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Große Mengen Laub sammelt man mit dem Laubsauger oder einem Laubbläser am schnellsten ein. Foto: Ronald Wittek

Kraftvoll dem Laub Herr werden: Tipps zum Kauf des Laubsaugers

Sogar in einem kleinen Garten können große Laubhaufen im Herbst zusammenkommen. Mit einem Rechen ist das eine tägliche, mühevolle Aufgabe für den Hobbygärtner. Schneller geht das mit dem Laubsauger oder Laubbläser.

Hamburg (dpa/tmn) - So langsam beginnt der Laubfall im Garten. Die schnelle, kraftvolle Hilfe sind Laubsauger. Ein paar Hinweise für Hobbygärtner: 

Welcher Laubsauger ist am besten?

Ein Elektrosauger ist in der Regel günstiger, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Sein Kabel schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Beim Akkusauger ist die Laufzeit begrenzt. Und der Benzinsauger hat mit einem Zwei- oder Viertakt-Motor zwar die meiste Kraft. Aber dafür ist so ein Modell auch lauter, erläutert Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus auf.

Worauf achte ich beim Kauf?

Der Laubsauger sollte einen Tragegurt haben und damit auf dem Rücken Platz finden, erklärt Christian Schipke von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. So bleiben beide Hände frei. Gut ist seiner Meinung nach auch ein verstellbarer Griff, damit man den Sauger individuell passend einstellen kann. Und ein Tipp für Besitzer kleiner Gärten: Ein Modell mit integriertem Häcksler zerkleinert das Laub, und so passt mehr davon in die Biotonne.

Muss ich bestimmte Schutzvorkehrungen treffen?

Der Sicherheitsexperte Christian Schipke rät zur Schutzbrille. Denn manche Geräte, gerade jene mit Blasfunktion, schaffen Geschwindigkeiten von 250 Stundenkilometer, dabei fliegt schnell mal etwas ins Auge. Außerdem wichtig sei der Gehörschutz. Und wenn man alte Laubschichten wegräumen möchte, ist auch eine Staubmaske für Mund und Nase sinnvoll. Denn darin haben sich Schimmelsporen, Bakterien und getrockneter Tierkot angesammelt.

Was sagen Tierschützer?

Tier- und Umweltorganisationen raten grundsätzlich von den Geräten ab. Denn sie sammeln und zerhäckseln nicht nur die Blätter, sondern auch Insekten, Regenwürmer und Pilze. Auch Laubbläser sind keine gute Alternative. Denn bei beiden Varianten werden dem Boden mit den Blättern auch die Humus- und Nährstoffversorgung für das nächste Jahr genommen. Außerdem trocknet der Boden ohne eine neue Schicht schneller aus, und er ist nicht mehr so gut vor extremer Kälte geschützt. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) empfiehlt sogar, das Laub größtenteils liegen zu lassen, da es den Winter über den Boden vor Forst und Verdunstung bewahrt. Das kann gerade im Staudenbeet mit frostempfindlichen Gewächsen sinnvoll sein. Bis zum Frühjahr verrotten die Blätter dort und reichern zum Start der neuen Gartensaison den Boden mit Nährstoffen an.

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