praktisch nie eine Hantelbank, eine Hantelstange und Gewichtscheiben enthalten. Diese muss man für das Training mit freien Gewichten in der Regel hinzukaufen. Bei vielen Power Racks gibt es auch noch separates Zubehör wie Dip-Stangen, eine Seilzug-Vorrichtung oder eine Boxsack-Halterung. Diese Dinge sind nettes Zubehör. Für viele Sportler reichen.

Zudem sollte man ausreichend Platz einplanen: Üblicherweise haben Power Racks eine Länge von 110 bis 150 cm cm, eine Breite von 110 bis 115 cm und einr Höhe von 200 bis 220 cm.

Das perfekte Home Gym: Was kostet ein Power Rack für zu Hause?

Eine gute Nachricht für alle Freunde des Kraftsports: Muskelaufbau muss nicht teuer sein. Ein solides Power Rack für Einsteiger und leicht fortgeschrittene Athleten gibt es zu einem Preis zwischen 300 und 400 Euro. Hantelbank, Hantelstange(n) und Gewichte müssen freilich separat gekauft werden. Dafür sollte man noch einmal 100 bis 200 Euro einkalkulieren. Qualitativ höherwertige Power Rack gibt es in der Preisspanne von 500 bis 700 Euro.

Wichtig ist die maximale Gewichtsbelastung: Wenn das Power Rack 300 Kilo aushält, dann ist das für die Bedürfnisse der meisten Kraftsportler ausreichend. 

Diese Übungen ermöglicht ein Power Rack:

ÜbungTrainierte Muskelgruppe(n)
KniebeugeVorderer Oberschenkel (Quadrizeps), Po, Bauch
KreuzhebenVorderer Oberschenkel (Quadrizeps), Po, Unterer Rücken
BankdrückenBrust, Schultern, Trizeps
SchrägbankdrückenObere Brustmuskulatur, Trizeps, Schultern
DipsBrustmuskulatur, Trizeps
Military PressSchultern, Nacken
NackendrückenSchultern, Trizeps
KlimmzügeOberer Rücken (Latissimus Dorsi), Trapezmuskel, Bizeps, Schultern
Rudern (vorgebeugt)Oberer Rücken (Latissimus Dorsi), Trapezmuskeln, Bizeps, unterer Rücken, Bauch, Oberschenkelrückseite, Po
BizepscurlsBizeps, Unterarm
French PressTrizeps
Beinheben hängendBauchmuskeln
Wadenheben im StehenWaden

Das perfekte Home Gym: Für wen ist eine Kraftstation geeignet

Ein wenig teurer als ein Power Rack ist in den meisten Fällen eine Kraftstation. Dabei handelt es sich um ein multifunkionales Fitnessgerät, an dem man praktisch alle wichtigen Muskelgruppen trainieren kann. Die Kraftstationen verfügen in der Regel über Seilzug-Vorrichtungen und Gewichtsblöcke. Sozusagen ein Fitnessstudio in einem Gerät.

Wem es um moderaten Muskelaufbau, Fettabbau oder Reha-Training nach einer Operation geht, ist mit dem Kauf einer Kraftstation bestens beraten. Wer sich einen muskulösen oder knackigen Beach-Body antrainieren möchte (egal ob Mann oder Frau) oder nach der Arbeit etwas für die Figur tun möchte, ist bei diesem Trainingsgerät an der richtigen Adresse.

Eine Kraftstation ist auch für Frauen geeignet.
Eine Kraftstation ist auch für Frauen geeignet. © picture alliance / Marius Becker / Marius Becker

Natürlich können sich auch Bodybuilder eine Kraftstation kaufen. Nur: Die maximale Gewichtsbelastung liegt bei diesen Geräten in der Regel zwischen 60 und 100 Kilo. Für ambitionierte Bodybuilder ist das eindeutig zu wenig Widerstand.

Für eine Kraftstation spricht auch der Sicherheitsaspekt im Sinne von Verletzungsprävention. Die Maschinen geben den Bewegungsablauf beim Training vor. Was natürlich vor Muskelverletzungen durch schlampig ausgeführte Übungen schützt.

Kraftstationen sind teurer als Power Racks. Allerdings bieten diese den weniger erfahrenen Sportlern eine Vielzahl an vorgegebene Übungen. Wer hingegen mit freien Gewichten trainiert, sollte die korrekten Bewegungsabläufe kennen. Bei schlampig ausgeführten Übungen wie Kniebeuge oder Kreuzheben kann man sich schnell „verreißen“.

Eine Kraftstation zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis bekommt man ab 500 Euro. Wer für das eigene Home Gym ein Gerät mitTop-Qualität sucht, bekommt dieses ab 1.000 Euro aufwärts. Natürlich gibt es auch Kraftstationen für einen Preis um 300 Euro. Mit diesen Geräten reagierten Sportgeäte-Hersteller auf die Billig-Modelle der Discounter. Bei solchen Kraftstationen muss man im Hinblick auf Qualität, Ausstattung oder Verarbeitung natürlich Abstriche machen. Allerdings sind die billigen Kraftstationen durchaus für Einsteiger, Teenager oder Frauen geeignet.

Für eine Kraftstation sollte man im Trainingskeller oder Hobbyraum genügend Platz einkalkulieren. In der Regel haben die Geräte eine Höhe von etwa 2 Metern und eine Grundfläche (also Aufstellfläche) von 2 bis 3 Quadratmetern. Natürlich sollte man noch etwas Platz um die Kraftstation herum einplanen, um beim Training genügend Freiraum zu haben.

Diese Übungen ermöglicht eine Kraftstation:

MuskelÜbungen(en) an einer Kraftstation
BrustBankdrücken, Butterfly
RückenLat-Zug, Ruder-Zug
SchulternSeitheben
ArmeTrizeps mit Dips, Bizeps mit Armcurlpult
BeineBeinpresse, Beincurler

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